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Gambias Präsident Yahya Jammeh hat mehr Angst vor Homosexuellen als vor Naturkatastrophen (Bild: IISD)

Der Staatschef einer der ärmsten Länder der Welt warnt bei einer UN-Sitzung vor der homosexuellen "Epidemie", die schlimmer als jede Naturkatastrophe sei.

Yahya Jammeh, der seit 1994 amtierende Staatspräsident von Gambia, hat am Freitag in einer Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen vor Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben gewarnt. Homosexualität sei – gemeinsam mit Macht- und Geldgier – die "größte Bedrohung der menschlichen Existenz", so Jammeh nach AP-Angaben.

"Diejenigen, die Werbung für Homosexualität machen, wollen die menschliche Existenz beenden", so Jammeh. Dieses Vorhaben sei "tödlicher als alle Naturkatastrophen zusammengenommen". Er drohte Homosexuellen mit Konsequenzen: "Es wird gerade eine Epidemie und wir Muslime und Afrikaner werden kämpfen, um dieses Verhalten zu beenden", so Jammeh. "Homosexualität ist in allen Erscheinungsformen böse, unmenschlich und gegen Allah gerichtet, aber sie wird von manchen Mächten als Menschenrecht beworben."

"Keine Gnade" für Schwule und Lesben

Gambias Präsident gilt als einer der homophobsten Machthaber der Welt und hat bereits wiederholt gegen Schwule und Lesben polemisiert. So sagte er erst Anfang April, dass Homosexualität dem Menschsein widerspreche; Schwule und Lesben dürften in Gambia "keine Gnade" erwarten, drohte der 48-Jährige. Im Gambia stehen auf Homosexualität 14 Jahre Haft.

Jammeh, der sich vor rund zwei Jahrzehnten an die Macht geputscht hat, hat immer wieder erklärt, dass sein Land nicht wegen ausländischer Hilfen seine Gesetze bezüglich der Homosexualität ändern würde. Vergangenes Jahr sagte er etwa, dass er sich vom Westen nicht "bestechen" lassen werde (queer.de berichtete). Homosexualität sei ein westliches Konzept, das in Afrika nichts zu suchen habe. Auch beim Thema HIV sorgte Jammeh international für Kopfschütteln. So erklärte er wiederholt, dass er mit gemischten Kräutern den Virus heilen könne (queer.de berichtete).

Der mehrheitlich muslimische westafrikanische Staat Gambia zählt mit einem Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt von zirka 500 US-Dollar zu den ärmsten Ländern der Welt – es steht in dieser Liste sogar noch hinter Krisenstaaten wie Afghanistan oder Simbabwe. (dk)



#1 schwarzerkater
  • 30.09.2013, 13:11h
  • > "Es wird gerade eine Epidemie und wir Muslime und Afrikaner werden kämpfen, um dieses Verhalten zu beenden", so Jammeh. <
    yep, gambia hat bestimmt keine dringenderen probleme.
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#2 schwarzerkater
  • 30.09.2013, 13:19h
  • leider hat gambia keine eigene botschaft in berlin!
    dafür hier:
    Embassy of The Republic of Gambia
    Avenue Franklin D. Roosevelt 126
    B-1050 Brussels
    Tel: +32 (0)2 640 10 49
    Fax: +32 (0)2 646 32 77
    E-mail: info@gambiaembassy.be
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#3 knatzgilProfil
  • 30.09.2013, 13:34hettelbruck
  • Na super dass Extremer Schwachsinn und Dummheit nicht schmerzt.Die einzige Sprache die die verstehen ist die des Geldes.Entwicklungsgelder wenn ich so etwas schon lese.Das einzige was die entwickeln ist das Volumen der Konten der jeweiligen Machthaber .
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#4 TheDad
  • 30.09.2013, 14:01h
  • Falsch..

    Solche Staatspräsidenten sind die größte Gefahr für die Menschheit und für die Bürger des eigenen Staates..

    Es wird Zeit das der Internationale Gerichtshof mehr Haftbefehle gegen solche selbsternannte Politiker ausspricht, ihnen die diplomatische Immunität aberkennt, und sie festgenommen und vor Gericht gestellt werden..
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#5 PelayoAnonym
  • 30.09.2013, 14:22h
  • " "Es wird gerade eine Epidemie und wir Muslime und Afrikaner werden kämpfen, um dieses Verhalten zu beenden"

    Dann wissen wir ja jetzt ganz offiziell, wer die Feinde der Schwulen sind!
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#6 jarjarAnonym
  • 30.09.2013, 14:49h

  • Finde ich total schwer. Die leute da ohne hilfe lassen? Nur wegen so einem spinner? Auf der anderen seite sollte man sich da in die politik einmischen? Würde ich es gut finden wenn china sich bei uns einmischt? Lässt man es aber verurteilt man die schwulen da zum tode. Schwere entscheidungen. :-\
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#7 EnyyoAnonym
  • 30.09.2013, 15:24h
  • Er will sich nicht kaufen lassen? Gleiches Ding wie bei Herrn Buitoni - wer nicht will, der hat.

    Wenn Gambia sich nur von Putin und Co. Geld nimmt, könnte der Schuß nach hinten los gehen!

    Auch mir tun die Schwulen und Lesben in solchen Ländern zutiefst leid, ebenso die Bevölkerung, die eher unter Boykotten leidet als der regierende Kretin.

    Dennoch versteht dieser nun mal vor allem die Sprache des Geldes, weshalb man mit ihm auf diese Weise "reden" sollte.

