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  • 17.09.2013           47      Teilen:   |

Warnung vor Lobbyismus

Kardinal Lehmann verärgert über Homo-"Propaganda"

Artikelbild
Kardinal Lehmann im Jahr 2001. (Bild: Bistum Mainz)

In einem Interview zeigte sich der Mainzer Bischof gestört von einer vermeintlichen Homo-Lobby.

Der Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann hat sich in einem Interview einerseits vergleichsweise tolerant zum Thema Homosexualität geäußert und andererseits geradezu vor homosexueller Propaganda gewarnt.

In dem Gespräch mit dem Magazin "Mainz" (Bonewitz-Verlag, online nicht verfügbar) sagte der Bischof zunächst, niemand wisse so richtig, wie und warum es Homosexualität gebe. "Wenn ich das aber heute nicht weiß, dann muss ich auch ganz zurückhaltend sein im Urteilen. Ich muss dann einfach eine gewisse Toleranz walten lassen, dass Menschen so sind."

Er wisse, dass es schwule Priester gebe, so Lehmann in dem Interview laut einer Zusammenfassung der Nachrichtenagentur dpa weiter, auch gebe es eine hohe Pflicht gegenüber dem Einzelnen, ihm menschlich gerecht zu werden. Nur: "Was mich stört, ist diese propagandistische, lobbyhafte Art pro Homosexualität, weil es jungen Leuten Lebensformen verspricht, die dann doch nicht genügend erprobt sind", so Lehmann.

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"Nicht auf der Straße werben"

Lehmann hat insgesamt ein recht gemischtes Verhältnis zum Thema Homosexualität. So hatte es für einen Priester aus seinem Bistum keine Konsequenzen, dass dieser für das Hassportal kreuz.net geschrieben hatte (queer.de berichtete). Später schrieb der Kardinal, es sei "beschämend", dass die Kirche nicht selbst gegen kreuz.net tätig wurde, unterstellte der Initiative "Stoppt kreuz.net" allerdings "Vernichtungswillen" (queer.de berichtete).

Für Empörung sorgte 2008 die Entscheidung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Lehmann bei einer Konferenz zum Thema Diskriminierung eine Rede halten zu lassen – die Kirche gehört mit ihrem Arbeitsrecht selbst zu den Diskriminierern, monierte der LSVD, was Lehmann verschweige (queer.de berichtete). 2009 hatte Lehmann bereits gesagt, Homosexualität sei "nichts Negatives". Der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Bundesverdienstkreuzträger, der sich vergleichsweise selten zu LGBT-Themen geäußert hatte, sagte aber zugleich, dass diese "nicht auf der Straße für die Homosexualität werben" sollten. (nb)

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Tags: kardinal lehmann, mainz, katholische kirche
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Reaktionen zu "Kardinal Lehmann verärgert über Homo-"Propaganda""


 47 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.09.2013
21:57:36


(+15, 15 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das übliche unerträgliche Geschwafel eines alten verblendeten Beteiligten an der Unterdrückung von LGBT´s..

""Was mich stört, ist diese propagandistische, lobbyhafte Art pro Homosexualität, weil es jungen Leuten Lebensformen verspricht, die dann doch nicht genügend erprobt sind""..

Woran das wohl liegen könnte !?..

Natürlich daran das Leute wie er über Jahrzehnte hinweg alles "verteufelt" haben von dem ""niemand wisse so richtig, wie und warum es Homosexualität gebe.""..

Aber immer schön behaupten das es gegen ""Gottes Plan"" sei, und dabei den Gläubigen wie einem kleinem Kind mit dem Finger drohen..

Es ist an der Zeit das sich solche Leute zum Thema Homosexualität und zu LGBT-Themen überhaupt nicht mehr äußern..

Sie haben davon keine Ahnung, und deshalb dazu auch nichts zu sagen was gesellschaftlich von Nutzen wäre..

Er und seine Kirche sind KEIN VERHANDLUNGSPARTNER für die Gleichstellung !


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#2
17.09.2013
22:01:26


(+14, 14 Votes)

Von AliCologne
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.09.2013


Dann soll dieser Herr einfach nach Russland ziehen. Es ist mittlerweile unerträglich wie sich Religionen in den Staat einmischen.

Sehe gerade eine Wahlwerbung der islamistischen BIG Partei von Erdogan in DE. Sie hetzen offen gegen Homosexuelle darin. Ich fasse es nicht!

Erst die Rechten (AfD), dann die Christen (PBC, Kath. Kirche) und nun die Islamisten (BIG Partei). Die Zeiten werden nicht besser für Homosexuelle in Deutschland.


