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Nelson Piquet Jr. wollte sich mit der "Schwuchtel"-Beschimpfung einen Spaß erlauben – dafür darf er fortan nur auf Bewährung bei NASCAR mitfahren (Bild: Jose Cruz)

Der brasilianische Autorennfahrer Nelson Piquet Jr. wurde am Dienstag vom US-Motorsportverband NASCAR zur Zahlung in Höhe von 10.000 Dollar (7.500 Euro) verurteilt, weil er sich auf dem Portal Instagram homophob geäußert hatte. Er muss außerdem einen Toleranz-Kurs besuchen.

Der 28-Jährige hatte vergangene Woche auf der Foto-Sharing-App einen anderen Rennfahrer als "Schwuchtel" bezeichnet. Dieser Fahrer hatte ein Bild veröffentlicht, dass ihm beim Gewichtstraining zeigt. Zunächst hatte Piquet Jr. nach der Veröffentlichung seinen Kommentar auf Twitter als "Hänselei" zwischen Freunden verteidigt. Inzwischen sind sämtliche Äußerungen gelöscht worden.

Piquet Jr. hat sich zudem öffentlich entschuldigt: "Meine armselige Wortwahl tut mir wirklich leid. Ich wollte niemanden beleidigen", so der Sportler. Er habe aus dem Vorfall vieles gelernt und werde sich bemühen, künftig sensibler zu sein.

Vorerst darf der Brasilianer nur noch auf Bewährung an NASCAR-Rennen teilnehmen. Der Verband stellte klar, dass allen Fahrern jegliche Äußerung verboten ist, die Menschen wegen ihrer Rasse, Hautfarbe, Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Familienstandes, ihrer Religion, ihres Alters oder wegen einer Behinderung herabwürdigen.

Piquet Jr. ist einer von sechs Kindern des gleichnamigen Formel-1-Fahrers, der in den 1980er Jahren drei Mal den Wettbewerb gewinnen konnte. Er kam in Deutschland zur Welt, weil seine hochschwangere Mutter ihren Mann 1985 während der Formel-1-Rennen in Europa begleitete. Zu dieser Zeit wurde der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring ausgetragen, weshalb sich Piquet und seine Frau in Deutschland befanden. Als Erwachsener versuchte sich Piquet Jr. ebenfalls in der Königsklasse, wurde aber 2009 mit Renault nur Zwölfter. Danach wechselte er zu NASCAR, dem beliebtesten Motorsportrennen in den Vereinigten Staaten. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.10.2013, 17:57h
  • Die Geldstrafe ist zu niedrig; viel härter wäre eine sechsstellige Geldstrafe gewesen! Die Fahrer sind so vermögend, denen muß das richtig wehtun!
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#2 anomeProfil
  • 02.10.2013, 18:32hKassel
  • 7.500 wegen einem Wort sind mal völlig übertrieben. Und dazu noch eine "Bewährung" als Rennfahrer...

    Er hat sich entschuldigt, damit sollte sich die Sache erledigt haben.
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#3 SmileyEhemaliges Profil
  • 02.10.2013, 18:47h
  • Antwort auf #2 von anome
  • > Er hat sich entschuldigt, damit sollte sich die Sache erledigt haben.<

    Nö.

    Entschuldigung ist in Ordnung, ersetzt aber keine Sanktion. Im Privaten kann man gern Fünfe gerade sein lassen, ansonsten gilt: Entschuldigung ist kein Ersatz für Sanktion. Nirgendwo.
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#4 holli70Anonym
  • 02.10.2013, 19:02h
  • Antwort auf #2 von anome

  • Ich finde es auch übetrieben. Die Jungen Leute um mich herum benutzen das Wort ständig, wissen von meiner Neigung und gegen einen völlig normalen Umgang mit mir. Wenn für das Wort "geil" demnächst auch noch Geldstrafen verhängt... dann wirds für einige Leute ziemlich teuer.
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#5 Harry1972Profil
  • 02.10.2013, 20:36hBad Oeynhausen
  • Da hat der Motorsportverband ein gutes Zeichen gesetzt. Daran können sich IOC und Konsorten mal ein Beispiel nehmen.
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#6 SmileyEhemaliges Profil
#7 Tobi-CologneAnonym
  • 02.10.2013, 23:41h
  • 7.500 Euro sind für solche Leute zwar nur eine lächerliche Summe, die die aus der Portokasse zahlen. Aber ein Zeichen ist es allemal...

    Ob es wohl auch eine so geringe Strafe gewesen wäre, wenn er andere Minderheiten mit ähnlich beleidigenden Worten belegt hätte?!
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#8 userer
#9 userer
  • 07.10.2013, 20:26h
  • Antwort auf #4 von holli70
  • holli70, wenn Sie Ihre Homosexualität (falls Sie überhaupt homosexuell sind und nicht doch von kath.net geschickt) als "Neigung" bezeichnen, sind Sie ohnehin im 19. Jahrhundert stecken geblieben und haben sich damit als ernst zu nehmender Diskussionspartner disqualifiziert.
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