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Tuttlingen Im innerparteilichen CDU-Wahlkampf um die Nachfolge des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel ist es zu einem Eklat gekommen, berichtet die Associated Press in schönstem Agenturdeutsch. "Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Annette Schavan äußerte sich am Montagabend vor rund 1.200 Zuhörern in der Stadthalle in Tuttlingen aufgebracht zu immer wieder auftauchenden Gerüchten, sie sei lesbisch". Es fehle ihr dazu "Eignung, Lust und Neigung", so Schavan laut AP auf eine entsprechende Frage während einer Regionalkonferenz ihrer Partei, "das habe ich jetzt einmal gesagt und ich wiederhole es nicht". Entsprechende Gerüchte seien "schäbig, absurd, das ist Rufmord". Auf der ersten Regionalkonferenz vor einer Woche in Schwäbisch Gmünd hatten CDU-Mitglieder aus der Region Stuttgart ein Flugblatt verteilt, in dem absichtsvolle Mutmaßungen über angebliche "gleichgeschlechtliche Beziehungen" Schavans verbreitet wurden, berichtet AP weiter. Ihr Konkurrent um die Nachfolge Teufels, Günther Oettinger, griff selbst die kinderlose und unverheiratete Schavan nicht an, betonte aber oft, wie wichtig ihm seine Familie und Kinder seien. (nb/ap)



15 Kommentare

#1 OlafAnonym
  • 23.11.2004, 15:21h
  • In den Kreisen, in denen unsere Ministerin verkehrt, ist Lesbischsein wirklich Rufmord. Daran trägt sie als fast fundamentalistische Christin auch erheblichen Anteil. Vielleicht ist es ja wirklich Selbsthass, auf dem ihr eigener Glaube fußt.
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#2 skydiverProfil
  • 23.11.2004, 15:33hStuttgart
  • Oettinger würde seine Mutter verkaufen, wenn er es dadurch schaffen würde, unseren Erwin Teufel als Ministerpräsident im April 2005 abzulösen (!!!) Das derartige "Gerüchte" auftauchen wundert mich gar nicht (!!!) Und wenn er es schafft... müssen wir Lesben und Schwule uns "warm" anziehen in Baden-Württemberg (...)
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#3 dnlnAnonym
  • 23.11.2004, 16:48h
  • Rufmord find ich doch was übertrieben, wenn die verheiratet wäre (ist sie meines wissens nicht, oder doch?) könnte ich das verstehen. 2006 könnte sie eine gute Bundesbildungsministerin abgeben und in BW regiert Oettinger/Goll.
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#4 MarkusAnonym
  • 23.11.2004, 18:11h
  • Ein hübscher Anlaß, darüber nachzudenken, ob eine Partei, in der es "Rufmord" ist, als lesbisch bezeichnet zu werden, für Homosexuelle wählbar ist!
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#5 Knecht RuprechtAnonym
  • 23.11.2004, 18:51h
  • ist ja interessant, wie der homosexualismus menschen aus der öffentlich für seine doktrien vereinnahmt... allein auf solche gedanken zu kommen, dass araft bi und frau schavan vielleicht lesbisch ist, ist krank.
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#6 wolfAnonym
  • 23.11.2004, 23:31h
  • Tja, was soll mann dazu sagen ... es zeigt mal wieder, das CDU-Führungskräfte Berührungsängste haben ... Die leichteste Form der Erwiderung wäre doch gewesen:
    Ich bin es nicht, und bedaure das manchmal gegenüber solch engstirnigen Parteigenossen! Damit hätte sie Format gezeigt ... Oder noch besser: Spielt das eine Rolle für meine Qualifikation? Durch diese Diskrimierung stellen sich diejenigen selber ins Abseits der CDU!
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#7 expressAnonym
  • 24.11.2004, 01:52h
  • Ungerecht: Dürfen Polit-Frauen nicht lesbisch sein?

    Das miese Spiel mit Annette Schavan (CDU)

    Von THOMAS GOLDAU und ANNE-KATTRIN PALMER

    Ministerin Annette Schavan
    Foto: dpa



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    Stuttgart/Köln – Sie ist die mächtigste Frau in der CDU nach Parteichefin Angela Merkel. Und sie kann die erste CDU-Ministerpräsidentin werden. Doch mit einer üblen Intrige versuchen innerparteiliche Gegner, die Karriere von Annette Schavan zu zerstören.