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#3
17.09.2013
22:06:54


(+16, 16 Votes)

Von chybrain
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 22.11.2012


"Was mich stört, ist diese propagandistische, lobbyhafte Art pro Homosexualität, weil es jungen Leuten Lebensformen verspricht, die dann doch nicht genügend erprobt sind", so Lehmann.
Da verwechselt wohl wieder jemand sich selbst mit anderen. Wer hier Lobbyismus betreibt ist doch klar: Die Kirche gegen uns Schwule, Lesben und Bisexuelle. Und diese Art von Lobbyismus, die er da gerade betreibt, sieht ganz verdächtig so aus, aus ob er sie von der russischen Regierung übernommen hat, die sich - vielleicht - ihrerseits damit die Unterstützung der Orthodoxen Kirche sichert. (=Spekulation).
Was uns umtreibt ist wohl eher der Wunsch, dass jeder so leben kann, wie es seiner eigenen Natur entspricht, solange er dadurch anderen keinen Schaden zufügt. Uns ist nicht daran gelegen, aus Heteros Schwule zu machen, weil das genauso falsch ist, wie diese krank machenden "Heilungsversuche". Das Eintreten für die eigene und unbeeinflusste Selbstbestimmung kann man natürlich, wenn man will, auch als Lobbyismus betrachten, aber das ist dann ein sozial verträglicher und wünschenswerter Lobbyismus, und nicht diese unausgegorene Mischung die den kirchlichen Propaganda-Lobbismus ausmacht: Unwissen, Angst, Unsicherheit, Unverständnis des eigenen Glaubens, Machtansprüche, Galileismus, Lieblosigkeit, Inhaltslosigkeit, Ziellosigkeit.


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#4
17.09.2013
22:11:43


(+15, 17 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


>weil es jungen Leuten Lebensformen verspricht<

Als ob man's sich aussuchen könnte.

>die dann doch nicht genügend erprobt sind<

Homosexualität ist älter als die katholische Kirche. Homosexuelle Beziehungen werden in der Geschichte der Menschheit geschildert lange bevor irgendwer auf die Idee kam den armen Kerl aus Nazareth an den Balken zu nageln. Zeus und Ganymed, Achilles und Patroklos, Gilgames und Enkidu.

Schwulsein ist im Vergleich mit Christsein die bei weitem besser erprobte "Lebensform".


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#5
17.09.2013
22:14:11


(+6, 12 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


"Was mich stört, ist diese propagandistische, lobbyhafte Art pro Homosexualität, weil es jungen Leuten Lebensformen verspricht, die dann doch nicht genügend erprobt sind", so Lehmann.
Wir üben auch alle ganz fleißig*, versprochen, eure Eminenz, und *nachdem es uns über viele Jahrhunderte verboten war um so härter.


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#6
17.09.2013
22:16:56


(+9, 11 Votes)

Von Berauscht


Da nutzt er die Gunst der Stunde der laufenden reaktionären Kampagnen zum Zurückdrehen der 68er-Errungenschaften und zur Verhinderung einer linken Regierungsalternative mit allen Mitteln.

Wählen gehen!

Link zu www.queer.de


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#7
17.09.2013
22:19:49


(+5, 9 Votes)

Von AliCologne
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.09.2013


Hier einige Links:
Migrantenpartei BIG: Erdogans Berliner Lobby-Truppe

Link zu www.spiegel.de

BIG reisst Brücken ein

Link zu www.erol-oezkaraca.de

Es gibt sehr viele Quellen, leider fast alle Türksich..


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#8
17.09.2013
22:28:54


(+8, 10 Votes)

Von ehemaligem User Smiley
Antwort zu Kommentar #7 von AliCologne


Wenn hier jemand englisch- oder sonstigsprachige Webseiten verlinkt entschuldigt er sich auch nicht dafür.


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#9
17.09.2013
22:36:36


(+1, 7 Votes)
 
#10
17.09.2013
22:52:28


(-17, 19 Votes)

Von Timm Johannes


Herr Lehmann ist sehr gemischt zu beurteilen, so wie es der Queer-Arikel diesmal gut ermittelt hat.

Daher Lehmann stört mich da auch weniger als beispielsweise die Hardliner Mixa oder Meissner.

-------------------

Die Katholische Kirchenleitung wäre gut beraten, dem theologischen Weg der protestantischen Landeskirchen der EKD zu folgen. Dort haben mittlerweile 12 von 20 EKD-Landeskirchen öffentliche Segnungsgottesdienste für verpartnerte, gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht und mit der Landeskirche Hessen-Nassau ist dieses Jahr die erste Landeskirche zur kirchlichen Trauung übergegangen.

*
Link zu www.epd.de


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