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Auch mit 70 Jahren noch im Fummel: Für die Preisverleihung hat sich Rosa von Praunheim schick gemacht (Bild: Jirka Jansch)

Für seine Inspiration für Nachwuchsregisseure wurde der schwule Filmemacher Rosa von Praunheim am Sonntag in Berlin mit dem "First Steps Ehrenpreis" ausgezeichnet.

"Wir ehren den Filmemacher, Provokateur, Autor, Aktivist, Künstler und Menschen für eine Facette seines Lebenswerks, von der wir auch bei First Steps in den letzten Jahren oft profitieren durften: die Inspiration, die er als Mentor und Lehrer für jüngere Filmemacher darstellt", heißt es in einer Pressemitteilung zur Preisverleihung. "Seinen Impulsen verdanken viele junge Filmemacher einen Durchbruch, ein Aha-Erlebnis, einen besonderen Film."

Rosa von Praunheims Lehrmethoden seien "alles andere als pädagogisch", aber er vermittele Dinge, die existentiell seien für das künstlerische Schaffen und Sein: "Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, Angstfreiheit, die Bereitschaft, bis in die verborgenen Kammern der eigenen Seele zu blicken. Schnell und notfalls billig zu arbeiten und zu erzählen, ungeduldig zu sein, Ästhetik und Methoden des Undergrounds nicht zu verachten. Ein Bewusstsein für soziale Zusammenhänge entwickeln, Engagement als persönliche Bereicherung zu empfinden – sich für die Menschen zu interessieren und sie zu lieben."

Der First Steps Ehrenpreis würdigt Personen und Haltungen, die beispielhaft und unterstützend für den Filmnachwuchs sind. Zu den letzten Preisträgern gehörten u.a. Gerd Ruge, Helene Schwarz und die Redaktion "Das kleine Fernsehspiel". (cw)