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  • 19.09.2013           141      Teilen:   |

Papst: Thema Homosexualität nicht überbewerten

Artikelbild
Papst Franziskus äußert sich seltener und milder über das Thema Homosexualität und scheint das nun zur Linie machen zu wollen. Diese ist allerdings noch nicht überall angekommen.

Papst Franziskus hat sich in einem langen Interview gegen die kirchliche Ausgrenzung von Homosexuellen gewandt.

Papst Franziskus hat in einem neuen Interview gefordert, dass sich die Kirche nicht nur mit moralischen Reizthemen befassen und damit Personen ausgrenzen sollte. "Es darf keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben", sagte der Papst im Gespräch mit einer italienischen Jesuiten-Zeitung, das auch von Radio Vatikan verbreitet wurde.

Als Kirche müsse man Wunden pflegen, sagte der Papst zur Einleitung des Themas. "In Buenos Aires habe ich Briefe von homosexuellen Personen erhalten, die 'soziale Wunden' sind, denn sie fühlten sich immer von der Kirche verurteilt. Aber das will die Kirche nicht. Auf dem Rückflug von Rio de Janeiro habe ich gesagt: Wenn eine homosexuelle Person guten Willen hat und Gott sucht, dann bin ich keiner, der sie verurteilt."

Die Religion habe zwar das "Recht, die eigene Überzeugung im Dienst am Menschen auszudrücken". Als er gefragt worde sei, ob er Homosexualität billige, habe er aber einst geantwortet: "Sag mir: Wenn Gott eine homosexuelle Person sieht, schaut er die Tatsache mit Liebe an oder verurteilt er sie und weist sie zurück?" Mann müsse die Personen in ihrer jeweiligen Situation mit Barmherzigkeit begleiten.

Das gelte auch für Frauen, die eine Abtreibung hatten, so der Papst weiter. "Der Beichtstuhl ist kein Folterinstrument, sondern der Ort der Barmherzigkeit, in dem der Herr uns anregt, das Bestmögliche zu tun".

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Andere Prioritäten setzen

"Wir können uns nicht nur mit der Frage um die Abtreibung befassen, mit homosexuellen Ehen, mit der Verhütungsmethoden. Das geht nicht", sagte der Papst. Ihm selbst sei vorgeworfen worden, diese Themen zu wenig anzusprechen. "Aber wenn man davon spricht, muss man den Kontext beachten." Die Ansichten der Kirche, zu denen er stehe, seien bekannt. Aber man müsse sie nicht immer zum Thema machen.

Nicht alle moralischen und dogmatischen Grundlagen der Kirche seien gleichwertig, so der Papst weiter. Man sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren, auf das, "was das Herz glühen lässt".

Papst unterstützt Berliner "Marsch für das Leben"

Im Vergleich zu seinen Vorgängern hatte der Papst in seinen ersten Dienstmonaten deutlich seltener über Homosexualität gesprochen – und deutlich milder. Allerdings gingen auch unter ihm die Kämpfe der Kirche gegen die Einführung einer Homo-Ehe oder einer Ehe-Öffnung in vielen Staaten weiter – mit teils drastischen Äußerungen.

Allerdings hat Papst Franziskus den für Samstag in Berlin geplanten "Marsch fürs Leben" unterstützt; dem Chefredakteur von k-tv, Martin Lohmann, schrieb er jetzt stellvertretend für die Abtreibungsgegner einen Brief: "Gerne verbindet sich Seine Heiligkeit mit den Teilnehmern am Marsch für das Leben im Gebet und bittet Gott, alle Bemühungen zur Förderung des uneingeschränkten Schutzes des menschlichen Lebens in allen seinen Phasen mit seinem Segen zu begleiten."

Der Berliner LSVD hat zusammen mit dem Bündnis sexuelle Selbstbestimmung zu einer Gegenveranstaltung zu der Versammlung "religiöser Fundamentalisten" aufgerufen. Treffen ist am Samstag um 13 Uhr vor dem Brandenburger Tor. (nb)

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Tags: papst, franziskus, kirche, katholische kirche
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Reaktionen zu "Papst: Thema Homosexualität nicht überbewerten"


 141 User-Kommentare
« zurück  12345...1415  vor »

Die ersten:   
#1
19.09.2013
20:01:40


(+9, 15 Votes)

Von alexander
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in rom verdunkelt der KREIDESTAUB die sonne!


