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  • 28.09.2013           153      Teilen:   |

Spezifische Diskriminierung

Biphobie bekämpfen!

Artikelbild
Ein CSD-Transparent gegen die Unsichtbarkeit: Oft wird die Existenz von Bisexualität sogar geleugnet – auch von Lesben und Schwulen (Bild: Caitlin Childs / flickr / cc by-sa 2.0)

Stereotype gegenüber Bisexuellen und eine bisexuelle Unsichtbarkeit dominieren auch in der schwul-lesbischen Community.

Von Freddy Schindler

Menschen, die sich als bisexuell definieren oder so gelesen werden, sind einer spezifischen Diskriminierung ausgesetzt. Diese äußert sich zum einen in der Unsichtbarkeit von Bisexualität und zum anderen in Stereotypen gegenüber Bisexuellen. Das Konzept "Homophobie" ist hier unzureichend und kann verschiedene Diskriminierungsformen gegenüber Bisexuellen, aber auch eine spezifische Diskriminierung von Lesben und Trans*gendern nicht erklären.

Da verschiedene geschlechtliche und sexuelle Identitäten zusammengefasst werden, können Unterdrückungsmechanismen nicht konkret benannt werden. Zudem sorgt der Wortteil "Phobie" für eine psychologisierende und pathologisierende Lesart.

Biphobie, Bi-Negativität, Monosexismus, Bifeindlichkeit?!

Neben homofeindlichen Stereotypen gibt es auch einige Stereotype, die speziell Bisexuelle betreffen. Diese Stereotype und bisexuelle Unsichtbarkeit werden seit einigen Jahren von Bisexualitätstheoretiker_innen als "Biphobie", "Bifeindlichkeit", "Bi-Negativität" oder "Monosexismus" bezeichnet. Im Folgenden wird der Begriff Bifeindlichkeit verwendet, um die genannten Prozesse zu beschreiben. Zunächst werde ich die Unsichtbarkeit von Bisexualität aufzeigen und anschließend versuchen Stereotype gegenüber Bisexuellen zu dekonstruieren.

Unsichtbarkeit von Bisexualität

Die Unsichtbarkeit von Bisexualität in der gesamten Gesellschaft beginnt damit, dass ein_e Bisexuelle_r nicht an seinem_ihrer Partner_in erkennbar ist: Ein "gleichgeschlechtlicher" Kuss wird als schwul oder lesbisch gelesen, ein "gegengeschlechtlicher" Kuss als heterosexuell. Übersehen dabei wird, dass alle Beteiligten zum Beispiel auch bisexuell sein können. Aber auch in den Medien, in der Politik und der Gesetzgebung, in der Lesben- und Schwulenbewegung, in der Geschichtsschreibung und in der Wissenschaft sind Bisexuelle kaum sichtbar bis unsichtbar.

Oft wird Bisexualität sogar geleugnet – auch von Lesben und Schwulen. Die New York Times titelte beispielsweise 2005: "Straight, Gay or Lying?" und unterstellte damit Bisexuellen, bei der Angabe ihrer sexuellen Identität zu lügen. Das Recht, seine sexuelle Identität selbst zu definieren wurde genau so wie die Existenz dieser sexuellen Identität abgesprochen. Die Studie "Geschlechterkonstruktionen und die Darstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI) in Schulbüchern" der Gewerkschaft Erziehung und Wissen kommt zu dem Fazit, dass "in Schulbüchern Heteronormativität großteils unkritisch reproduziert wird. Lesben, Schwule und Bisexuelle werden gar nicht oder am Rande dargestellt".

Hier besteht also akuter Handlungsbedarf: Die im Unterricht verwendeten Schulbücher aller Fächer müssen grundlegend überarbeitet werden. Schüler_innen müssen etwas über die Existenz von Trans* und Inter* und deren Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen lernen, zudem muss Homo- und Bifeindlichkeit im Unterricht behandelt werden. Dazu gehört die stereotypfreie Darstellung von LSBT*I* und von Menschen, die nicht den typischen Geschlechterklischees entsprechen, in Schulbüchern.

In den Printmedien und im Rundfunk sind Bisexuelle ebenfalls stark unterrepräsentiert. Eine Studie von Stonewall UK untersuchte 168 Stunden Material zur Hauptsendezeit der Fernsehsender BBC One und BBC Two und fand keine einzige Erwähnung von Bisexualität. Eine andere Stonewall-Studie analysierte das englische Kinder- und Jugendfernsehen und wertete dabei 126 Stunden Programm von verschiedenen Sendern aus.

