Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?20107

Reading-Kapitän Sean Morrison war einer der wenigen Spieler, der die Schnürsenkel trug. (Bild: Reading FC / Twitter)

Nur wenige Fußballer setzten in Großbritannien ein Zeichen für ihre schwulen Kollegen.

Die Kampagne "Right behind gay footballers" der britischen LGBT-Organisation Stonewall, die zunächst Erfolg zu versprechen schien, ist am Wochenende weitestgehend verpufft.

In Zusammenarbeit mit dem Wettbüro Paddy Power waren alle Profi-Fußballclubs in England, Schottland und Wales mit Schnürsenkeln in Regenbogenfarben ausgestattet worden (queer.de berichtete). Diese sollten die Spieler bei den Begegnungen am Wochenende tragen, um Teamkollegen und Fans zu zeigen, dass sie keine Probleme mit schwulen Kollegen haben.

Das hatte zunächst zu vielen positiven Medienberichten und unzähligen Diskussionen in sozialen Netzwerken geführt; als es ernst wurde, beteiligten sich allerdings nur wenige Spieler an der Aktion. Einige Clubs hatten vorab eine Beteiligung abgesagt, da sie nicht vorab informiert gewesen seien und die Aktion gleichzeitig zur Werbung für Paddy Power genutzt werde, was den eigenen Sponsoren aus dem Wettbereich schaden würde (queer.de berichtete).


Immerhin Newcastle-Trainer Alan Pardew trug die Regenbogen-Schnürsenkel und ließ das seinen Club via Twitter verbreiten

Aber auch bei Everton, einem Erstligisten aus Liverpool, der von Paddy Power gesponstert wird und vorab eine Teilnahme versichert hatte, liefen nur einige Spieler mit den Schnürsenkeln auf (darunter immerhin Leighton Baines, dem mit dem verwandelten Schuhwerk zwei Freistoß-Tore gelangen).

In der BBC-Sportschau "Match of the Day" trug der ehemalige Nationalspieler und Moderator Gary Linecker zwar wie versprochen die Schnürsenkel, sie wurden aber nicht inhaltlich aufgegriffen. Auch waren sie bei den Fußballern in den Spielberichten auch in HD kaum von den regulären Schnürsenkeln zu unterscheiden, zumal die Spieler auf individuelle, verschiedenfarbige Schuhe setzen.

Auch deutsche Profis beteiligten sich offenbar nicht an der Aktion. So hatte etwa der Londoner Club Arsenal seinen Spielern das Tragen der Schnürsenkel freigestellt, bis auf den Franzosen Olivier Giroud soll aber keiner das Angebot genutzt haben. Für den Erstligisten standen am Samstag auch die deutschen Nationalspieler Per Mertesacker und Mesut Özil auf dem Platz. (nb)



#1 PetterAnonym
  • 23.09.2013, 17:40h
  • Schade, das wäre eine große Chance und ein starkes Zeichen gegen Homohass gewesen...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 MeineFresseAnonym
  • 23.09.2013, 19:35h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • naja

    Die Leute die nicht hassen brauchen das nicht und die Leute die es tun hören wegen ein paar Schnürsenkeln die man sowieso nicht sieht (die meisten Leute haben von der Aktion wohl sowieso nichts gehört und auch keine Ferngläser im Stadion dabei mit denen sie die Schnürsenkelfarben der Spieler betrachten können) wohl kaum auf damit. Wenn überhaupt sehen solche das wohl eher als "Provokation" oder "Beweis", dass die "Homo-Lobby" nun auch den Fußball zu unterwandern versucht und allen Leuten aufzuzwingen versucht, das toll zu finden oder so in der Art.

    Solche Aktionen halte ich oft für sinnlose "Selbstbewihräucherungen" (guck mal, ich trage ein Regenbogenprotestarmband o.ä. Jetzt habe ich meinen Beitrag für die Situation in Russland/Uganda/... geleistet und die Medien feiern mich als Toleranzhelden und ich kann ich wieder zurücklehnen) ich die kaum was kosten. Das einzige was etwas bringt sind Aufklärung und Gesetze und Integration meiner Ansicht nach.
    Oder mal ein paar mehr Pro-Ansagen von Profis.

    Ist doch beim DFB genauso. Man erzählt zwar ganz gerne mal was von hehren Sachen wie Toleranz, aber machen tut man nichts und wenn die eigene Nationalmannschaft irgendwie in schwulen Mißkredit gebracht werden könnte (siehe Bierhoff), dann hört der Spaß auch wieder auf.

    Oder?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 HugoAnonym
  • 23.09.2013, 19:47h
  • Es war eine erste Aktion, man darf jetzt nur nicht die Flinte ins Korn werfen.
    Bei den nächsten Action muß man was anderes Tragen, das man auch von weithin sieht.
    Wie ich diesen Text so schreibe, denke ich an die Hitlerdiktatur, wo die Minderheiten sichtbare Zeichen tragen mußten.
    Wahrscheinlich braucht die Menschheit Symbole, das sie anfängt zu denken.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 MiroAnonym
#6 Ferrante
#7 SmileyEhemaliges Profil
  • 24.09.2013, 12:38h
  • Schlecht geplant, schlecht vorbereitet, schlecht gemacht.

    Warum kann man nicht mit etwas mehr zeitlichem Vorlauf im Vorfeld mit allen potentiell Beteiligten in Ruhe sprechen, mögliche Probleme finden, klären und ausräumen oder die Kampagne anpassen?

    Wenn man schon einen Werbepartner braucht, muß es wirklich einer sein der starkes wirtschaftliches Eigeninteresse inklusive nichtbeteiligter Konkurrenz im Umfeld der Kampagne hat?

    Warum sucht sich Stonewall nicht einen Partner oder Berater mit Erfahrung in Sachen Medienkampagnen?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Foxie
  • 24.09.2013, 17:57h
  • Antwort auf #3 von MeineFresse

  • Da hast du aber einen einsamen Job,
    wenn dich bei der Arbeit noch niemand drauf angesprochen hat.
    Komisch, ich wurde mehrmals, meist neugierig nach der persönlichen Bedeutung gefragt, bis auf eine krasse Ablehnung waren die Reaktionen freundlich.
    Die Schnürsenkel hätte ich gern für meine Arbeitsschuhe.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 sanscapote
#10 MeineFresseAnonym
  • 24.09.2013, 19:31h
  • Antwort auf #9 von sanscapote
  • 1. bin ich kein Mann und
    2. habe ich mir ein t-Shirt mit dem Foto zweier kopulierender männlicher Hirschen angefertigt auf welches mich auch niemand angesprochen hat.
    Wieso soll dann bitte jemand bunte Schnürsenkel registrieren?

    Wie gesagt, die Fußballer müssen über schwule Sachen reden, die Fußballwelt muss das und nicht nur solche Geheimaktionen. Das bringt doch nichts. Oder denkt wirklich jemand, das hält einen homophoben Fan davon ab, homophob zu sein?
  • Antworten » | Direktlink »