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  • 26.09.2013           73      Teilen:   |

Kirche und Politik

US-Militär: Katholische Kirche verbietet Beisetzung von Homosexuellen

Artikelbild
Gefallene Soldaten erhalten fortan offenbar nur eine katholische Beerdigung, wenn sie heterosexuell gelebt haben (Bild: dvids / flickr / cc by 2.0)

Die Kirche untersagt Militärpfarrern in den USA, die Beerdigung verstorbener Schwuler oder Lesben zu leiten, wenn damit der Eindruck vermittelt werde, die Kirche unterstütze die Homo-Ehe.

Den 234 katholischen Militärpfarrern ist von der Kirchenleitung untersagt worden, Dienstleistungen für Schwule und Lesben anzubieten, sofern diese als Unterstützung für die Gleichbehandlung angesehen werden könnten. Das berichtet der "Religion News Service" Zu den Dienstleistungen gehören unter anderem die Segnung von Homo-Paaren und die Ehe-Beratung für Schwule und Lesben, aber auch Beerdigungen.

Damit reagiert die Kirche auf die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren im US-Militär, die vor drei Wochen in Kraft getreten ist (queer.de berichtete). Diese beinhaltet unter anderem die Krankenmitversicherung und ein gemeinsames Wohnrecht auf der Militärbasis. Grund für diesen Schritt war die Entscheidung des Supreme Courts vom Juni, dass verheiratete Homo-Paare von Bundesbehörden anerkannt werden müssen (queer.de berichtete).

Die neuen Regelungen wurden bereits vor einer Woche von Erzbischof Timothy Broglio, dem Chef der US-Militärdiözese, herausgegeben. In dem Schreiben heißt es, dass katholische Beerdigungen von Nicht-Heterosexuellen verboten seien, weil sie den Eindruck vermitteln könnten, "dass die Kirche gleichgeschlechtliche 'eheliche' Beziehungen billigt". Die Richtlinien sollten die "Lehren der katholischen Kirche gegenüber Homosexualität" verdeutlichen.

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Broglio: Kommandanten müssen nicht Karriere für Kirche riskieren

Erzbischof Timothy Broglio will mit dem Ausschluss von Homosexuellen die politische Gleichstellung von Schwulen und Lesben verhindern
Erzbischof Timothy Broglio will mit dem Ausschluss von Homosexuellen die politische Gleichstellung von Schwulen und Lesben verhindern

Broglio erlaubt jedoch katholischen Kommandanten, Schwule und Lesben in ihrem Regiment gleich zu behandeln und ihnen die gleichen Vorsorgeleistungen zu gewähren. Laut Broglio verstoße das nicht gegen den Glauben, falls die Kommandanten anderweitig ihre Karriere gefährden würden.

In den neuen US-Militärrichtlinien heißt es, dass "die kleine Gruppe [der Homosexuellen] nicht die Politik für alle bestimmen" dürfe. Daher strebe die Kirche eine klare Abgrenzung an: Jeder Angestellte im katholischen Militärdienst, der sich als homosexuell erweise, müsse seinen Posten verlieren, so Broglio. Allerdings, erklärte der Erzbischof, aus dieser Regelung dürfe nicht Hass auf Schwule und Lesben erwachsen: "Vergesst nie, dass wir die Sünde hassen, nicht den Sünder."

Die Praxis steht im krassen Gegensatz zur warmen Rhetorik des neuen Papstes: Franziskus hatte fast zur gleichen Zeit, als die US-Kirche das Beisetzungsverbot ausgesprochen hatte, in einem Interview erklärt, dass die Kirche das Thema Homosexualität nicht überbewerten solle (queer.de berichtete). Er sagte unter anderem: "Sag mir: Wenn Gott eine homosexuelle Person sieht, schaut er die Tatsache mit Liebe an oder verurteilt er sie und weist sie zurück?". In der Praxis hat die Kirche allerdings noch keine Veränderungen eingeleitet. (dk)

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Tags: katholische kirche, militär, usa
Schwerpunkte:
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Reaktionen zu "US-Militär: Katholische Kirche verbietet Beisetzung von Homosexuellen"


 73 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
26.09.2013
13:29:26


(+9, 11 Votes)

Von Speyerer Dom


War historisch knapp.