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#2
19.09.2013
20:10:41
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(-13, 23 Votes)

Von Martin28a
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Gute Sache
Dieser Papst gefällt mir immer besser


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#3
19.09.2013
20:18:14


(-12, 20 Votes)

Von anome


Eine sehr gute Wahl haben die Kardinäle da getroffen.


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#4
19.09.2013
20:29:08


(+10, 14 Votes)

Von carolo


Die Pfaffen sollten sich überhaupt viel mehr um ihren eigenen Kram kümmern.

Ach nee... Geht ja auch nicht, wenn sie weniger über Homosexualität reden wollen. ;-)


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#5
19.09.2013
20:42:38


(-12, 18 Votes)

Von Klärchen


Ist es schlecht, wenn jemand FÜR das Leben und GEGEN Abtreibung ist?


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#6
19.09.2013
20:45:33


(+4, 8 Votes)

Von TheDad
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""Allerdings hat Papst Franziskus den für Samstag in Berlin geplanten "Marsch fürs Leben" unterstützt; dem Chefredakteur von k-tv, Martin Lohmann, schrieb er jetzt stellvertretend für die Abtreibungsgegner einen Brief""..

Martin Lohmann, studierter Theologe, ist nicht nur der Chefredakteur von k-tv, seit 32 Jahren Mitglied der CDU und 2009 Mitbegründer des ""Arbeitskreises Engagierter Katholiken"" in der CDU (AEK)..
Er ist auch seit 2001 Mitglied des ""Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem""..

Dieser Orden ist eine "juristische Person des kanonischen Rechtes" und untersteht seit 1949 direkt dem jeweiligem Papst !

Das dieser Mann sich anschickt mit einer Demonstration am Tage vor der Bundestagswahl nach dem amerikanischem Vorbild der ""March for Life""-Bewegung in den Wahlkampf einzugreifen, hat die gleiche Qualität wie die französische Anti-Ehe-Öffnungs-Kampagne ""Manif pour Tous""..

Dieser Mann ist hochgradig gefährlich, weil er als Agitator seine Anweisungen direkt vom Papst und dem Leiter der ""deutschen Stadthalterei"" des Ordens, Erzbischof von München und Freising Reinhard Kardinal Marx erhält..

Ich kann nur hoffen das die geplante Gegendemonstration von zahlreichen Menschen einen entsprechenden Gegenpol zu den Hassreden von Lohmann setzt !


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#7
19.09.2013
20:54:12


(+10, 14 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Verdammt! Die Homosexuellen wollen keine Barmherzigkeit, Mitleid oder irgendeine
andere unverschämte Behandlung. Sie wollten die gleichen Rechte und sie wollen Respekt. Mehr nicht!


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#8
19.09.2013
21:15:10
Via Handy


(-9, 17 Votes)

Von Altkatholik


Wenn Benedikt schon so warmherzig über Schwule gesprochen hätte wie Franziskus wäre ich aus der Kirche nicht ausgetreten.


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#9
19.09.2013
21:18:02


(+10, 16 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #8 von Altkatholik


Die Entscheidung auszutreten war richtig !

Mann braucht keine Amtskirche die einem sagt wie Mann zu leben hat..


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#10
19.09.2013
21:28:02


(+10, 10 Votes)

Von alexander
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Antwort zu Kommentar #5 von Klärchen


deine rede :
[Ist es schlecht, wenn jemand FÜR das Leben und GEGEN Abtreibung ist?]
denkst du an dieser stelle nicht etwas Schlicht?

wie kann dieser verein für das leben sein, wenn er kondome verbietet und schon allein damit für tausende "aidstote" und "abtreibungen" verantwortlich ist???
anstatt sich, gerade wegen seines einflusses, um AUFKLÄRUNG und HILFE, für die betroffenen zu bemühen?
abgesehen von der überbevölkerung der erde, die ja auch unseren staat nicht juckt, der immer schreit : die deutschen sterben aus!!!
mal ehrlich, die welt kann auch ohne deutsche leben!
aber wie auch immer, dieser verein, der immer NACH DEM KINDESWOHL SCHREIT und letztlich das gegenteil praktiziert, z.b. der entzug von mitteln für kinderheime, wenn ihnen der tenor nicht mehr passt, geschweige von den missbrauchsfällen!!! verlogenheit und VERANTWORTUNGSLOSIGKEIT VON A - Z !!!

ein schönes beispiel auch, die in italien praktizierten, prunkvollen prozessionen, die ohne mafiagelder nicht finanzierbar wären!


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