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"Schland"-Fans schauen einträchtig Jogis Jungs zu - die meisten halten das Engagement gegen Homophobie und Rassismus im Sport für nicht ausreichend (Bild: Arne List / flickr / by-sa 2.0)

Der Kampf des Fußballverbands gegen Homosexuellenfeindlichkeit ist nicht ausreichend, so deutsche Fans in einer Umfrage.

Lediglich 20 Prozent der Fußballanhänger in Deutschland glauben, dass sich Vereine und Spieler genug im Kampf gegen Homophobie engagieren; sogar nur 18 Prozent der Fans attestieren dem Deutschen Fußballbund ausreichende Anstrengungen in diesem Bereich. Mehr als die Hälfte, 55 Prozent, kritisiert dagegen ein zu schwaches Engagement des DFB. Bei den internationalen Verbänden UEFA und FIFA zeigten sich sogar 56 Prozent unzufrieden.

Das ist laut einem dpa-Bericht das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von YouGov. Das Meinungsforschungsinstitut hat 1051 Deutsche befragt, von denen knapp die Hälfte angaben, sie würden sich für den deutschen Volkssport Nummer eins interessieren.

Die Fans sind ein wenig mehr zufrieden mit dem Kampf des DFB gegen Rassismus. Hier lobten immerhin 40 Prozent den Verband, 46 Prozent forderten jedoch mehr Anstrengungen.

Fußballverband ist überrascht

Über das schwache Image beim Kampf gegen Menschenfeindlichkeit zeigte sich der Deutsche Fußballbund überrascht: "Das Ergebnis dieser Umfrage passt überhaupt nicht zum tatsächlichen Engagement des Verbands", erklärte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. Er verwies etwa auf die Informationsbroschüre Fußball und Homosexualität, die erst im Juli vom DFB herausgegeben wurde. Sie war im Rahmen der "Berliner Erklärung" veröffentlicht worden, in der Fußballvereine versprechen, Maßnahmen für ein "vorurteilsfreies Klima" zu ergreifen (queer.de berichtete).

Es gibt immer wieder Berichte darüber, dass Homosexuellenfeindlichkeit in Stadien nach wie vor weit verbreitet ist. So kam eine Umfrage unter schweizerischen Fußballprofis vor gut einem Monat zum Ergebnis, dass zwei Drittel der Sportler das Wort "schwul" als Schimpfwort verwenden (queer.de berichtete).

Immer wieder warnen auch Fußballvertreter schwule Profis davor, ein Coming-out zu wagen, weil das angeblich ihrer Karriere schaden könnte. Zuletzt erklärten das Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn und DFL-Chef Reinhard Rauball. In Deutschland gibt es bisher keinen einzigen Spieler, der sich während seiner Profilaufbahn als schwul geoutet hat. (dk)



#1 Hemez
  • 01.10.2013, 16:19h
  • >Über das schwache Image beim Kampf gegen Menschenfeindlichkeit zeigte sich der Deutsche Fußballbund überrascht: "Das Ergebnis dieser Umfrage passt überhaupt nicht zum tatsächlichen Engagement des Verbands"<

    Da hat der Deutsche Fußballbund wohl eine kleine Wahrnehmungsstörung.
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#2 anonymAnonym
  • 01.10.2013, 16:27h
  • Also wo mann doch sooo viel gemacht hat...
    Eine Broschüre rausgebracht.
    Das war schon recht viel Arbeit! :-/
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#3 NerdAnonym
  • 01.10.2013, 16:56h
  • eine broschüre und immer wieder erwähnen dass sich ja kein profifußballer outen sollte....
    ja das engagement ist schon überwältigend.....
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#4 anomeAnonym
  • 01.10.2013, 17:44h
  • Der DFB hat in dieser Hinsicht wirklich noch Nachholbedarf.

    Und natürlich wäre ein schwuler Fußballprofi gut für die gesellschaftliche Akzeptanz, ABER(!):

    Wir können keine Fußballer zum Outing zwingen, der das nicht von sich selbst aus tun möchte. Und wenn ein schwuler Fußballer seine Sexualität geheim hält, kann ich das auch gut nachvollziehen.

    1. Ist Sexualität Privatsache. Jeder entscheidet selbst, wie viel Privates er nach außen trägt.

    2. Ist es verständlich, dass die Fußballer Angst vor Diffamierungen von Seiten der Fans haben und dass ihnen ihre eigene Karriere wichtiger ist als die Ziele der LGBT-Community.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 LucaAnonym
  • 01.10.2013, 20:45h
  • Das ist leider wahr!

    Die Umfrage zeigt aber auch wieder mal, dass die Fußballfans längst viel weiter sind als immer wieder vermutet wird, wenn manche Leute meinen, Fußballer sollten sich nicht outen...
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#7 David77Anonym
  • 01.10.2013, 20:53h
  • Antwort auf #4 von anome

  • Ja genau, privatsche! Wäre schön, wenn die fussballer ihre frauen auch so privat hielten! Muss das sein? Die ehe , sowohl die partnerin, als auch der familienstand "ehe" ist privatsache und geht keinen etwas an!
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#8 Foxie
#9 TheDadProfil
  • 01.10.2013, 21:28hHannover
  • Antwort auf #4 von anome
  • "" Und wenn ein schwuler Fußballer seine Sexualität geheim hält, kann ich das auch gut nachvollziehen.""..

    Schrankschwestern verstehen das natürlich..

    ""1. Ist Sexualität Privatsache. Jeder entscheidet selbst, wie viel Privates er nach außen trägt.""..

    Ach ? Tatsächlich ?
    Wieso muß ich dann ständig über die heterosexuellen Eskapaden von Dutzenden Profi-Spielern lesen ?

    ""2. Ist es verständlich, dass die Fußballer Angst vor Diffamierungen von Seiten der Fans haben und dass ihnen ihre eigene Karriere wichtiger ist als die Ziele der LGBT-Community.""..""..

    Wie nett..
    12 Jahre nach Wowereits
    ""Übrigens, ich bin schwul, und das ist auch gut so""
    könnten sich auch die schwulen Jungs in der Bundesliga mal einen Scheiß drum kümmern was rassistische Fan´s davon halten, und sich mehr um die Fan´s kümmern die gute Spieler in guten Spielen sehen wollen, und mehr nicht..

    Was für ein Geschwafel..
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#10 anomeProfil
  • 01.10.2013, 22:02hKassel
  • Antwort auf #7 von David77
  • Du hättest meinen Beitrag gründlicher lesen sollen.
    Ich habe geschrieben:
    "Jeder entscheidet selbst, wie viel Privates er nach außen trägt."

    Von daher können Fußballer ihre Frauen ruhig öffentlich zeigen. Trotzdem muss sich kein schwuler Spieler outen, der dies nicht möchte.
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