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  • 28.09.2013           59      Teilen:   |

Schadensbegrenzung

Barilla-Chef entschuldigt sich bei Lesben und Schwulen

Artikelbild
Der Chef des Familienkonzerns gibt sich in dem 45-Sekunden-Cllip "deprimiert und betrübt"

Mit einer Videobotschaft versucht Guido Barilla nach seinen homophoben Äußerungen Schadensbegrenzung. Er kündigte an, sich mit LGBT-Gruppen treffen zu wollen.

Die Boykottaufrufe aus aller Welt haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Erneut hat sich der Vorstandsvorsitzende des italienischen Nudelkonzerns Barilla für seine homophoben Äußerungen entschuldigt – diesmal mit einer Videobotschaft, die er in italienischer und englischer Sprache aufnahm.

"Ich habe die unzähligen Reaktionen auf der ganzen Welt auf meine Worte gehört. Das deprimiert und betrübt mich", erklärt Guido Barilla in dem am Wochenende auf den Facebook-Seiten des Unternehmens geposteten 45-Sekunden-Clip. "Gestern habe ich mich dafür entschuldigt, viele Menschen in der ganzen Welt verletzt zu haben. Heute wiederhole ich diese Entschuldigung. In meinem gesamten Leben habe ich jede Person, die ich getroffen habe, respektiert, auch Homosexuelle und ihre Familien, ohne jede Ausnahme. Ich habe nie jemanden diskriminiert."

Fortsetzung nach Anzeige


Barilla will bei der Entwicklung des Familienbegriffs dazulernen

Mehrere Konkurrenten Barillas nutzten die homophoben Äußerungen, um sich als LGBT-freundlich darzustellen
Mehrere Konkurrenten Barillas nutzten die homophoben Äußerungen, um sich als LGBT-freundlich darzustellen

Darüber hinaus kündigte Barilla in seiner Videobotschaft etwas umständlich an, sich mit Vertretern von LGBT-Organisationen treffen zu wollen. "Es ist klar, dass ich eine Menge über die lebhafte Debatte über die Entwicklung der Familie lernen muss. In den kommenden Wochen möchte ich Vertreter dieser Gruppe, die die Weiterentwicklung der Familie am besten repräsentiert, treffen, darunter auch diejenigen, die ich mit meinen Worten beleidigt habe."

Der Wirbel um den Nudelkonzern begann am vergangenen Mittwoch. In einem Radiointerview hatte Guido Barilla erklärt: "Wir werden keine Werbung mit Homosexuellen schalten, weil wir die traditionelle Familie unterstützen. Wenn Homosexuellen das nicht gefällt, können sie Pasta eines anderen Herstellers essen" (queer.de berichtete). Daraufhin wurden in mehreren Ländern Boykottaufrufe und Online-Petitionen gegen Barilla gestartet (queer.de berichtete). Auch die Barilla-Konkurrenten Buitoni und Bertolli reagierten mit LGBT-freundlichen Gegenkampagnen (queer.de berichtete). (cw)

Direktlink | Barillas Video-Botschaft in englischer Sprache
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Tags: barilla, nudelkonzern, guido barilla, boykott
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Reaktionen zu "Barilla-Chef entschuldigt sich bei Lesben und Schwulen"


 59 User-Kommentare
« zurück  123456  vor »

Die ersten:   
#1
28.09.2013
18:51:23


(+20, 20 Votes)

Von hasenklein
Aus Berlin
Mitglied seit 16.09.2008


Klar, wenn es um den Umsatz geht, war alles nicht so gemeint. Dann ist man betrübt und depremiert. Wäre ich auch, wenn mir auf einmal ein Haufen Kohle in der Kasse fehlt.

DeEcco schmecken eh besser oder gleich selber machen. Und die Pastasucen sind auch der Graus.


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#2
28.09.2013
18:55:46


(+26, 26 Votes)

Von Peter 45


Er hat angst um sein geld ......ich kaufe BARILLA nicht mehr


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#3
28.09.2013
18:56:34


(+24, 24 Votes)

Von Roman Bolliger


Herr Barilla versucht verzweifelt den für seine Firma angerichteten Schaden zu beheben, aber er scheitert, denn seine Entschuldigung ist nicht ehrlich.

Er erweist sich als unverschämter Lügner, wenn er behauptet, nie jemanden diskriminiert zu haben. Genau das hat er nämlich vorgestern getan.

Und die unzähligen Reaktionen auf der ganzen Welt deprimieren und betrüben ihn, also der Shitstorm und der Imageschaden! Dabei hat er genau dies verdient. Was ihn hingegen zutiefst betrüben sollte, sind seine homophoben Aussagen und seine Fake-Entschuldigung.

Also: weiter mit dem Shitstorm und dem Boykott!


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#4
28.09.2013
19:08:38


(+20, 22 Votes)

Von olfwob


Der kann seine Pasta trotzdem an jemand anderen verkaufen... er hat ganz klar seine wirkliche Meinung in dem ersten Interview geäussert. Nur weil er jetzt von seiner PR-Abteilung einen Plan zur Schadensbegrenzung bekommen hat, wird sich das was er wirklich denkt nicht ändern...


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#5
28.09.2013
19:16:33


(+3, 13 Votes)

Von dermarcus
Aus Guldental (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 22.04.2010


Nun hat meiner Meinung nach jeder eine Chance verdient, auch wenn Barilla hier in erster Linie schmerzlich bemerken musste das die LGBTs eben nicht nur eine kleine Randgruppe ist wie gerne immer wieder von Homophoben behauptet wird. Zusammen scheinen wir eben doch einiges bewegen zu können auch wenn Herr Barilla natürlich in erster Linie versucht Schadensbegrenzung zu betreiben. Fakt ist, mit solch einer einfachen Entschuldigung wird er nicht davon kommen und es bleibt abzuwarten wie er nach dieser versuchten Entschuldigung nun weiter vorgehen wird. Im Video selbst wirkt er schon sehr betroffen, die Frage ist nur wovon genau....


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#6
28.09.2013
19:21:33


(+17, 17 Votes)

Von tobias
Aus bremerhaven (Bremen)
Mitglied seit 25.03.2012


....habe papa-we!!!

werde mit meinen söhnen gleich erstmal ne portion bertolli-nudeln wegmampfen!!!!!

barilla WOLLEN wir (und guido will das ja auch gar nicht) nicht mehr essen.

das war wohl ein griff ins klo.
leid tun mir nur die konzernangestellten, die nicht sone homophobe einstellung haben....


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#7
28.09.2013
19:22:36


(+14, 18 Votes)

Von TiefTaucher
Aus Berlin
Mitglied seit 27.04.2013


Na also - sobald ans Geld geht, knicken die Konzerne ein.
Da soll noch einer sagen, Boykottaufrufe bringen nichts.

Boykottiert Olympia in Sotchi!!


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#8
28.09.2013
19:22:47
Via Handy


(+12, 20 Votes)

Von Foxie
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Der glaubt tatsächlich, diese PR-organisierte Entschuldigung kauft ihm einer ab. Vertrauen verspielt, da hilft auch alles Kreidefressen (statt Pasta) nix.
Es gibt genügend andere Marken.


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#9
28.09.2013
19:25:50


(+5, 7 Votes)

Von Eva Brunne


Buitoni und Bertolli


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#10
28.09.2013
19:29:30


(+8, 10 Votes)

Von more is more
Antwort zu Kommentar #7 von TiefTaucher


Na also - sobald ans Geld geht, knicken die Konzerne ein.

Worldwide Olympic Partners

Link zu www.sochi2014.com


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