In nur 4,5% des ausgewerteten Programms wurde über Schwule, Lesben und Bisexuelle berichtet, in nur 0,6% realistisch und positiv. Bisexualität wurde in ca. 5 Minuten des gesichteten Programms thematisiert, das entspricht ca. 0,07% des ausgewerteten Materials und ca. 1,4% des Materials, das Lesben, Schwule und Bisexuelle behandelte. Eine positive und realistische Berichterstattung erfolgte überhaupt nicht. Bei der stereotypen Berichterstattung über Bisexuelle gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede: So werden bisexuelle Frauen eher als promisk dargestellt, bisexuelle Männer eher als feminim.

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Stereotype gegenüber Bisexuellen

Der Aktivist Michael Page entwarf 1998 eine Flagge der Bisexuellen: Blau steht für Heterosexualität. Pink für Homosexualität und Lila – als Ergebnis der Mischung von Blau und Pink – für Bisexualität - Quelle: Wiki Commons / Fibonacci / CC-BY-SA-3.0
Der Aktivist Michael Page entwarf 1998 eine Flagge der Bisexuellen: Blau steht für Heterosexualität. Pink für Homosexualität und Lila – als Ergebnis der Mischung von Blau und Pink – für Bisexualität (Bild: Wiki Commons / Fibonacci / CC-BY-SA-3.0)

Weit verbreitete Merkmale von Bifeindlichkeit sind neben der bereits erläuterten Behauptung, dass es keine Bisexualität gibt, verschiedene Erklärungsmuster, warum sich "dennoch" Menschen als bisexuell bezeichnen: Bisexuelle Menschen werden als "verwirrt" oder "unentschlossen" bezeichnet, ihre Bisexualität wird auf eine "Phase" reduziert.

Es wird also bestritten, dass Bisexualität gleichberechtigt neben Homo- und Heterosexualität steht (andere sexuelle Identitäten werden ebenfalls unsichtbar gemacht) und behauptet, dass Bisexuelle eigentlich homo- oder heterosexuell sind. Bisexuelles Begehren wird in diesen Diskursen auch als Vorstufe der Homosexualität betrachtet. Wenn die Existenz von Bisexualität anerkannt wird, wird sie oft nur als Variante von Homosexualität gesehen, was die Unsichtbarkeit ebenfalls reproduziert.

Die Forscherin Lisa M. Diamond von der University of Utah widerlegte in einer zehnjährigen Längsschnittstudie dieses bifeindliche Vorurteil, bei der sie bisexuelle Frauen von der Jugend bis zum Erwachsenenalter befragte. 92% der befragten Frauen, die sich zu Beginn der Studie als bisexuell identifiziert haben, haben sich auch zehn Jahre später als bisexuell oder "unlabeled" identifiziert.

Auch die gegenteilige Behauptung einer allgegenwärtigen Bisexualität birgt Gefahr für Bifeindlichkeit. Bereits Sigmund Freud sprach Anfang des 20. Jahrhunderts von einer grundsätzlichen "bisexuelle[n] Anlage des Menschen" – bediente aber ebenfalls das bifeindliche Vorurteil, dass jede_r nach einer bisexuellen Phase entweder homo- oder heterosexuell wird. Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen, denen Bisexuelle ausgesetzt sind werden so ausgeblendet und unsichtbar gemacht, während die Selbstidentifikationen nicht-bisexueller Menschen für unwirksam erklärt werden.

Die Delegitimation von Bisexualität kann auch von Lesben und Schwulen vorangebracht werden. So wird Bisexuellen oft vorgeworfen, heterosexuelle Privilegien ausnutzen zu wollen oder zu feige zu sein, um sich zu ihrer "richtigen sexuellen Identität" zu bekennen. Auch die Behauptung, Bisexuelle würden schwul-lesbische Politik verraten, ist eine typische bifeindliche Aussage.