Bild-Link:
hannelorekohl-2001-2-DW-Politik-Speyer.jpg


Noch im römischen Codex Iuris Canonici (CIC) von 1917 war die überlegte Selbsttötung ein Grund zum Ausschluss von einem kirchlichen Begräbnis.
Das galt indes nicht im Falle von Anzeichen der Reue. Im Zweifelsfall war ein kirchliches Begräbnis zu gewähren.Der nachfolgende CIC von 1983 erwähnt unter den Ausschlussgründen von einem kirchlichem Begräbnis (Can. 1184) den Suizid nicht mehr.


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#2
26.09.2013
13:34:20


(+9, 15 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Eigentlich muss man der katholischen Sekte direkt dankbar sein. Die schaufeln sich, um einen naheliegenden Vergleich zu ziehen, weiterhin ihr eigenes Grab mit solchen ziemlich schrägen Anweisungen.
Letztlich stößt das bei den Glaubensvieh irgendwann auf völliges Unverständnis, ähnlich wie die Kürzungen bei Kinderhilfsprojekten, wenn die Projektleitung gleichzeitig Regenbogenaktivisten nahe steht.

Jungs, super Taktik, macht nur weiter so.
Schön mit offensichtlicher Erpressung arbeiten, nebenher reihenweise Kinder missbrauchen und den Missbrauch vertuschen, einen feisten Lebensstil aus Kirchengeldern finanzieren und so weiter.



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#3
26.09.2013
13:40:00


(+8, 10 Votes)

Von AGBs
Antwort zu Kommentar #1 von Speyerer Dom


Ja, ja, das wurde dann lebensnäher geändert.

War abgedeckt:

Erst im April 2002 wurde bestätigt jedenfalls im Bewusstsein der italienischen Behörden , dass Calvi sich im Gegensatz zu den anfänglichen Annahmen nicht selbst das Leben genommen hatte, sondern in Wirklichkeit "erselbstmordet" worden war (in der italienischen Sprache lässt sich das Wort für "Selbstmord begehen" zur Beschreibung solcher Fälle zu einem transitiven Verb machen).

Nicht abgedeckt:

.Am gleichen Tag, als Calvis Leiche gefunden wurde, stürzte seine Sekretärin Graziella Corrocher aus einem Fenster der Bank in Mailand in den Tod.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Roberto_Calvi


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#4
26.09.2013
13:45:32


(+7, 9 Votes)
 
#5
26.09.2013
14:07:18


(+8, 10 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von Harry1972


Ich denke auch manchmal, dass die berühmte Freimaurerverschwörung von der die extremen Klerikalinkis gerne fantasieren, bei ihnen selbst Agenten einschleust.

Link zu www.kathpedia.com

Bravo!!!

Weiter so!!!!


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#6
26.09.2013
14:12:11


(+10, 12 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Nächstenliebe? Nein, Menschenverachtung!

Wer, besonders als Schwuler oder Lesbe, noch immer diese Psychosekte per Kirchensteuer oder Spende direkt finanziert, macht sich mitschuldig.


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#7
26.09.2013
14:21:38


(+3, 11 Votes)

Von Andre


Unfassbar, unmenschlich, traurig, dumm... Wie kann man das Christentum so falsch verstehen!?

Es ist vollkommen egal, ob jemand hetero- oder homosexuell oder was auch immer ist.
Jedes Paar, das sich liebt, steht unter dem Segen Gottes. Ob es nun zwei Männer, zwei Frauen oder ein Mann und eine Frau sind, spielt keine Rolle.


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#8
26.09.2013
14:27:00


(-2, 16 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Und da ist sie wieder, die häßliche Fratze der Katholiban..

Diskriminieren auf Teufel komm raus..

