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Michael Douglas und Matt Damon haben eine Beziehung im hochgelobten TV-Movie "Behind the Candelabra", das ursprünglich fürs Kino geplant war. (Bild: HBO)

Michael Douglas kann für seine Rolle als sexhungrige Schrankschwester Liberace ebenso den Primetime-Emmy gewinnen wie die Serie "Modern Family" und der schwule Schauspieler Jim Parsons ("Big Bang Theory").

Bei der 65. Verleihung des amerikanischen Fernsehpreises Emmy in Los Angeles wurden am Sonntag bei einer live im Fernsehen übertragenen Show mehrere Produktionen mit schwul-lesbischen Inhalten ausgezeichnet. So ging der Preis für die beste Comedy-Serie an "Modern Family" (in Deutschland bei RTL Nitro). Die Serie des US-Networks ABC hat den Preis bereits zum vierten Mal in Folge gewonnen – das war zuletzt der der "Dick van Dyck Show" in den 60ern geglückt. "Modern Family" konnte sich unter anderem gegen die ebenfalls nominierten Sendungen "The Big Bang Theory" (Pro Sieben) und 30 Rock (ZDF Neo) durchsetzen.

"Modern Family" ist eine Pseudo-Dokumentation über drei nicht traditionelle Familien. Darin wird unter anderem vom Leben des schwulen Paares Cameron (Eric Stonestreet) und Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) erzählt, das gemeinsam ein Kind adoptiert. Die Serie konnte auch den Preis für die beste Regie gewinnen. Bei den Schauspieler-Preisen ging die Serie dagegen dieses Jahr leer aus: Insgesamt waren mit Jesse Tyler Ferguson, Ed O'Neill und Ty Burrell drei Darsteller für die beste Nebenrolle nominiert, mussten aber Tony Hale aus der Serie "Veep – Die Vizepräsidentin" den Vorzug lassen. Im letzten Jahr hatte Eric Stonestreet den Preis gewonnen (queer.de berichtete).

Jim Parsons gewinnt zum dritten Mal


Jim Parsons in "The Big Bang Theory" (Bild: CBS)

Den Preis für den besten Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie konnte wieder der schwule Schauspieler Jim Parsons für seine Rolle in "Big Bang Theory" (Pro Sieben) gewinnen. Parsons setzte sich dabei unter anderem gegen Alec Baldwin ("30 Rock") und Jason Bateman ("Arrested Development") durch. Er hatte den Preis bereits 2011 und 2012 gewinnen können, musste sich im vergangenen Jahr aber Jon Cryer ("Two and a half Men") geschlagen geben, der dieses Jahr nicht mehr nominiert wurde.

Großer Sieger im Bereich TV-Film wurde dieses Jahr die HBO-Produktion "Behind the Candelabra", die das Leben des 1987 an den Folgen von Aids verstorbenen Starpianisten Liberace erzählt, der Zeit seines Lebens seine Homosexualität abgestritten hatte, sie aber heimlich auslebte (queer.de berichtete). Die Produktion gewann den Preis als "bester Film/Miniserie". Zudem wurde Michael Douglas für seine Rolle als Liberace als bester Schauspieler in diesem Segment ausgezeichnet. Er setzte sich gegen Matt Damon durch, der seinen Lover Scott Thorson spielte. Nominiert waren auch Benedict Cumberbatch für "Parade's End – Der letzte Gentleman" und Al Pacino für "Phil Spector". Der Film erhielt auch den Preis "beste Regie".

"Behind the Candelabra" war zunächst eigentlich als Kinofilm von Starregisseur Steven Sonderbergh geplant, man konnte aber keinen Verleiher finden. Daraufhin ließ HBO die Geschichte für 23 Millionen Dollar als TV-Movie verfilmen. Außerhalb Nordamerikas soll das Biopic aber in den Kinos gezeigt werden. In Deutschland läuft "Behind the Candelabra" am Tag der Deutschen Einheit an.

Kein Preis für Quinto und Klum


Werbung für "Project Runway" mit Heidi Klum und Tim Gunn (Bild: Lifetime)

Bei den Emmys leer ausgegangen ist "Spock"-Darsteller Zachary Quinto, der für seine Rolle in "American Horror Story: Asylum" nominiert wurde. Auch ohne Erfolg blieb die in den USA insbesondere unter Schwulen erfolgreiche Heidi-Klum-Show "Project Runway", in dem Modedesigner gegeneinander antreten. Im Bereich "beste Realityshow" wurde dagegen die NBC-Show "The Voice" ausgezeichnet. Immerhin: Klum hatte letzte Woche gemeinsam mit Co-Moderator Tim Gunn bereits einen "Creative Emmy" für die beste Präsentation einer Realityshow gewonnen. Der "Creative Emmy" gilt als kleiner Bruder des "Primetime Emmy".

Die lesbische Schauspielerin Jane Lynch musste sich ebenfalls geschlagen geben. Sie war für ihre Darstellung von Sue Sylvester in "Glee" in der Kategorie "beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie" nominiert. Der Preis ging an Merritt Wever ("Nurse Jackie"). Lynch hatte den Emmy 2010 gewinnen können. In der Show am Sonntag spielte Lynch dennoch eine große Rolle, als sie in einer Hommage an den verstorbenen "Glee"-Star Cory Monteith das Publikum zu Tränen rührte. Der 31-Jährige war im Juli an einer Überdosis Heroin und Alkohol gestorben (queer.de berichtete).

Ein weiterer großer Sieger des Emmy-Abends war die Serie "Breaking Bad" (RTL Nitro), die den Preis als beste Drama-Serie gewann. Die Geschichte um einen krebskranken Lehrer, der aus finanziellen Gründen zum Crystal-Meth-Produzenten wird, gewann gegen die ebenfalls nominierten Serien "Homeland", "Game of Thrones", "House of Cards" und "Mad Men". (dk)



#1 DavidJacobEhemaliges Profil
  • 23.09.2013, 12:43h

  • Ich durfte "Behind the candelabra" schon vorab sehen und ich kann ihn nur empfehlen. Sehr unterhaltsam und amüsant.
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#2 mishafunProfil
  • 23.09.2013, 16:39hBerlin
  • Heide Klum hat den Emmy - sogar 2 für Project Runaway - bekommen - bitte sich besser informieren!!
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  • Anm. d. Red.: "Project Runway" wurde seit 2005 jedes Jahr als beste Realityshow nominiert, konnte den Preis aber nie gewinnen. Heidi Klum wurde 2008 als beste Reality-Moderatorin nominiert und konnte den Preis 2013 gemeinsam mit Tim Gunn gewinnen.
#3 PetterAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 schwarzerkater
  • 24.09.2013, 09:30h
  • habe vor ner knappen woche die preview des liberace-films besucht:
    selten so was langweiliges und belangloses gesehen. mir war schon vorher bewusst, dass das leben und die shows von liberace dröge waren. auch in dem film gab es weder komik, noch dramatik und vor allem keinen spannungsbogen der figuren. GÄHN. hätte ich den film nicht gemeinsam mit freunden besucht, ich wäre vorzeitig gegangen.
    geht lieber in "der fremde am see".
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