Diese Vorurteile negieren, dass Bisexuelle auch in heteronormativen Kontexten diskriminiert werden, da sie sich nicht als heterosexuell definieren und somit auch nie die gleichen Privilegien wie Heteros genießen. Dennoch gibt es mehrere dokumentierte Fälle von Ausschlüssen Bisexueller aus LGBT*-Gruppen. Der Begriff LGBT* lässt hier Bi- und Trans*feindlichkeit, die durch Lesben und Schwule ausgeübt wird, unerkannt. So wurden beispielsweise bei den "Gay Softball World Series 2010" drei Spieler disqualifiziert, weil sie bisexuell sind. Fünf Spieler mussten dabei beim Wettkampfkomitee beantworten aussagen, ob sie sich "überwiegend von Männern" oder "überwiegend von Frauen" angezogen fühlen. Anschließend wurde im Komitee abgestimmt, welcher Spieler als "schwul" und welcher Spieler als "nicht-schwul" gilt, was zum Ausschluss dreier Spieler führte.

Bei einem Forschungsprojekt der University of Brighton gaben 30% der befragten Bisexuellen an, Erfahrungen mit Diskriminierungen durch Lesben, Schwule und Trans*personen gemacht zu haben, 19% berichteten über Mobbing und Ausgrenzung in LGBT*-Räumen oder bei LGBT*-Veranstaltungen.

Die Sexualisierung von Bisexualität

Präventionsposter der Aids-Hilfe Wien: Bis heute hält sich der bifeindliche Vorwurf, dass Bisexuelle HIV unter Heterosexuellen verbreiten würden
Präventionsposter der Aids-Hilfe Wien: Bis heute hält sich der bifeindliche Vorwurf, dass Bisexuelle HIV unter Heterosexuellen verbreiten würden

Bifeindlichkeit ist auch mit der Sexualisierung von Bisexualität verbunden. So findet nicht nur in den Medien eine übersexualisierte Darstellung von Bisexuellen statt, es existiert auch das Vorurteil der Promiskuität und Polyamorie aller Bisexueller und damit der angeblichen Unfähigkeit von Bisexuellen, monogam zu leben.

Dies wird mit dem cissexistischen und Zweigenderung reproduzierenden Argument begründet, dass Bisexuelle angeblich immer gleichzeitig "männliche" und "weibliche" Partnerinnen und Partner haben müssen. Wichtig in diesem Kontext ist zudem eine sexuelle Doppelmoral: (Bisexuelle) Frauen werden für tatsächlich nicht-monogames Verhalten stärker abgewertet als nicht-monogam lebende (bisexuelle) Männer. Bisexuelle Frauen mit nicht-monogamen Lebensweisen sind in besonderem Maße von einem Vorwurf der Promiskuität betroffen, der suggeriert dass eine Person nicht mehrere Partner_innen haben darf. Abwertende gewaltvolle Begriffe wie zum Beispiel "Schlampe" sollen nicht-monogam lebende Frauen brandmarken, um die sexuelle Selbstbestimmung der Frauen zu unterhöhlen.

In Antipromiskuitätsdiskursen muss zudem immer auch eine intersektionale Perspektive mitgedacht werden, da in weiß dominierten Kontexten zum Beispiel Schwarze und jüdische Frauen besonders sexualisiert oder unmoralisch dargestellt werden. Bisexuelle Frauen und besonders die, die sich als nicht-monogam bezeichnen, werden außerdem häufig als "sexuell verfügbar" betrachtet oder ihre sexuelle Identität wird auf den angeblichen Wunsch nach Gruppensex reduziert.

Bis heute hält sich der bifeindliche Vorwurf, dass Bisexuelle HIV unter Heterosexuellen verbreiten würden. Bereits in den 1980er Jahren wurden Bisexuelle unter einen Generalverdacht gestellt, für die Weitergabe von HIV verantwortlich zu sein, was zu der Darstellung der angeblich gefährlichen sexuellen Identität Bisexualität führte. Der Vorwurf geht mit einer allgemeinen Stigmatisierung von HIV-Positiven einher und hält wissenschaftlichen Untersuchungen nicht stand: So sind zum Beispiel in den USA nur 1% der Betroffenen von HIV-Neuinfektionen Frauen, die das Virus von einem bisexuellen Mann erhalten haben.

