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  • 18.09.2013           50      Teilen:   |

Aktion gegen Gauweiler

Schwuler SPD-Kandidat kopiert Grünen-Plakat

Artikelbild
Ein Sozialdemokrat durch und durch: Christian Vorländer ist seit 1989 in der SPD und seit 2010 im Vorstand der SPD München. Vor vier Jahren trat er zum ersten Mal - allerdings ohne Erfolg -als Direktkandidat im Wahlkreis München-Süd an

Mit dem Motiv "Grüne wählen Christian Vorländer. Und Du?" wirbt der Sozialdemokrat um ein Direktmandat im Wahlkreis München-Süd – sehr zum Ärger des Ehe-Öffnungs-Gegners Jerzy Montag von der Ökopartei.

Jerzy Montag ist sauer. "Eine miese Nummer im Münchner Süden", schimpft der rechtspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion über seinen Gegenkandidaten von der SPD im Wahlkreis München-Süd. "Grüne wählen Christian Vorländer – Und Du?", heißt es auf einem Wahlplakat des Sozialdemokraten, das ganz im Design der Ökopartei gehalten ist. Das Pikante dabei ist: Vorländer ist offen schwul, Montag einer der wenigen Grünen, die mit einer völligen Gleichstellung von Lesben und Schwulen hadern. Entsprechenden Abstimmungen im Bundestag blieb er in den letzten Jahren entweder fern oder enthielt sich.

Offiziell wird das Thema Homorechte jedoch nicht angesprochen. "Als SPD-Kandidat bin ich im Münchner Süden der einzige, der ein Direktmandat der CSU verhindern könnte", erklärt Vorländer seine Beweggründe für den "Plakat-Klau" gegenüber der "Abendzeitung". Hinzu kommt: Vorländers und Montags Gegner von den Christsozialen ist ausgerechnet der erzkonservative Ex- Staatssekretär im bayerischen Innenministerium Peter Gauweiler, der in den 1980er Jahren HIV-Positive internieren wollte. Das haben viele in der Münchner Szene bis heute nicht vergessen.

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Vorländer will Peter Gauweiler das Direktmandat abknöpfen

Schon ziemlich dreist: Der SPD-Kandidat wirbt im Design der Grünen
Schon ziemlich dreist: Der SPD-Kandidat wirbt im Design der Grünen

Theoretisch könnte die Rechnung des SPD-Kandidaten aufgehen: Vor vier Jahren gewann Gauweiler den Wahlkreis mit 38,2 Prozent, Vorländer holte 28,4 Prozent und Montag 13,3 Prozent. "Deshalb sollten auch Grüne mir ihre Erststimme geben, um einen CSU-Sieg zu verhindern", so der Poster-Plagiator, den man aus Gerichtsshow "Richter Alexander Hold" kennt. In der Sat.1-Sendung spielt der Rechtsanwalt seit 2002 einen der sechs Verteidiger.

"Dem Fernseh-Winkeladvokaten Vorländer von der SPD fehlen Argumente, also greift er zum Plagiat und klaut bei uns Grünen Logo und Design", schäumt jedoch Jerzy Montag auf seiner Homepage. "Wir fordern die SPD und Vorländer auf, diese Plakate umgehend zu entfernen und sich in aller Form und öffentlich zu entschuldigen." Der SPD-Vorstand müsse sich mit diesen "Raubrittermethoden" beschäftigen und Vorländer "zur Besinnung bringen". Auf eine Klage will Montag jedoch verzichten.

Christian Vorländer indes will die Poster hängen lassen – und bittet gezielt um die Stimmen von Lesben und Schwulen. "Ich bin Bürgeranwalt im besten Sinne des Wortes und möchte im Falle meiner Wahl ein Bürgerbüro in München unterhalten. Nicht nur als offen schwuler Kandidat setze ich mich für eine offene und vielfältige Gesellschaft ein, für die Stärkung unserer Bürgerrechte und natürlich für die rechtliche Gleichstellung Homosexueller", wird der 39-jährige SPD-Kandidat auf der CSD-Homepage zitiert. "Im Deutschland muss die Gesetzgebung vorangehen und darf sich nicht weiter von den Gerichten treiben lassen. So machen wir deutlich, dass Lesben, Schwule und Transgender einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft einnehmen."

Er möge die Grünen, stellt Vorländer gegenüber "Spiegel Online" klar, er wolle der Öko-Partei auch nicht schaden. Warum er sich dann mit Jerzy Montag angelegt habe, fragen die Kollegen. Die Antwort des SPD-Kandidaten: "Man kann nicht Everybody's Darling sein." (cw)

Links zum Thema:
» Homepage von Christian Vorländer
» Homepage von Jerzy Montag
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Tags: peter vorländer, jerzy montag, peter gauweiler, wahlkreis münchen-süd
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Reaktionen zu "Schwuler SPD-Kandidat kopiert Grünen-Plakat"


 50 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
18.09.2013
09:10:07


(+6, 8 Votes)

Von Kindergarten


Bei den Grünen gibt es im Süden der Republik wirklich einige merkwürdige Blüten. Montag kommt mir wie ein kleines Kind vor, welchem das Spielzeug weggenommen wurde. Soll er doch in die Anti-Eheöffnungskrabbelgruppen zurückgehen. Er ist eindeutig in der falschen Partei.


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#2
18.09.2013
09:16:52


(+7, 9 Votes)

Von Marek


Wenn es hilft, dem unsäglichen Peter Gauweiler von der CSU das Direktmandat wegzunehmen, soll mir das recht sein.

Viele Wähler von Grünen, Linkspartei und Piraten geben ihre Erststimme ja aus taktischen Gründen eh der SPD. Denn wenn man bei diesen kleineren Parteien nicht gerade einen Promi wie Gregor Gysi, Jürgen Trittin & Co als Direktkandidaten hat, dann wäre die Erststimme ansonsten vergeudet, weil es dann oft nur auf eine Entscheidung zwischen den Direktkandidaten von Union und SPD hinausläuft. Und die Union will ja wohl niemand unterstützen - dann doch lieber die SPD, selbst wenn man von denen auch kein Freund ist, denn im direkten Vergleich zur Union ist das immer noch besser.

Wir müssen auch mal das machen, was die Fans von Schwarz-Gelb schon immer erfolgreich gemacht haben: taktisch wählen. Und das heißt oft auch das Stimmensplitting zwischen Erst- und Zweitstimme.


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#3
18.09.2013
09:24:29


(0, 10 Votes)

Von Fennek
Antwort zu Kommentar #1 von Kindergarten


Ja, aber da die überwältigende Mehrheit der Grünen das anders aussieht, ist die Meinung von Jerzy Montag auch ziemlich egal.


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#4
18.09.2013
09:56:23


(+5, 5 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


die machen das, was die fdp nun im grossen stile bei der cdu macht..wählerverschickung

Bei diesem ticktack-taktik spiel könnte man aber auch gleich die parteien auflösen, und statt wahl, ein bundestags-malefitz oder mensch-ärger-dich-nicht spiel erfinden...
wer seine pappfiguren in die zielgerade bringt, darf in den bundestag einziehen.


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#5
18.09.2013
10:10:13


(+5, 7 Votes)

Von AlexFFM


Da schau her, der grüne Herr Montag, seines Zeichens auch noch rechtspolitischer Sprecher der Grünen, ist nicht nur gegen die vollständige Gleichstellung von Lesben und Schwulen, sondern keilt auch noch unter die Gürtellinie!

Wenn das ein Schwarzer oder Gelber gemacht hätte, wäre hier schon der nächste Shitstorm losgebrochen. Aber weil's ein Grüner ist, wird er zum bedauerlichen Einzelfall erklärt :-)

Als nächstes kommt dann wohl der Hinweis, dass Montag so tickt und ausgetitscht ist, weil er katholisch ist (die Redaktion konnte sich diesen Seitenhieb ja nicht verkneifen, obwohl sie bei Vorländer weder die Konfession noch das religiöse Elternhaus [Zitat von seiner Webseite zu seinen Eltern: "evangelische Pfarrerin und evangelischer Pfarrer" - übrigens eine Herkunftsparallele zu Merkel] ;-)erwähnt hat.


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#6
18.09.2013
10:31:44


(+2, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Mal sehen, ob Vorländers Husarenstreich wirklich von Erfolg gekrönt ist. Zu wünschen wäre es ihm.


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#7
18.09.2013
10:43:11


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam


Sehr gut. Noch besser, wenn dadurch Stimmen dazu kommen, um Gauweiler abzulösen. Kräfte bündeln ist doch OK. Herr Montag soll den ball flach halten. Er ist immer nur durch die Landesliste in den BT gekommen, also nie durch echte Bürgerbeteiligung, bzw Direktwahl.


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#8
18.09.2013
11:03:13


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


ER hat recht, um Gauweiler zu verhindern müssen die Gegenwahlstimmen auf eine Person fokussiert werden, auch wenn ich kein(nicht mehr) SPD Fan bin.


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#9
18.09.2013
11:10:16


(-3, 5 Votes)

Von Timm Johannes


In diesem speziellen Einzelfall hat die Queer-Redaktion Recht.

Die ERSTSTIMME sollte in jenem Wahlkreis an die SPD gehen, damit Gauweiler nicht wieder in den Bundestag einzieht und einen Jerzy Montag brauchen wir auch nicht unbedingt im Bundestag.

Man kann ja immer noch die Zweitstimme in jenem Wahlkreis den Grünen geben, aber die Erststimme gehört dort der SPD.


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#10
18.09.2013
11:12:35


(+7, 11 Votes)

Von falsche Partei
Antwort zu Kommentar #7 von LangsamLangsam


??

Bild-Link:
PapstBundestag_32194818.jpg


Bild-Link:
spitzenkandidatin-katrin-goering-eckardt.jpg


Bild-Link:
papst534_v-standardBig_zc-3ad1f7a1.jpg?version=204
56


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