Den gefallenen Soldaten kann´s ja egal sein wer ihn unter die Erde bringt, er erhält wenigstens die Ehrbezeugung seiner Kameraden und des Militärs..

Die Pfaffen wenden sich mit der Entscheidung weg vom eigentlichem Opfer von Diskriminierung hin zu den Angehörigen, den Freunden, allen voran den Eltern, denen damit klar gemacht wird welcher Brut sie das Leben geschenkt haben..

Die Militärpfarrer unterstehen nicht nur dem Erzbischof, sondern gleichzeitig dem Verteidigungsminister..

Eine Anweisung aus seinem Büro könnte dafür sorgen die Pfarrer in zusätzliche "Nöte" zu versetzen, der, sich einem direktem Befehl des Dienstherren zu widersetzen..
Dem könnten sich dann Millitär-Prozesse gegen Pfaffen wegen Befehlsverweigerung anschließen, deren Ergebnis die Unehrenhafte Entlassung der Pfaffen aus der Armee wären..
Mal sehen ob das dem Bischof besser gefiele..

In welcher Form könnte die Beerdigungszeremonie die politische Gleichstellung unterstützen, wie genau der Eindruck vermittelt werden, die Kirche unterstütze die Homo-Ehe ?

Weil der Pfaffe in seiner Grabrede von Mann und Mann, Frau und Frau reden müßte, von liebenden Ehegatten die den Verlust zu tragen haben ?

Der Erzbischof verschließt sich vor der Realität..

Mann kann da nur noch mit dem Kopf schütteln und hoffen das der Verteidigungsminister den Erzbischof "in´s Gebet" nimmt..

Unfaßbar..


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#9
26.09.2013
14:31:04


(+8, 10 Votes)
 
#10
26.09.2013
14:49:58


(-17, 21 Votes)

Von Aus Bad Homburg


Eine Beisetzung nach dem katholischen Ritus ist in diesem Zusammenhang nichts mehr als nur ein Detail (wenn auch ein sehr schmerzhaftes); das etwas in den Hintergrund geratenes Hauptthema bleibt aber: die sieben Sakramente der römisch-katholischen Kirche - und die sind ganz bestimmt kein Supermarket, wo jeder nur das und nur soviel kaufen könnte, was und wieviel er momentan will, sondern eine steinfeste und in sich geschlossene Reihe von Segnungen in der Kirche, die das Leben eines (selbst)bewußten Gläubigen begleitet bzw. vollendet, von Geburt (also das Sakrament der Taufe, ohne das die übrigen sechs unmöglich sind) bis zum Tod (das Sakrament der Krankensalbung, ohne das eine katholische Beisetzung zwar durchaus erlaubt ist, aber nur dann, wenn der Verstorbene in seinem Leben die anderen Sakramente geachtet hatte, z.B. ging regelmässig zu beichten). Nun die aktuelle Lage ist so, daß das katholische Sakrament der Ehe heute nur für die Hetero-Paare gilt, somit leben die, die gleichgeschlechtlich geheiratet haben, aus der katholisch-theologischen Sicht, in der Sünde, und sind somit aus der Reihe von allen übrigen Sakramenten quasi automatisch ausgeschlossen: man kann einfach ein anderes Sakrament nicht mehr "bekommen", bis die Mißachtung eines anderen nicht wiedergutgemacht wird (etwas ähnliches gilt u.a. auch für die Priester, also die Mitglieder der Kirche, die ein Sakrament, das der Priesterweihe bereits "bekommen" haben und somit ein anderes Sakrament, das der Ehe, nicht mehr "bekommen" dürfen; heiraten sie standesamtlich trotzdem, dann mißachten sie das erste und dürfen nach dem katholischen Ritus selbstverständlich nicht heiraten, bislang und nur bislang von ihrem Priestergelöbnis, mit all dazu gehörenden Pflichten eines Seelensorgers, mit der Erlaubnis des Heiligen Vaters nicht entbunden sind).


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