Auch in Bi-Zusammenschlüssen, die sich ab den 1970er Jahren formierten, kam es aufgrund einer Dominanz von weißen und männlichen Aktiven zu Ausschlüssen. Diskriminierungserfahrungen von bisexuellen Frauen, Schwarzen Bisexuellen und Bisexuellen of Colour wurden wenig thematisiert, weshalb sich viele Frauen in der zweiten Welle der Frauenbewegung engagierten. Doch auch in lesbisch-feministischen Gruppen fanden bisexuelle Frauen oft keinen Anschluss, da viele Feministinnen sexuelle Kontakte mit Männern generell ablehnten und bisexuelle Frauen von ihrer politischen Arbeit ausschlossen.

Wenn sich bisexuelle Frauen der Forderung gegen Sex mit Männern nicht anschlossen, wurde ihnen vorgeworfen, "sich willentlich gegen die feministische Sache entschieden" zu haben. Als "Nestbeschmutzerinnen" würden sie "mit dem Feind kollaborieren". Exemplarisch dafür steht die Anschuldigung der feministischen Autorin Loretta Ulmschneider: "Frauen, die heute Bisexualität praktizieren, führen einfach sehr privilegierte Leben, die männliche Vormachtstellung nicht herausfordern. Tatsächlich unterminieren sie den feministischen Kampf" (alle Zitate nach Münder, Kerstin (2004): "Ich liebe den Menschen und nicht das Geschlecht". Frauen mit bisexuellen Erfahrungen). Bisexualität wurde also als ein grundsätzliches Problem betrachtet und als sexuelle Identität nicht akzeptiert. Dadurch wurde auch die Unsichtbarkeit von Bisexualität in bestimmten feministischen Strömungen verstärkt. Bisexuelle Erfahrungen wurden nicht thematisiert – so wurde die Dichotomie "hetero/homo" immer wieder reproduziert.

Ähnliche Erfahrungen machten bisexuelle Aktivist_innen in den 1970er-Jahren zu Beginn der Lesben- und Schwulenbewegung. In der "Gay Liberation Front" waren seit der Gründung auch viele Bisexuelle organisiert. Doch später kam es auch hier zu einem Ausschluss bisexueller Menschen, da sich alle Aktivist_innen eindeutig zu einer homosexuellen oder heterosexuellen Identität bekennen mussten. Entweder blieb Bisexualität hier ebenfalls unsichtbar oder es wurde die bereits beschriebene bifeindliche Behauptung aufgestellt, dass sich Bisexuelle nur auf dem Weg in die Homosexualität befinden.

Schlussbetrachtung

Es gibt sehr viele Facetten von Bifeindlichkeit und leider wird das Thema in Diskursen über Rechte von LGBT*-Personen viel zu wenig beachtet. Dies zeigt sich auch am Stand der Forschung: In den wenigsten Studien, die sich mit Diskriminierung aufgrund der geschlechtlichen oder sexuellen Identität beschäftigen, werden die Belange von Bisexuellen als eigenständig genannt und untersucht.

Doch es reicht nicht, bisexuelle Menschen nur als Anhängsel von Lesben und Schwulen zu betrachten – ihre Erfahrungen müssen eigenständig thematisiert werden, um Bifeindlichkeit und seine Folgen zu vermeiden. Auch die intersektionale Verschränkung von Bifeindlichkeit mit Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Ableism und anderen Herrschaftsverhältnissen wurde bislang nicht ausreichend erforscht. Aktuelle politische Debatten müssen darauf Einfluss nehmen.

  Unser Autor
Freddy Schindler (20), studiert Politikwissenschaft und Soziologie in München und ist Mitglied in der Grünen Jugend. Er wünscht sich auch von queer.de, queerer zu werden und nicht nur über weiße schwule Männer zu berichten. Unsichtbarkeit von Bisexualität und Stereotype gegenüber Bisexuellen gibt es auch auf queer.de – das wird sich hoffentlich ändern. Freddy twittert unter dem Account @Freddy2805.
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Tags: biphobie, bifeindlichkeit, bisexuelle, bisexualität
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Reaktionen zu "Biphobie bekämpfen!"


 153 User-Kommentare
« zurück  12345...1516  vor »

Die ersten:   
#1
28.09.2013
12:20:01


(-7, 21 Votes)

Von MeineFresse


Ich mach mir mal schnell Popcorn.