    Es ist ein neuer Eklat im Kampf um die Nachfolge des scheidenden baden-württembergischen Regierungschefs Erwin Teufel. Aufgebracht wehrt sich die Kultusministerin vor 1200 Zuhörern gegen immer wieder auftauchende Gerüchte, sie sei lesbisch: „Das ist schäbig, absurd, das ist Rufmord.“

    Auf den CDU-Regionalkonferenzen zur Teufel-Nachfolge muss sie sich immer wieder fragen lassen, warum sie unverheiratet und kinderlos ist. In Schwäbisch Gmünd haben CDU-Mitglieder sogar Flugblätter gegen sie verteilt.

    Nicht nur das. Es werde unterstellt, sie lebe nicht allein. Frauen, mit denen sie spazieren gehe, müssten sich einschlägige Fragen gefallen lassen, bis hin zu ihrer Mutter.

    Ihr Rivale Günther Oettinger, Chef der CDU-Landtagsfraktion, vermeidet direkte Angriffe. Doch in Reden betont er den Stellenwert von Familie und Kindern als „Logik des Lebens überhaupt“.

    Annette Schavan hat Klarheit geschaffen, sie sei nicht lesbisch. Doch was wäre denn so schlimm daran? Dürfen Politikerinnen keine Frauen lieben?

    Volker Beck, Grünen-Bundespolitiker: „Homosexuell zu sein ist keine Schande. Für lesbische und schwule Politiker ist es heute leichter möglich, offen und unverkrampft damit umzugehen. Trotzdem gelingt es nicht vielen.“ Er sagt aber auch: „Nicht jede unverheiratete Person ist gleich homosexuell.“

    Dass immer noch nicht offen damit umgegangen wird, sagt NRW-FDP-Geschäftsführer Ralph Sterck, bekennender Schwuler: „Mich wundert es schon, dass jede Partei inzwischen ihre Vorzeigeschwulen hat, doch es eigentlich keine Politikerin gibt, die sich offen bekennt.“ Doch er glaube nicht, dass lesbische Frauen es schwerer haben als Männer.

    Kölns Grünen-Sozialdezernentin Marlies Bredehorst (lebt mit einer Frau zusammen) widerspricht: „Es ist eine Tatsache, dass eine lesbische Beziehung noch nicht zur Normalität gehört – und dass sich viele Politikerinnen nicht trauen, sich zu outen. Das ist allerdings sehr abhängig von der Partei. Die Grünen gehen lockerer damit um als beispielsweise die CDU.“
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#8 DavidAnonym
  • 24.11.2004, 10:00h
  • Ja, was denn nun?
    Der eine wird kritisiert weil er zu seinem Partner und so zu seiner Neigung steht,
    die andere wird kritisiert das sie nicht allein lebt aber unverheiratet ist und es somit eine homosexuelle Beziehung sein könnte...
    Ja, was denn nun bitteschön?
    Ist die sexuelle Orientierung das schlimmere, oder die Tatsache das man es verheimlicht und somit unehrlich ist?
    Die sollten sich mal reden hören...
    Entweder oder...
    Entweder soll das Privatleben von jemand tabu sein und er hat darüber zu schweigen -dann dürfen auch solche Gerüchte nicht gestreut werden um dann Kritik ausüben zu dürfen.
    Oder jemand soll dazu stehen dürfen, damit mit dem Gerede schluss ist.
    Aber es kann nicht beides verlangt oder kritisiert werden.
    Oder darf sie sich sowas gefallen lassen, weil sie eine Frau ist?
    ja, dann ist die C-Partei wohl noch rückständiger, trotz Merkel.
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#9 egalAnonym
  • 24.11.2004, 11:11h
  • Herr Ralph Sterck hat wohl noch nie was von Sybill-Anka Klotz und Christina Schenk gehört - offnener geht es ja nun nicht mehr - setzen sechs ;-)
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#10 GerdAnonym
  • 24.11.2004, 13:57h
  • Also was bei dieser Nachfolgendebatte in Baden-Württemberg abgeht (erinnert sei an die Ohrfeige), ist mittlerweile ein echter Hammer. In Baden-Württemberg ist in der CDU mit dem Ende von Teufel ein Machtpoker entstanden, der viel über dieses Bundesland aussagt.

    Da kann der Norden der Republik mittlerweile (war auch mal anders) froh sein, einen CDU-Bürgermeister vom Format Ole von Beust zu haben.

    Zur Frau Schavan sei gesagt, auch wenn sie nicht unbedingt mein politischer Liebling in der Vergangenheit war (Ablehnung der Adoptionsfrage); die Diffamierung durch innerparteiliche Gegner, macht Sie mir wieder sehr sympathisch. Und jetzt wünsche ich mir, dass sie es schafft, nachdem es mir bisher eigentlich egal war...
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