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  • 20.09.2013               Teilen:   |

Clubs vorab nicht in Planung einbezogen

England: Erste Fußballclubs gegen Regenbogen-Schnürsenkel

Artikelbild
Zumindest einige Spieler werden am Wochenende mit Schnürsenkeln in Regenbogenfarben auf den Platz laufen

Unter anderem Manchester United kritisiert Verknüpfung der Kampagne mit einem Wettbüro.

Mehrere britische Fußballclubs haben angekündigt, dass ihre Fußballer am Wochenende nicht mit Regenbogenschnürsenkeln auf den Platz laufen werden. Die LGBT-Organisation Stonewall hatte die bis zu 5.000 Spieler in den Profiligen in England, Schottland und Wales mit den Schnürsenkeln ausgestattet und aufgefordert, diese bei den Spielen an diesem Wochenende zu tragen, um ein Zeichen an schwule Profifußballer zu setzen (queer.de berichtete).

Die Kampagne "Right behind gay footballers" war am Montag in Zusammenarbeit mit dem Wettanbieter Paddy Power gestartet worden und hatte schnell an Fahrt gewonnen, auch durch eine gezielte Nutzung von sozialen Medien. Am Mittwoch hatte der Erstligist Everton aus Liverpool als erster Fußballclub erklärt, dass die Spieler am Samstag mit den Schnürsenkeln auflaufen werden (queer.de berichtete). Gary Linecker, populärer Ex-Fußballer und Moderator der BBC-Sportschau "Match of the day", versprach, sie in der Sendung am Samstag zu tragen.

Doch am Donnerstag meldeten die ersten Clubs, dass sie sich an der Aktion nicht beteiligen werden, darunter der amtierende Meister Manchester United. Nicht wegen der Kampagne an sich, sondern wegen der Beteiligung des Wettbüros.

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Zukünftige Zusammenarbeit versprochen

Everton-Kapitän Phil Jagielka mit den Schnürsenkeln. Sponsor des Clubs ist Paddy Power.
Everton-Kapitän Phil Jagielka mit den Schnürsenkeln. Sponsor des Clubs ist Paddy Power.

So kritisierten Manchester United, Tottenham und Norwich City gegenüber dem "Guardian", dass sie nicht vorab von der Aktion erfahren hätten und so nicht mit ihren jeweiligen Sponsoren hätten abklären können.

Anders als Everton, das von Paddy Power gesponsert wird, hat etwa Manchester United einen Sponsorenvertrag mit dem Rivalen SBOBET. Auch bestehe die Befürchtung, dass eine Beteiligung an dieser Kampagne zu weiteren Aktionen führen würden, die nicht nur der guten Sache an sich dienten, so die Clubs.

Manchester United verwies darauf, dass es die Anti-Rassimus-Kampagne des Fußballverbands, "Kick it out", umfangreich unterstützt habe und es begrüße, wenn Stonewall in Zukunft direkt mit Verband und Verein spreche, "anstatt mit einem kommerziellen Dienstleister an einer Kampagne zu arbeiten, die Clubs und Spieler zunächst nicht involviert".

Auch Tottenham und Norwich gaben an, hinter der Botschaft der Kampagne zu stehen, aber aufgrund der Verknüfung mit Paddy Power nicht handeln zu können. Man werde aber gerne mit Stonewall zusammenarbeiten, "um Homophobie auszulöschen", so ein Statement von Tottenham.

Ursprünglich hatte Stonewall viel Lob für die Kampagne bekommen; das Blog einer angesehenen Werbeagentur listete gleich mehrere Gründe, warum sie vergleichsweise viel Beachtung fand. Doch die Zusammenarbeit mit Paddy Power könnte Türen sowohl geöffnet als auch geschlossen haben. (nb)

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Tags: fußball, großbritannien, england, schnürsenkel, everton, manchester united
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