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#2
28.09.2013
12:21:50


(-2, 32 Votes)

Von Hannibal
Aus Berlin
Mitglied seit 10.05.2008


Meine Güte! Was es nicht gibt, kann man auch nicht sehen. Ebenso ist das mit der Bisexualität. Alle Bisexuellen SIND nun mal verkappte Homos, die nicht aus dem Schrank kommen wollen und sich hinter "Bi" verstecken.


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#3
28.09.2013
12:22:12
Via Handy


(+16, 18 Votes)

Von Dennisg


Die "bisexuelle Unsichtbarkeit" betrifft vor allem die geringe Sichtbarkeit der männlichen Homoerotik allgemein.

Man schaue sich in der Gesellschaft um, für die Heteroseite der Bisexuellen wird an allen Ecken was getan. Bisexuelle haben durch ihre teilweise Heterovorliebe immer noch mehr Normalitätserfahrungen als Homosexuelle.

Wir sind eine heterodominierte Gesellschaft, deshalb sollen sich die Bisexuellen bei den Heteros wegen mangelnder Sichtbarkeit und Akzeptanz beschweren, nicht bei den bisher auch wenig geouteten Schwulen und Lesben. ( wieviel sind denn offen schwul und lesbisch in Deutschland? Längst nicht alle)

Wir können gerne gemeinsam kämpfen, aber nicht indem die Anzahl von Schwulen und Lesben ohne Bi- Neigung klein geredet wird!
Die allermeisten Bisexuellen befinden sich immer noch ungeoutet bei den Heteros.


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#4
28.09.2013
12:30:32


(0, 26 Votes)

Von Jan94
Antwort zu Kommentar #2 von Hannibal


Das ist typisch für die Schwulenszene. Selbst Toleranz einfordern, aber gegenüber anderen einfach nur zutiefst intolerant und ausgrenzend sein.

Schwule wie du stehen auf einer Stufe mit Leuten wie Geis oder Steinbach, denn auch ihr diskriminiert Menschen aufgrund ihrer Sexualität, die sich NIEMAND selbst aussucht.


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#5
28.09.2013
12:30:34


(-1, 17 Votes)

Von ClaireGrube


Toll! Jetzt hat die Schwulenszene die Bisexuellen entdeckt: An der jeder Ecke trifft man ja auch die Biphoben! Die Regierung muss dringend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, damit diese Diskriminierung verschwindet. Wir brauchen Beratungszentren, Kommunikationszentren, Bisexuelle, die in den Schulen aufklären und bisexuelle Street Worker!
Wir brauchen viele neue Stellen für bisexuelle Sozialarbeiter, bisexuelle Therapeuten usw.
Die EKD muss sofort eine Orientierungshilfe zu diesem Thema veröffentlichen! Es gibt noch viel zu tun!


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#6
28.09.2013
12:31:44


(+12, 16 Votes)

Von MeineFresse


bisexuelle sind natürlich unsichtbar, sofern sie nicht in einer Dreierkonstellation als Paar auftreten.
Denn wenn sie ihre heteroseite leben, werden sie hetero gelesen udn wenn sie ihre Homoseite leben, werden sie homo gelesen, ganz logisch eigentlich.
Wie will man Bisexualität sichtbar machen ausser dass man sagt dass man bi ist? ich kann mir da nichts vorstellen.


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#7
28.09.2013
12:37:14


(-4, 28 Votes)

Von Hannibal
Aus Berlin
Mitglied seit 10.05.2008
Antwort zu Kommentar #4 von Jan94


@Jan94: Wie kann ich gegen etwas intolerant sein, was nicht existiert? Das ist absurd!


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#8
28.09.2013
12:48:43


(0, 16 Votes)

Von Victor112
Antwort zu Kommentar #2 von Hannibal


Zu diesem Vorurteil empfehle ich einen guten Artikel:

Link zu www.queer.de


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#9
28.09.2013
12:58:58


(+5, 19 Votes)

Von sperling


ich möchte erst mal ein kompliment an den* autoren* loswerden: das ist ein wirklich hervorragender artikel. fundiert, faktenreich, differenziert, gut recherchiert - eine gute grundlage für die diskussion.

ich wünsche mir mehr solche analysen auf queer.de!


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#10
28.09.2013
13:07:06


(-2, 26 Votes)

Von Hannibal
Aus Berlin
Mitglied seit 10.05.2008
Antwort zu Kommentar #8 von Victor112


Danke! Ich pflege meine Vorurteile gerne.


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