Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 19.09.2013           11      Teilen:   |

Protest soll dennoch stattfinden

"Olympischer" LGBT-Protest in Moskau verboten

Artikelbild
Nikolai Aleksejew bei einer seiner zahlreichen Verhaftungen

Eine Demo in der nächsten Woche vor den Büros der Sotschi-Veranstalter wurde wegen des "Propaganda"-Gesetzes nicht genehmigt.

Die Moskauer Stadtverwaltung hat es schwulen und lesbischen Aktivisten nicht erlaubt, am 26. September einen Protest vor dem Moskauer Büro der Veranstalter der Olympischen Winterspiele in Sotschi abzuhalten.

An dem Tag sind Verantwortliche des Internationalen Olympischen Komitees in der Stadt, um sich über die letzten Vorbereitungen zu informieren und eine Pressekonferenz abzuhalten. Nach Auskunft der Organisation GayRussia, das den Protest angemeldet hatte, begründete die Stadtverwaltung das Verbot mit dem neuen landesweiten Gesetz gegen Homo-"Propaganda".

In der Ablehnung heißt es, das Ansinnen der Demonstranten sei es offensichtlich, durch das Abhalten von öffentlichen Veranstaltungen die "homosexuelle Kultur zu verbreiten" und psychologisch auf die Bevölkerung einzuwirken. Darunter auch auf Kinder, "die ungewollt dazu gezwungen werden", diese Aktionen zu sehen und zu hören und innerlich aufzugreifen.

Fortsetzung nach Anzeige


Protest soll trotzdem stattfinden

Der GayRussia-Aktivist Nikolai Aleksejew wurde gewarnt, dass er für eine solche Aktion rechtlich haftbar sei. Der Organisator des Moskauer CSDs, dessen Proteste immer vorab verboten wurden, auch, als es das "Propaganda"-Gesetz noch nicht gab, hat angekündigt, dass er trotzdem demonstrieren will. Das war in der Vergangenheit immer in Verhaftungen und teilweise in Gewalt durch Gegendemonstranten geendet.

Aleksejew hatte auch in Sotschi selbst einen Protest angemeldet, für den Tag der Eröffnung der Olympischen Winterspiele. Durch ein Dekret Putins wurden allerdings alle Demonstrationen in weiten Teilen der Stadt während der Spiele verboten. Auch die Einrichtung eines "Pride House", eine Versammlungsstätte für LGBT-Athleten, wie es sie bei einigen Spielen gab, war nicht genehmigt worden.

Der Protest in der nächsten Woche sei nur eine von vielen Möglichkeiten, um die Olympischen Spiele zu nutzen, um auf die Situation von LGBT in Russland hinzuweisen, sagte Aleksejew. Einen Boykott der Spiele lehnte er erneut ab, wie viele andere russische Aktivisten.

Aktivist zunehmend umstritten

Einen entsprechenden Boykott hatten vor allem US-Aktivisten in den letzten Wochen ins Spiel gebracht und sich auch ansonsten häufig über die Wünsche von russischen Aktivisten gestellt. Auch wurde Nikolai Aleksejew wegen einiger Äußerung zu Unrecht als "Schoßhund Putins" kritisiert.

Der Aktivist konterte mit teils berechtigter Gegenkritik, aber auch mit unwürdigen Beschimpfungen und antisemitischen Äußerungen. Das hat zu einer weiteren Isolierung des schon immer umstrittenen Aktivisten geführt, so hat Mitstreiter Nikolai Baew – nicht zum ersten Mal – die Zusammenarbeit eingestellt. Hinter GayRussia stehen allerdings weitere Aktivisten, die unumstritten sind, und einige Proteste der Organisation werden auch von anderen Gruppen und Aktivisten mitgetragen.

Aus Deutschland heraus läuft gerade ein Online-Protest gegen die Sponsoren der Olympischen Winterspiele (queer.de berichtete). (nb)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 11 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 123             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: russland, sotschi, olympia, nikolai aleksejew
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu ""Olympischer" LGBT-Protest in Moskau verboten"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
19.09.2013
13:21:40


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Für die russischen LGBT-Aktivisten gilt nur eines: nicht einschüchtern lassen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
19.09.2013
15:33:48


(+7, 9 Votes)

Von dragan
Aus Dresden (Sachsen)
Mitglied seit 25.06.2010


Nikolai wirft aber keine Katzen an die Wände!

