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Die Organisation kritisiert Länder, in denen homophobe Gewalt nicht konsequent als Hassverbrechen verfolgt wird.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat am Mittwoch einen mehrseitigen Bericht zu Homophobie, Transphobie und Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern in Europa vorgelegt. Die EU und einzelne Länder, darunter Deutschland, werden darin wegen eines ungenügenden Vorgehens kritisiert.

Der Bericht (PDF-Dokument), der anhand von dokumentierten Fällen von Gewalt Forderungen aufstellt, kritisiert unter anderem an Deutschland, dass es keine spezielle Gesetzgebung gibt, die Hassverbrechen gezielt bestraft.

Auch werde von der Polizei homophob motivierte Kriminalität nicht erfasst. Diese erfasst zwar "politisch motivierte Kriminalität", hat als Untergruppe aber nur Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zur Auswahl. Neben Deutschland werden in diesem Zusammenhang Bulgarien, Italien, Lettland und Tschechien kritisiert.

Das Fehlen entsprechender Definitionen würde dazu führen, dass weniger zu diesen Hintergründen ermittelt und das Bewusstsein für homophobe Gewaltverbrechen nicht geschärft wird, so die Organisation. Weiter kritisiert der Report anhand der Fallbeispiele aus teils weiteren Ländern eine oft mangelnde Unterstützung von Opfern von Gewalttaten.

Amnesty International rät den Staaten daher unter anderem, Polizisten, Juristen und Mitarbeiter der Gesundheitssysteme zu den Themen sexuelle Orientierung und sexuelle Identität zu schulen.

Auch die Europäische Union sollte sich bei diesem Thema mehr engagieren und die Mitgliedsstaaten zu einem konsequenten und nachhaltigen Kampf gegen homo- wie transphobe Gewalt ermahnen. Auch sollte sie eine Richtlinie ändern, die zum Punkt Hassverbrechen nicht solche aufgrund der sexuellen Orientierung benennt. (nb)



#1 timpa354Ehemaliges Profil
  • 18.09.2013, 13:05h
  • Scheinbar ist Deutschland dank der Katholica nicht besser als Afrika, was eine diskriminierungsfreie Gesellschaft anbelangt. Allerdings gibt es hier doch sowieso für Mord und Totschlag keine adäquaten Gefängnisstrafen, jeder Banküberfall wird höher bestraft, was eindrucksvoll den Wert eines Menschen in Deutschland belegt. Materielles zählt und nicht Menschen.
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#2 Harry1972Profil
  • 18.09.2013, 15:39hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #1 von timpa354
  • "Materielles zählt und nicht Menschen."

    Stimmt, daß hat aber mit der wilhelminischen Gesetzgebung zu tun, auf der unsere Gesetze gründen. Das hier viel geändert werden muss, wird schon sehr lange reklamiert.

    Ich finde es gut, daß sich Amnesty International zu dem Thema äussert und klare Forderungen stellt.
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#3 MiroAnonym
  • 18.09.2013, 17:45h
  • Wenn man unbedingt den Straftatbestand "Hate Crime" einführen will, dann aber auch explizit für "Verbrechen aus Hass gegen Religionen und Gläubige", das wie in der Ukraine die Hasstat einer Inna Schewtschenko verfolgt und bestraft.
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#5 SilencioProfil
#6 SebiAnonym
  • 18.09.2013, 21:44h
  • Solange in Deutschland die CDU/CSU als politischer Arm der katholischen Kirche und ihre Schoßhündchen von der FDP das Sagen haben, wird sich das auch nicht ändern.

    Aber scheinbar interessiert es die Öffentlichkeit nicht mal, wenn eine Organisation wie Amnesty International Deutschland kritisiert (übrigens nicht zum ersten und sicher auch nicht zum letzten mal).
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#7 MiroAnonym
#8 HugoAnonym
  • 18.09.2013, 22:05h
  • "Neben Deutschland werden in dem Zusammenhang Bulgarien, Italien, Lettland und Tschechien kritisiert."

    Ich kann mir nicht vorstellen, das Ungarn besser als Deutschland da steht.
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#10 Simon HAnonym