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Überraschende Nach-Nominierung

Litauen schickt Homo-Hasser zum Europarat


Beim diesjährigen CSD in Vilnius wurde Petras Gražulis kurzzeitig festgenommen, nachdem er Teilnehmer beschimpft hatte

Petras Gražulis, der schon einen schwulen Mann ohrfeigte, vertritt sein Land ab Januar bei der europäischen Organisation.

Er kämpft im Parlament gegen Homo-"Propaganda" und auf der Straße mit Polizisten und Homosexuellen selbst. Nun soll Petras Gražulis, einer der umstrittensten Politiker des Landes, sein Land beim Europarat vertreten.

Der Politiker der an der Regierungskoalition beteiligten Partei Ordnung und Gerechtigkeit, der im Januar auf den Posten nachrückt, wurde bekannt durch mehrere Anläufe für einen Gesetzentwurf gegen Homo-"Propaganda"; 2010 überstimmte das Parlament gar den Präsidenten, um ein Gesetz zu verabschieden, das "Werbung für homosexuelle Beziehungen" verbietet. Nach Druck aus Brüssel wurde die Formulierung geändert, es verbietet seitdem tagsüber öffentliche Informationen, die "sexuelle Beziehungen von Minderjährigen ermuntern, die Familienwerte verunglimpfen oder ein Konzept von Ehe und Familie fördern, das nicht in der Verfassung vorgesehen ist".

Zudem stehen derzeit zwei weitere Gesetzentwürfe von Gražulis auf der Tagesordnung des Parlaments: Mit einem soll es Geldstrafen bis zu 1.740 Euro geben für Organisationen, die verantwortlich sind für die "öffentliche Erniedrigung von verfassungsrechtlichen moralischen Werten und verfassungsrechtlichen fundamentalen Werten des Familienlebens sowie für die Organisation von öffentlichen Veranstaltungen, die der öffentlichen Moral entgegenstehen".

Ein weiterer Gesetzentwurf von Gražulis soll zudem festlegen, dass Kritik an "sexuellem Verhalten oder sexuellen Praktiken und Überzeugen" ebenso wie Angebote, diese zu ändern, nicht "per se" als Diskriminierung oder Hetze angesehen werden können. Er fand bei einer erster Lesung vor wenigen Tagen eine deutliche Mehrheit.

Einsatz zur Rede- und Versammlungsfreiheit


Peter Gražulis (l.) beim Protest gegen den diesjährigen CSD in Vilnius

Regierungsvertreter wiesen nach einiger Medienkritik darauf hin, dass Gražulis für den neuen Job traditionell die Präambel des Statuts des Europarates unterzeichnen musste. Sie benennt unter anderem die Bewahrung und den Ausbau von Menschenrechten und fundamentalen Grundrechten als Ziele der Organisation.

Generalsekretär Thorbjørn Jagland sagte dem litauischen Magazin delphi dazu, man habe kein Mandat für eine Homo-Ehe oder ähnliche Rechte. Mitglieder müssten aber Freiheiten wie das der Rede und Versammlung einhalten und diese müssten auch für Schwule und Lesben gelten.

Ohrfeige für CSD-Teilnehmer

Damit hat Gražulis durchaus ein Problem. So demonstrierte er in diesem Jahr am Rande des CSD in Vilnius und beschimpfte die Teilnehmer per Megaphon. Dazu trug er einen Desinfektionsanzug und ein entsprechendes Spritzgefäß. Die Polizei nahm ihn deswegen zwischenzeitlich fest.

Bereits 2010 hatte er am Rande des CSDs protestiert und Teilnehmer beschimpft, einen Teilnehmer hatte er gar geohrfeigt. Aufgrund seiner parlamentarischen Immunität hatte das keine weiteren Konsequenzen.

Der Politiker, der 2012 bei einer Pressekonferenz zum Internationalen Tag gegen Homophobie Homosexualität mit Sex mit Tieren und Toten verglichen sowie eine Ausweisung aller Schwulen und Lesben gefordert hatte, sagte zu der Europarats-Präambel, er habe gar nicht genau gelesen, was er da unterschrieben habe. (nb)



#1 BerlinProfil
  • 18.09.2013, 19:16hBerlin
  • diese person ist norbert geiss von litauen, nur ohne hochschulabbildung und jene intelligenz. waehrend der sowjetzeit sass er viele male im gefaengnis fuer die resistenz und heimliche verbreitung der information ueber die verfolgung der lit. katholischen kirche nach ausland.
    in einem von diesen photos ist abgebildet, wie er waehrend der protestaktion gegen den diesjaehrigen baltic pride 2o13 in vilnius vor dem dom eine spezielle desinfektionskleidung traegt, um danach die hauptstrasse von der "epidemie der paederastie" zu dezinfektieren.
    das hat er spaeter mit seinen unterstuetzern und seinem weggefaehrten aus diesen zeiten, dem priester svarinskas auch gemacht.
    darunter war auch ein mitglied einer kleinen liberalenpartei aus dem stadrat von vilnius, verkleidet als der rattenfaenger mit einer kleintrompete aus dem beruehmten maerchen von brueder grimm.
    seine begruendung :
    "die schwule verfuehren genauso die kinder und fuehren sie aus ihren familien fuer immer ab".
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#2 goddamn liberalAnonym
#3 TimonAnonym
  • 18.09.2013, 20:07h
  • Soviel zur Trennung von Staat und Kirche...

    Es ist schon ein Skandal, dass so ein Land, das demokratischer Grundsätze so mit Füßen tritt, überhaupt in der EU ist.

    Dass die EU aber auch noch solche Leute als Vertreter eines Landes akzeptiert, ist wirklich das letzte...

    Sorry, aber diese EU hat den Untergang verdient.
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#4 timpa354Ehemaliges Profil
  • 18.09.2013, 20:28h
  • Jetzt schicken die schon offen Kriminelle zum Europarat und wer steckt dahinter, wieder mal die Schwarzkittel der katholischen Kirche. Ich denke sie erhoffen sich davon die Aushöhlung der europäischen Menschenrechtsstatuten, gegen Homosexuelle, die müssen besessen sein die Katholiken nur von was? Von Gott? Nie und nimmer eher vom Gegenteil.Sich dafür auch mit kriminellen Irren gemein zu machen, zeigt die ganze verlogene, verkommene Moral der katholischen Kirche.
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#5 alexander
  • 18.09.2013, 20:39h
  • [sagte zu der Europarats-Präambel, er habe gar nicht genau gelesen, was er da unterschrieben habe. (nb)]
    hier hat er doch letztlich selbst unterschrieben, dass er in keinster weise für einen politischen job geeignet ist! den können sie als KOMIKER verbraten, wenn überhaupt!
    was hat dieser vollpfosten im EUROPARAT überhaupt zu suchen?
    darf nun schon jeder hergelaufene lackel im EU-RAT "mitbestimmen"?
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#6 HinweisAnonym
#7 EUROPAAnonym
#8 Sie wnihAnonym
  • 18.09.2013, 21:04h
  • Antwort auf #6 von Hinweis
  • Und jetzt sollen alle die AGBs der europäischen Eliten durchforsten, um deren Zusammenspiel im Detail zu kennen? Die Mehrheit der MdBs hat noch nicht mal den Lissabon-Vertrag gelesen.
    So etwas nennst Du Hinweis?
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#9 SebiAnonym
#10 FoXXXynessEhemaliges Profil