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#RBGF-Kampagne (Right Behind Gay Footballers)

England: Erster Fußballclub unterstützt Regenbogen-Schnürsenkel


Phil Jagielka zeigt seine Schuhe mit Regenbogenschnürsenkeln, die ein Zeichen an schwule Fußballer senden sollen (Bild: Everton FC)

Der Erstligist Everton FC hat angekündigt, dass seine Spieler am Wochenende ein Zeichen für schwule Fußballprofis setzen werden.

Zwei Tage nach dem Start einer Kampagne der britischen Homo-Organisation Stonewall für ein sichtbares Zeichen der Solidarität gegenüber schwulen Profifußballer hat sich ihr der erste Fußballverein angeschlossen.

Teamcaptain Phil Jagielka werde am Samstag beim Auswärtsspiel gegen West Ham United in London wie weitere Spieler Schnürsenkel in Regenbogenfarben tragen, kündigte der Verein aus Liverpool am Mittwoch an. In Zusammenarbeit mit dem Wettbüro Paddy Power hatte Stonewall entsprechende Schnürsenkel an alle 134 Sportvereine aus den Profiligen in England, Schottland und Wales verschickt.

Jagielka, der auch Verteidiger in der englischen Nationalmannschaft ist, sagt auf der Clubwebseite: "Für mich und den Rest der Jungs bei Everton ist die Sexualität eines Spielers nicht wichtig, anders als seine Fähigkeit auf dem Rasen. Wir tolerieren in Everton keine Diskriminierung und der Club arbeitet hart daran, diese Aussage an die Fans zu leiten."

"Niemand solle denken, dass er nicht er selbst sein kann – auf dem Platz wie auch sonst", so Jagielka weiter. "Daher unterstützen wir diese Initiative."

Aktion am Wochenende

Stonewall hatte die bis zu 5.000 Spieler in den Profiligen aufgefordert, die Schnürsenkel bei den Spielen an diesem Wochenende zu tragen (queer.de berichtete). Am Mittwoch hatte der britische Fußballverband sein Okay zu der Aktion gegeben, allerdings kritisiert, nicht in die Planung involviert gewesen zu sein. Man hätte gerne mit Stonewall zusammengearbeitet, hieß es, und stehe dafür auch in Zukunft bereit. Man würde auch bei der Auswahl von Partnern helfen.

An der Auswahl eines Wettbüros als Partner der Aktion gibt es durchaus Kritik. Die Firma biete aber eine weitere Gelegenheit, Spieler und Fans zu erreichen, sagte Stonewall dazu.

Regenbogenflagge am Stadion

Unabhängig von der Kampagne kündigte der Zweitligist Bradford aus Yorkshire am Mittwoch an, in Zukunft bei Heimspielen dauerhaft eine Regenbogenflagge am Stadion zu befestigen, um ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen. Die Flagge sei ein Zeichen für die Akzeptanz des Clubs, sagte ein Sprecher; man heiße Spieler und Zuschauer aus allen Bereichen willkommen.

Das Stadion des Clubs wurde 1985 durch eine Brandkatastrophe weltweit bekannt, 56 Zuschauer kamen dabei ums Leben. Zusammen mit weiteren Unglücken führte das zu einer umfassenden Reform des Fußballs auf der Insel. Nachdem die Stadionsicherheit erhöht und der Hooliganismus stark zurückgedrängt wurde, hatten sich die Fußballclubs und -verbände zuletzt um gesellschaftliche Entwicklungen gekümmert. Rassistische oder homophobe Sprüche auf der Tribüne werden etwa durch Stadionverbote und Anzeigen bekämpft.

Wöchentliche Umfrage

» Wird sich in den nächsten fünf Jahren in Deutschland ein schwuler Profi-Fußballer outen?
    Ergebnis der Umfrage vom 16.9.2013 bis 23.9.2013


#1 timpa354Ehemaliges Profil
#2 ****Anonym
  • 18.09.2013, 20:43h
  • Philip Phil Nikodem Jagielka (* 17. August 1982 in Sale, Greater Manchester) ist ein englischer Fußballspieler polnischer Abstammung.
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#3 ******Anonym
  • 18.09.2013, 20:47h
  • Antwort auf #2 von ****
  • Jagielka was born in Manchester, Greater Manchester.

    An England international with 21 caps, Jagielka was also eligible to represent Poland through his Polish-born grandfather Nikodem.

    Jagielka is of Polish and Scottish descent.
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#4 SebiAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.09.2013, 22:00h
  • Sehr gut und weitere Clubs werden sich auf jeden Fall anschließen. Beim DFB und der DFL hat leider keiner die Eier in der Hose, diese Aktion auch auf die 1., 2. und 3. Liga umzumünzen!
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#6 SmileyEhemaliges Profil
  • 19.09.2013, 10:27h
  • Theoretisch müßten solche Aktionen für die beteiligten Clubs doch einem wirtschaftlichen Selbstmord gleichkommen?
    Vertragen sich in heteronormativ-sexistisch-Welt Regenbogenschuhbandl mit Trikotwerbung? Regenbogenflaggen mit Bandenwerbung? Wo doch Werbepartner und Sponsoren im globalen Kapitalismus so große Probleme mit "homo" haben?

    www.queer.de/detail.php?article_id=20053&antwort_zeigen=
    ja#c12


    Zumindest wird's eng mit der Hollywoodkarriere ...
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#7 billiger PolemikAnonym
  • 19.09.2013, 13:17h
  • Antwort auf #6 von Smiley
  • Kein Mensch hat je behauptet, dass ein bisschen Zielgruppenmarketing und -diversifizierung und Toleranz-Trallala sich nicht bestens mit dem globalen Kapitalismus verträgt. Ganz im Gegenteil. Das wird in dem von dir verlinkten Text sogar ausdrücklich so gesagt. Fakt ist aber, dass der einzelne schwule Profi im Milliardengeschäft Fußball, das letztlich durch die Interessen der profitierenden Konzerne gesteuert wird, NICHT mehr über dieselben Möglichkeiten verfügt, am überwiegend heterosexistischen Werbe- und überhaupt massenmedialen Zirkus teilzunehmen bzw. im Sinne dieser Interessen eingesetzt zu werden und daran selbst zu partizipieren. Der Marktwert, ermittelt auf Basis "finanzwirtschaftlicher und verhaltenswissenschaftlicher Daten" * ist eben NICHT mehr derselbe, da der betreffende Spieler nicht mehr in der gleichen Weise nach den Leitlinien der herrschenden Geschlechterrollen und als "Frauenheld" in Szene gesetzt werden kann. Auch ihm selbst stehen damit bei weitem nicht mehr so viele lukrative Verdienstmöglichkeiten offen wie einem heterosexuellen Spieler.

    Offensichtlich reagieren manche Kapitalismus- und Marktanbeter hier hysterisch, wenn mal jemand simple Fakten, die - hinter vorgehaltener Hand - jeder im Fußballgeschäft auch so konstatiert, angesprochen werden.
    *
    staseve.files.wordpress.com/2012/08/transfairs-bundesliga.jp
    g
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#8 hinterherhinkenAnonym
#9 *act localAnonym