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So präsentiert sich John Barrasso auf Facebook seinen Wählern (Bild: John Barrasso's Office)

Wenn es um Rechte für Homosexuelle geht, ist John Barrasso immer dagegen. Ein Blogger mit guten Quellen behauptet nun, dass der Volksvertreter schwul ist, seine sexuelle Orientierung aber hinter seiner Homophobie verbirgt.
Der Republikaner John Barrasso, der seit 2007 im amerikanischen Senat seinen Heimatstaat Wyoming vertritt, ist von Blogger Michael Rogers geoutet worden. Auf Twitter schrieb Rogers am Sonntag: "Senator John Barrasso hatte bei [Nachrichtenmoderator] Chris Wallace die Chance, sich als schwul zu outen". Danach verwendete Rogers die Hashtags "#maybenexttime" (vielleicht nächstes Mal) und "#bustthehatecloset" (lasst das Versteckspiel des Hasses auffliegen).

Barrasso ist einer der homofeindlichsten Senatoren in Washington. Die LGBT-Organisation Human Rights Campaign, die das Abstimmungsverhalten aller Volksvertreter misst, hat den gelernten Orthopäden immer wieder als einen der schlechtesten Abgeordneten bezeichnet; so habe der 61-Jährige in null Prozent der Fälle für Homo-Rechte gestimmt.

Für Waffen, für Schulgebet, gegen Homosexuelle, gegen Abtreibung


Blogger Michael Rogers schaut sich in der Szene von Washington um – und outet gerne mal Politiker, die Schwulen und Lesben das Leben schwer machen, aber privat ein Geheimnis haben

Beispielsweise lehnte Barrasso 2010 die Abschaffung des Homo-Verbots im US-Militär ab oder erklärte, dass Homosexuelle anders als andere Gruppen nicht ins Antidiskriminierungsgesetz aufgenommen werden sollten. In der Vergangenheit prahlte er mit seinen konservativen Ansichten: "Ich habe von der NRA [die größte Interessengruppe für Waffenbesitzer, Red.] ein 'sehr gut' erhalten, ich habe für das Schulgebet gestimmt, gegen die Homo-Ehe und habe Gesetze eingebracht, welche die Unantastbarkeit des Lebens schützen [ein Euphemismus für generelle Abtreibungsverbote, Red.]".

Privat ist Barrasso geschieden und hat 2008 erneut geheiratet. Er hat drei Kinder und beschreibt sich als gläubigen Presbyterianer. Er wurde zwei Mal mit je mehr als 70 Prozent der Stimmen von der Bevölkerung Wyomings in den US-Senat gewählt.

Rogers war bereits oft erfolgreich mit Outings

Der Blogger Michael Rogers hat bereits wiederholt männliche Politiker mit einem extrem homofeindlichen Abstimmungsverhalten geoutet, die sich später als schwul erwiesen haben. Dazu gehören etwa Mark Foley, der 2006 über einen Sex-Chat mit einem 16-jährigen Praktikanten gestolpert war (queer.de berichtete). Außerdem hatte Rogers den früheren US-Senator Larry Craig geoutet, bevor dieser 2007 wegen "unzüchtigen Verhaltens" auf einer öffentlichen Herrentoilette von einem Beamten in zivil festgenommen wurde (queer.de berichtete). Auch der Wahlkampfleiter von George W. Bush im Jahr 2004 musste ein Outing wegen des extrem homophoben Wahlkampfs über sich ergehen lassen; sechs Jahre danach schaffte Ken Mehlman schließlich ein Coming-out (queer.de berichtete).

Rogers argumentiert, dass viele homophobe Politiker nur gegen Homo-Rechte stimmen, um ihre eigene sexuelle Orientierung zu verstecken. Daher oute er ausschließlich Politiker, "die Schwulen das Leben schwer machen und dabei selbst schwul sind". (dk)

Youtube | Senator John Barrasso ist auch ein erbitterter Gegner der Gesundheitsreform von Präsident Obama


#1 GeorggAnonym
  • 02.10.2013, 16:42h
  • Ich hoffe, er hat 100% handfeste Beweise, die auch eine Gerichtsverhandlung stand halten...

    Hoffentlich ist es kein Tuntengetratsche!
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#2 more is moreAnonym
#3 TheDad
  • 02.10.2013, 17:00h
  • Wenn die Informationen stimmen :

    Vollkommen richtig so !

    Solche Leute haben das Recht auf eine "Privatsphäre" verloren !
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#4 Martin28a
#5 antos
  • 02.10.2013, 17:21h
  • Antwort auf #1 von Georgg
  • "Hoffentlich ist es kein Tuntengetratsche!"

    Vielleicht sollten wir doch mal großzügig davon ausgehen, dass jemand, der sich so viele Jahre schon engagiert - mit Zeit, Arbeit, Geld - nicht so ganz unerfahren-blöd sein kann! Wer noch nie was von Michael Rogers gehört hat und sich dazu durchringt, den Namen zu googeln, kann auch etwas mehr lernen:

    de.wikipedia.org/wiki/Michael_Rogers_(Aktivist)

    Michael, viel Erfolg weiterhin! ['antoxxxyness']
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#6 David77Anonym
  • 02.10.2013, 17:32h
  • Antwort auf #4 von Martin28a

  • Ist es richtiger jemandem heterosexualität vorzuwerfen, ohne beweise vorzulegen?
    übrigens hat ein "vorwurf" einen negativen aspekt. Oder gibt es auch positive vorwürfe? Interessante wortwahl deinerseits also.
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#7 Aus Bad HomburgAnonym
  • 02.10.2013, 17:35h
  • Und noch ein Opfer auf dem Altar des heiligen Outings in der Kirche einer hypermedialisierten Gesellschaft, wobei das Privatleben eines Menschen bis zur "Tagesnachricht" reduziert wird, das Idol "political correctness" (christliche) Barmherzigkeit ersetzt, und die selbstgefälligen "Priester" im Netz wenigstens genauso fehlerhaft wie von ihnen gleich verurteilte "Sünder" sind.
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#8 TheDad
  • 02.10.2013, 17:45h
  • Antwort auf #7 von Aus Bad Homburg
  • Bursche !

    Wenn jemand rauskriegt welche ROLLE Du in Deiner Stadt wirklich spielst..

    Sei Dir sicher das ich (und viele andere) das bei passender Gelegenheit in die Öffentlichkeit tragen..

    ""Tagesnachricht"" ?
    Es könnte auch die Nachricht des Jahrtausends werden :

    Reiz mich noch ein bisschen, und ich komm Wochenend´s eines Tages plötzlich nach Fulda in den Dom wo Du dir immer die große Show antust, sink vor Dir auf die Knie und beschwer mich lauthals beim anwesenden Bischof das Du dein Ehe-Versprechen mir gegenüber nicht eingehalten hast, weil Du letztlich nur an meiner Jungfräulichkeit Interesse zeigtest !

    Die Unverschämtheit als Schrankschwester die Homophobie eines Politikers zu verteidigen kann auch nur von Leuten wie Dir kommen !
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#9 timpa354Ehemaliges Profil
  • 02.10.2013, 17:45h
  • Gott, was muss Barrasso sich selbst hassen, der Glaube macht es möglich, dass Menschen mit radikaler Selbstverleugnung ihr Leben versauen und das soll christlich sein, da kann man doch nur brechen. Dank an Michael Rogers!
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#10 hyper hyperAnonym