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Nach Gleichstellung "aus Versehen"

Gericht stoppt Homo-Ehe in Costa Rica


Der mittelamerikanische Staat Costa Rica ist ungefähr so groß wie Estland und hat 4,3 Millionen Einwohner

Ein Familiengericht in San Josè, der Hauptstadt Costa Ricas, hat am Freitag den Antrag eines schwulen Paares abgelehnt, ihre Partnerschaft als anerkannte Lebensgemeinschaft anzuerkennen.

Damit ist der erste Test für eine Regelung zur Gleichstellung von Schwulen und Lesben gescheitert, die Anfang Juli heimlich von einer linksgerichteten Partei im Parlament an ein Gesetz über Sozialleistungen junger Leute angehängt wurde (queer.de berichtete). Das Gesetz wurde einstimmig verabschiedet, weil konservative Abgeordnete den gesamten Gesetzestext nicht gelesen hatten. Sie drohten jedoch sofort nach der Verabschiedung mit Klagen.

Die Richter befanden laut der Tageszeitung "La Naciòn", dass es bereits an anderen Stellen Gesetze gebe, die die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. So heißt es im Familienrecht, dass sowohl Ehen als auch staatlich anerkannte Lebensgemeinschaften lediglich zwischen einem verschiedengeschlechtlichen Paar durchgeführt werden können.

Geklagt hatten Alberto González und Lorenzo Serrano, die bereits seit sechs Jahren ein Paar sind. Ihr Anwalt Marco Castillo von der Homo-Gruppe "Movimiento Diversidad" will Berufung gegen die Entscheidung einlegen. Er wolle bis vor das oberste Verfassungsgericht ziehen, sagte er nach der Entscheidung.

Unterdessen haben Aktivisten in mehreren Städten Costa Ricas am Wochenende für die Ehe-Öffnung geworben und Unterschriften gesammelt. Die Klagen von neun weitere gleichgeschlechtlichen Paare sind zudem in anderen Städten anhängig.

In Costa Rica ist Homosexualität seit 1971 legal. Allerdings ist es für Schwule und Lesben schwierig, im Land offen zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen. Grund ist unter anderem die katholische Kirche, der 75 Prozent der Bevölkerung angehören und die Homo-Rechte konsequent ablehnt. Außerdem herrscht im Land eine Machismo-Kultur vor. Homosexualität wird als unmoralisch angesehen, jedoch meist ignoriert, wenn man sie nur im Privaten auslebt. (dk)



Costa Rica: Keine Volksabstimmung über Homo-Ehe

Das Verfassungsgericht von Costa Rica hat die für den 5. Dezember geplante Volksabstimmung über eingetragene Partnerschaften für Schwule und Lesben verboten.
#1 JoonasAnonym
  • 23.09.2013, 20:36h
  • Wenn Gerichte sich über demokratisch beschlossene Gesetze hinwegsetzen, ist das keine Demokratie mehr, weil die Gewaltenteilung nicht mehr gegeben ist...
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.09.2013, 22:52h
  • Ein empfindlicher Rückschlag für die LGBTs in dem lateinamerikanischen Staat, aber davon sollten sie sich nicht aus der Bahn werfen lassen! Wie heißt ein bekanntes Sprichwort: "Steter Tropfen höhlt den Stein!"
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#3 RobinAnonym
#4 GerritAnonym
  • 24.09.2013, 12:12h
  • Die Ewiggestrigen können sich einfach nicht mit gesellschaftlichem Wandel und demokratischen Grundrechten abfinden...

    Auch nicht, wenn sie Richter sind...
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