Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?20115

Für Regenbogenfamilien ist jede Grenzüberschreitung eine Gefahr (Bild: mcmay / flickr / by 2.0)

Das Network of European LGBT Families fordert von der EU-Kommission die volle Bewegungsfreiheit für LGBT-Eltern und ihre Kinder innerhalb der 28 Mitgliedsstaaten.

Am Dienstag hat NELFA-Vizepräsident Juha Jämsä in Helsinki im Namen der 21 nationalen Partnerorganisationen eine dementsprechende Petition eingereicht. Zu den NELFA-Mitgliedern zählt auch der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD).

In der Petition bitten die Aktivisten EU-Justizkommissarin Viviane Reding, eine Gesetzesvorlage einzubringen, der den Kindern von LGBT-Eltern in der ganzen Europäischen Union Rechtsgleichheit garantiert. Diese werde erst ermöglicht, wenn in allen Mitgliedsstaaten Dokumente wie Geburtsregistrierungen, Adoptionsurteile oder Heiratsurkunden automatisch anerkannt werden.

Luis Amorim, ein schwuler Vater aus Portugal, der in Belgien lebt, beschreibt für NELFA die Probleme von Regenbogenfamilien bei jeder Grenzüberschreitung: "[Mit einem neuen Gesetz] würde es möglich für ein Kind, das in Belgien zwei rechtliche Väter hat, diese weiterhin zu haben, wenn die Familie nach Polen umzieht, oder für ein spanisches Kind mit zwei Müttern, diese Mütter auch während der Ferien in Italien weiterhin zu haben. Es ist ja einleuchtend, dass Kinder ungeachtet ihres Aufenthaltsorts Anrecht auf ihre Familie haben sollten." (pm/dk)



#1 LucaAnonym
  • 24.09.2013, 17:27h

  • Volle Zustimmung. Da aber die EU vorschnell erweitert wurde, bevor Homorechte verbindlich festgeschrieben wurden, dürfte das jetzt mit zahlreichen Homohassern in der EU schwer werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.09.2013, 17:29h
  • Da können sie nur bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag hoffen, bevor die Gurken- und Nulpentruppe von EU-Kommission EINEN Finger rührt!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FelixAnonym
  • 24.09.2013, 21:46h
  • Antwort auf #1 von Luca
  • Sehe ich ähnlich.

    Die EU hat mit der vorschnellen Ost-Erweiterung, wenige Monate bevor es eine EU-Verfassung gab, die dann an den neuen Ländern gescheitert ist, den größten Fehler ihrer Geschichte gemacht.

    Weil einige naive Politiker dachten, diese Länder würden durch den EU-Beitritt automatisch liberaler werden.

    Wenn die EU nicht endlich aktiv wird und sich für die Einhaltung von Homorechten in der ganzen EU einsetzt, wird dieser Fehler mittel- bis langfristig zum Scheitern der EU führen. Leider; denn ansich ist die EU eine gute Idee - wenn man es richtig macht!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 bittere wahrheitAnonym
  • 25.09.2013, 13:09h
  • Antwort auf #3 von Felix
  • falsch, die eu-verfassung ist nicht an den neuen ländern gescheitert, sondern während der volksabstimmungen in frankreich und den niederlanden.
    dass aber nach der huraerweiterung das im laufe von vielen jahren entstandenes liberales gesellschaftliches profil der eu in mehreren punkten entschärft wurde oder gar verloren ging, ist offensichtlich. 2003 sprach man im strassburger parlament alles ernstes noch über die legalisierung der homoehe europaweit, jetzt freut sich man, wenn ein csd irgendwo in sofia, bukarest, budapest oder baltikum nicht verboten wird.
    so bleibt es auch, höchstwahrscheinlich für sehr lange.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 TheDadProfil
  • 25.09.2013, 13:41hHannover
  • Antwort auf #4 von bittere wahrheit
  • Eine neue Stufe im Kampf um die Gleichberechtigung..

    Nun müssen wieder die Staaten vorangehen die die Ehe-Öffnung bereits ermöglicht haben und notfalls mit Bi-lateralen Verträgen innerhalb der EU- eine Rechtsnorm schaffen die diese Rechte den Regenbogenfamilien zusichert..

    Denn noch immer gilt in der EU der Rechtsgrundsatz, alles was in einer bestimmten Anzahl von EU-Staaten verbindliche Rechtsnorm ist, muß binnen einer bestimmten Frist auch in den anderen EU-Staaten umgesetz werden..

    Das führte vor Zeiten dazu das die liberale Gesetzgebung der Benelux-Staaten zusammen mit Dänemark und Schweden die Grundlage für die verbindliche Umsetzung der AGG´s in der EU schaffte, und die EU die BRD dazu "verdonnern" konnte, den Schwulenfeindlichen $ 175 bei der Wiedervereinigung nicht auf das Gebiet der ehemaligen DDR ausweiten zu dürfen..

    Manchmal muß Mann eben durch die Hintertür kommen..
  • Antworten » | Direktlink »