    Keine Waffenlieferungen und keine Entwicklungshilfe - dann sehen wir mal weiter.
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#8 gatopardo
  • 30.09.2013, 15:29h
  • Muslimische Religionsfuzzis haben uns gerade noch gefehlt, während wir schon genug mit radikalen und homophoben Auslegern der Bibel zu tun haben.
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#9 WolfgangProfil
  • 30.09.2013, 15:59hBielefeld
  • Es muß einmal so radikal gesagt werden: je religiöser die Staaten, desto dümmer die Bevölkerung! (Daß im Vatikan angeblich Intellektuelle sitzen sollen, ist ein weit verbreitetes Märchen...siehe Ratzinger!).
    Die muslimischen Staaten sorgen systematisch für die Verdummung ihrer Bevölkerung; erst als Attatürk die Türkei mit einer strengen Politik der Aufklärung überzog, die den Islam in seine Grenzen wies, konnte dort im Gegensatz zu vielen anderen muslimischen Ländern des Nahen Ostens ein Bildungssystem entstehen, daß den Wohlstand des Staates förderte. Der jetzige Präsident Erdogan ist fleißig dabei (selbst nicht der Intelligenteste) sein Land wieder in die Unbildung zu treiben und damit erneut in die Stammesgesellschaft.
    Kein einziger der arabischen Staaten hat Nobelpreisträger in den Naturwissenschaften hervorgebracht (und wenn, dann sind sie lange bevor sie den Preis erhielten, in wissenschaftsfreundlichere Länder ausgewandert); kein einziges der irrwitzig reichen Öl-Scheichtümer interessiert sich für Bildung und Wissenschaft; lieber läßt man von Sklavenarbeitern Prunk- und Protzbauten errichten und kauft sich den hundersten Rolls. Kein einziger der muslimisch geprägten afrikanischen Staaten beteiligt sich an substantieller AIDS-Forschung. Das kleine Land Südkorea hat in den letzten 30 Jahren mehr Patente als alle arabischen Staaten zusammen aufgelegt.
    Das hat natürlich nichts damit zu tun, daß die Araber dumm wären - nein, sie werden nur dumm gehalten durch eine Religion, die noch primitiver ist als das Christentum - und das will schon was heißen.
    Wer sein Wissen und seine Bildung nach einem anderthalb Jahrtausende alten Buch ausrichtet, in dem nichts Relevantes über unsere heutige Welt zu finden ist, der verdammt sich selbst zu andauernden Stammeskriegen, Mitleidlosigkeit, aber vor allem halsstarriger Dummheit.
    - Interessant ist, daß selbst die Iraner gemerkt haben, daß sie sich einen so islamdummen und verblendeten Typen wie Achmahdineschad nicht mehr leisten konnten, weil sonst das Land nicht bloß politisch, aber vor allem wirtschaftlich den Bach runter geht. Da nützen auch keine importierten Atomkraftwerke, wenn man nicht genügend ausgebildete Männer UND Frauen hat, die sie bedienen und vielleicht selbst einmal bauen können.
    Religiös bedingter Tribalismus und Machotum (und längst nicht mehr die Nachzuckungen des Kolonialismus) haben zu andauernden grausamen Bürgerkriegen in Afrika geführt, zu Kindersoldaten und Massenvergewaltigungen und Massakern.
    Die Dummheit des gambischen Präsidenten schädigt vor allem die Afrikaner!
    Es ist erbärmlich, daß der Nahe Osten aufgrund der Dummheiten des reaktionären Islams seit Jahrzehnten gegeneinander Krieg führt - aber darüber vergessen wir, was der Islam und die ihn benützenden Potentaten in Afrika dem Kontinent antun. Es geht dabei nicht nur im Schwule und Lesben.
    Es wird gründlichst Zeit, daß die Religionen, die nichts anderes wollen und können als hetzen, spalten, unterdrücken und das als Gottes Wille und Erlösung verkaufen, in ihre Schranken gewiesen werden. Wer Aidskranke mit Kräutercocktails heilen will, wer biologische "Beweise" auf Klippschulniveau für die Widernatürlichkeit der Schwulen in aller Welt verbreitet und darüber seine Doktorarbeit schreiben will, wie jüngst ein afrikanisch-islamischer Doktorand im Netz verbreitete, wer Mädchen, die zur Schule gehen wollen mit Säure das Gesicht verätzt, der darf sich nicht mehr auf seine Religion und die daraus angeblich resultierende Kultur berufen.
    Ich fürchte nur, diese dummen Fanatiker lassen sich auch nicht davon abschrecken, wenn man ihnen den Geldhahn zudreht...
    Nein, es reicht - kein Respekt mehr vor angeblich göttlichen Worten und Weisheiten, die durch nichts belegt und erfahren sind; kein Respekt mehr vor Klerikern und Politikern die sich ihrer bedienen. Kein Respekt mehr vor Theologen aller Religionen; denn sie sind nichts weiter als Spekulanten und Spekulierer in ihrem Gotteswahn befangen; ihre ununüberprüften und angeblich unüberprüfbaren Wahrheiten sind völlig willkürliche Festsetzungen ihres Machowahns und Tribalismus. Erst die Radikalität des Islams in den letzten 30 Jahren hat Ratzinger seine intellektuelle Frechheit von der Diktatur des Relativismus erfinden lassen, der er seine unumstößlichen Widersinnigkeiten des Christentums entgegensetzt, die man weder kritisieren noch überprüfen darf. Ebenso macht es auch der Islam, mit dem sich das Christentum letztendlich doch in schönster Einhelligkeit befindet, wenn es um die Maßregelung und Unterdrückung der Menschen geht mit Diskussionsverboten, Dummheit und Angst vor Göttern, Geistern, Teufeln oder einfach den religiösen Machthabern selbst.
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.09.2013, 16:21h
  • Wer wie Gambia zu den ärmsten Ländern der Erde gehört, der sollte keine großen Töne spucken!
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