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Mario Montez in jungen Jahren. Die Drag Queen benannte sich nach Maria Montez, der "Queen of Technicolor", die als Gay Icon galt (Bild: Mario Montez archive)

Der Transvestit, im letzten Jahr mit dem Special Teddy Award ausgezeichnet, spielte in vielen Filmen von Andy Warhol mit.

Mario Montez, eine der bekanntesten und frühesten Drag Queens des Queer Cinema, ist tot. Wie die "New York Times" berichtet, starb der in Puerto Rico geborene René Rivera bereits am letzten Donnerstag in Key West im US-Bundesstaat Florida an den Folgen eines Schlaganfalls. Er wurde 78 Jahre alt.

Montez wurde vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Andy Warhol bekannt, er trat in 13 seiner Filme auf. Der Regisseur Jack Smith hatte ihn für seinen Experimentalfilm "Flaming Creatures" entdeckt, der 1963 die schwule Subkultur New Yorks zeigte.


Montez 2003 im La Te Da Cabaret in Key West (Bild: Bernd Rosenbaum)

Mit seiner Familie war Montez als Achtjähriger nach New York gekommen. Nach dem Ende seiner Filmkarriere in den 70ern zog es ihn nach Florida, ohnehin war der Film nur ein Nebenjob: Montez arbeitete hauptberuflich unter anderem als Postbeamter und bei einer Versicherung. Erst vor wenigen Jahren meldete er sich in der Öffentlichkeit zurück, in einer Dokumentation über Smith. Im letzten Jahr wurde er auf der Berlinale mit einem Special Teddy für sein Lebenswerk geehrt.

Montez hinterlässt seinen Lebenspartner, David Kratzner (nb).

Youtube | Der Teddy blieb Montez' erster und einziger Preis