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Aufruhr in Griechenland über den neuen Film von Oliver Stone: Griechische Anwälte wollen klagen, weil Alexander als bisexuell dargestellt wird

Von Tanja Reinsfelder

Schon vor Kinostart sorgt der Film "Alexander" in Griechenland für großen Wirbel. Weil Alexander der Große in diesem Kino-Epos als bisexuell dargestellt wird, haben eine Gruppe von griechischen Anwälten am Freitag bekanntgegeben, dass sie den Regisseur und die Warner-Brothers-Filmstudios außergerichtlich dazu aufgefordert haben, in den Vorspann eine Bemerkung aufzunehmen, die deutlich macht, dass der Film nicht auf Fakten basiert und Fiktion ist. Yannis Varnakos, der Sprecher der Anwaltsgruppe, gab zwar zu, dass er den Film noch nicht gesehen hat, aber schon genug Beweis gesammelt habe, um davon auszugehen, dass der Film auf "unzutreffenden Referenzen" beruht. Weder Stone noch Warner Brothers haben bis jetzt auf die angedrohte Klage reagiert.

"Alexander" zeigt, mit Colin Farrell in der Hauptrolle, das Leben des großen Feldherrn von seiner Jugend bis hin zu seinem einsamen und mysteriösen Tod als Herrscher des größten Reiches der Weltgeschichte. Da schon Historiker wie Plutarch und Curtius in der Antike keine Geheimnisse um Alexanders Bisexualität machten, wurde auch dieser Teil der Persönlichkeit des Herrschers in den Film mit aufgenommen. Auch moderne Historiker sind sich einig, dass Alexander bi, wenn nicht sogar schwul war. Griechen haben diese Theorien jedoch zu keiner Zeit akzeptiert und bestehen darauf, dass er hetero war.

Bereits Anfang Oktober gab es Diskussionen über "Alexander", dessen Kinostart angeblich verschoben wurde, um auf Druck der Studiobosse einige schwule Sexszenen aus dem Film herauszuschneiden. Jeff Robinov, Produktionsvorsitzender von Warner Brothers, hatte dieses revidiert. Man habe keine Sexszenen geschnitten, den Filmstart stattdessen nach hinten gelegt, um eine bessere Berücksichtigung bei den Oscar-Nominierungen zu bekommen.

22. November 2004



26 Kommentare

#1 HolgerAnonym
#2 SchnuffiAnonym
  • 22.11.2004, 16:12h
  • Wie schnell doch die Menschen vergessen.
    Selbst ihr bedeutendster Philosoph Platon
    schrieb und das kann jeder nachlesen:
    Einen Kanben zum Verlieben
    und eine Frau zum Kinderkriegen.
    Ja so warn's
    die alten Griechen-Männer und sind's heute noch
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#3 wolfAnonym
  • 22.11.2004, 16:28h
  • 3 griechen an einem "taverna-tisch", 6 meinungen ! ein hoch auf diesen individualismus.
    der "moderne" grieche hatte schon vor 30 jahren nur soviel mit seiner geschichte zu tun, wie es ihm in den kram passte, besonders was das sexualverhalten betraf.
    warum spricht man eigentlich von griechischer liebe ?
    das die homosexuelle liebe, respektive unter männern, einen gesellschaftlich sehr hohen stellenwert einnahm, lässt sich ohnehin nicht mehr bestreiten.
    interessant ist aber, dass die griechen den makedonier alexander für sich vereinnahmen wollen?
    perefitte hat es in seinem roman herrlich auf den punkt gebracht. ich wage zu bezeifeln, dass ein amerikanischer film dazu in der lage ist.
    aber geschichtlich ist es phantastisch, provokativ zu behaupten: alle griechen stammen von schwulen ab.
    deshalb glauben sie wohl klagen zu müssen ??
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#4 MichaelAnonym
  • 22.11.2004, 16:50h
  • Tja...schon lustig. Man hat allgemein kein Problem Hitler ohne wirkliche Beweise als Schwulen abzustempeln(sieht man mal von unserer braunen Fraktion ab, die das natürlich nicht mag)....aber wehe man versucht das mit Antiken Helden oder anderen berühmten Persönlichkeiten. Die Psychos sind alle schwul und die Idole alle hetero....that's life....
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#5 ZefaniaAnonym
  • 22.11.2004, 17:04h
  • Wen interresiert das eigentlich noch wer 356 v. Ch. Bi oder Schwul war??? Es gibt ganz Aktuellere Probleme
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#6 HannahAnonym
  • 22.11.2004, 17:30h
  • Tja, einige Leute würden gerne die Geschichte ändern, wenn sie ihnen nicht passt...
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#7 pütz gilbertAnonym
  • 22.11.2004, 18:27h
  • Wann und wo hört die menschliche dummheit endlich auf.Gerade die Griechen sollten oder müssten Ihre geschichte doch kennen..Dummheit hoch 2 kann ich nur dazu sagen
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#8 michaAnonym
  • 22.11.2004, 20:51h
  • anscheinend herrscht in griechenland unter einigen menschen ein prüderes klima ... das ist natürlich sehr schade und peinlich, dass es anscheinend anwälte gibt, die deswegen klagen wollen ... peinlich finde ich allerdings zum teil auch den bericht hier, denn:

    "Griechen haben diese Theorien jedoch zu keiner Zeit akzeptiert und bestehen darauf, dass er hetero war."

    Hallo? - glaubt irgendjemand wirklich, dass GRIECHEN im allgemeinen schwulenfeindlicher sind, als andere nationen? - ich würde mir hier (oftmals) eine DIFFERENZIERTERE berichterstattung wünschen ... danke ... :-)
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#9 robAnonym
  • 22.11.2004, 21:40h
  • tja, die degenerierten restgriechen von heute - da sieht man mal, was für einen armseligen schrott die geschichte übriggelassen hat...
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#10 mezzoAnonym
  • 23.11.2004, 09:31h
  • Mich würde es nicht wundern, wenn darin mal wieder die Kirche Ihre Finger im Spiel hat, in diesem Falle die griechisch-orthodoxe. Es kann nicht sein, was nicht sein darf, auch wenn es zur Zeit Alexanders noch gar keine Christen gab. Aber einem Nationalhelden eine "widernatürliche" Sexualität zuzubilligen, der zudem die grösste Ausdehnung Griechenlands erreicht hatte passt nicht in das Bild der Kirche. Homosexuelle als Sünder per se können ja gar nicht Grosses vollbringen. Ich bin ja mal gespannt, wann Leonardo da Vinci, Ludwig II von Bayern, Hans Christian Andersen usw usw zu Heterosexuellen erklärt werden, weil es ja nicht sein kann, was nicht sein darf.
    Es handelt sich hier jawohl um offensichtliche Geschichtsbereinigung, um nicht zu sagen Geschichtsfälschung.
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