Bild-Link:
Pussy-Riot.jpg


Pussy Riot stürmte am 1. Mai eine McDonalds-Filiale, ausgerüstet mit lebendigen Katzen, die sie über den Tresen hinweg auf das Verkaufspersonal und gegen die Wände schleuderten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
19.09.2013
17:29:11
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #2 von dragan


Wusste gar nicht, dass die Katzen-Lady aus den Simpsons zu Pussy Riot gehört! ;-)


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
19.09.2013
17:30:49


(+3, 5 Votes)

Von katzeklo
Antwort zu Kommentar #2 von dragan


Zitate von Nawalny, dem derzeitigen Liebling der transatlantischen Elitejournalisten deutscher Sprache:

Wissen Sie, dass Moskau die Stadt mit den weltweit meisten Migranten ist. Ist das in Ordnung?

40 Prozent aller männlichen Tadschiken wohnen in Moskau. Fast ganz Tadschikistan ist nach Moskau gefahren. Ist das richtig?

Wenn die Zeit gekommen ist, wann man die Bengalos anzünden und Autos umwerfen muss, werde ich es ihnen sagen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
19.09.2013
17:55:58


(0, 2 Votes)

Von Sebi


Das einzige, was wirklich ein Zeichen setzt, ist Boykott!

Alle anderen Formen von Protest und Kritik werden ja eh unterdrückt und unmöglich gemacht.

Also bleibt nur noch der Boykott, wenn man nicht tatenlos wegsehen will...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
19.09.2013
18:10:28


(+5, 7 Votes)

Von den Spielen


Der republikanische US-Senator John McCain antwortet in einem leidenschaftlichen Artikel für die russische Zeitung "Pravda" auf Vorwürfe des russischen Präsidenten. Wladimir Putin hatte die USA in der "New York Times" als überheblich bezeichnet, ihr Verhalten gegenüber Staaten wie Syrien als brutal und alarmierend.

Link zu www.spiegel.de

Manche können Monopoly, manche Schach.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
19.09.2013
18:32:30


(+3, 5 Votes)

Von porokusi


noch skurileres aus Russland:

Link zu www.spiegel.de

Finde aber sehr anständig, dass der Regisseur auf staatliche Förderung verzichtet und das Geld jetzt im Ausland auftreiben will. Hoffentlich wird er fündig. Schön das es auch noch vernünftige Menschen gibt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
19.09.2013
18:45:45


(+3, 5 Votes)

Von Surenhohn
Antwort zu Kommentar #6 von den Spielen


Noch am 7. September, vor nicht einmal zwei Wochen, wurde Putin weltweit als Komplize und Patron des angeblichen Massenmörders Assad geschmäht. "Typen wie Putin und Assad", schrieb die Süddeutsche Zeitung Syrien: Wie die Süddeutsche einfach den Kommentator auswechselt) und setzte damit den syrischen Diktator gleich mit dem in Russland regulär gewählten Volkstribun.
Dass Putin nun ausgerechnet im Schwesterblatt der Süddeutschen publiziert, demütigt die Münchner, die inzwischen ihre Syrien-Berichterstattung aufgrund zahlreicher Leserproteste vorerst ohne Außenpolitik-Chef Stefan Kornelius reduziert fortsetzen.

Link zu www.heise.de

Zur Wiege der Demokratie

Link zu www.spiegel.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
19.09.2013
18:50:33


(+3, 5 Votes)

Von Scurrilitas
Antwort zu Kommentar #7 von porokusi


Aus Berlin:

Die Russische Filmwoche in Berlin wird von der russischen Generaldirektion für internationale Filmfeste Interfest in Kooperation mit der Berliner Agentur Interkultura Kommunikation und mit freundlicher Unterstützung des Kulturministeriums der Russischen Föderation und des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur in Berlin veranstaltet.
Das Festival steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, und des Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafters der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland, Vladimir M. Grinin.

Auch in diesem Jahr ist Hauptförderer die GAZPROM Germania GmbH, die dem Festival seit seinen Anfängen ein zuverlässiger Partner ist.

Link zu www.russische-filmwoche.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
20.09.2013
00:10:22


(+1, 1 Vote)
 
« zurück  12  vor »


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck: "Ich bin noch lange nicht weg" Leander Haußmann will Merkel wählen – wenn sie die Ehe öffnet Bis zum Jahr 2000 durften Schwule keine Berufssoldaten werden Volker Beck: Der Beste wurde kaltherzig abserviert
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt