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Nachfolger zum Meisterwerk

Peter Gabriel: "And I'll Scratch Yours"

  • 06. Oktober 2013, noch kein Kommentar

Immer für eine musikalische Überraschung gut: Peter Gabriel (Bild: Real Word Records / Universal Music Germany)

Die Musik-Legende veröffentlicht mit "And I'll Scratch Yours" endlich den Nachfolger zu seinem umjubelten Meisterwerk "Scratch My Back".

"Anstatt ein traditionelles Album mit Coverversionen zu machen, dachte ich mir, dass es sehr viel unterhaltsamer sein würde, ein neuartiges Projekt anzustoßen, bei dem Künstler miteinander kommunizieren und Songs austauschen", erklärt Peter Gabriel. "Nach dem Motto: Ich interpretiere einen deiner Songs und du im Gegenzug einen von meinen. Deshalb auch der Titel 'Scratch My Back – And I'll Scratch Yours' (auf gut Deutsch: Eine Hand wäscht die andere)."

"Scratch My Back", der erste Teil dieses Song-Austausches, wurde ursprünglich 2010 veröffentlicht und wird nun noch einmal in einer speziellen Edition zusammen mit "And I'll Scratch Yours" neu herausgebracht. Aufgrund der dicht gefüllten Aufnahme- und Tourneekalender der an diesem Projekt beteiligten Künstler ist es bei der Umsetzung des Vorhabens natürlich zu einigen Verzögerungen gekommen. Doch aufgewogen wird dies durch Gabriels Freude über das letztendlich erhaltene Feedback.

Album überzeugt mit Gaststars wie Feist, Regina Spektor oder Brian Eno


"And I'll Scratch Yours" ist das neue Album von Peter Gabriel (Bild: Real Word Records / Universal Music Germany)

In Anbetracht des Kalibers und der Karrieren der Künstler, deren Songs er ausgewählt hatte, ist es schon geradezu unglaublich, dass bis auf zwei Songwriter alle in der Lage waren, Peter Gabriels Gefälligkeit zu erwidern. Für Neil Young und Radiohead, die beide verhindert waren, sprangen mit Joseph Arthur und Feist feat. Timber Timbre andere hochkarätige Künstler ein, die zu diesem aufregenden Projekt ihre Versionen von "Shock the Monkey" respektive "Don't Give Up" beisteuerten.

Die sich "revanchierenden" Künstler entschieden sich dafür, Gabriels Songs auf sehr unterschiedliche Weise anzugehen. Ein paar ließen sich auf das Risiko ein, das Originalmaterial radikal neu zu interpretieren und schafften es so, dass man die Ursprungsversionen in ihren Bearbeitungen kaum wiedererkennt. Beispiele dafür sind etwa Lou Reeds knurriges Remake von "Solsbury Hill" oder Brian Enos erschreckend futuristische Version von "Mother of Violence". Andere – wie Arcade Fire ("Games Without Frontiers"), Elbow ("Mercy Street") oder Regina Spektor ("Blood Of Eden") – blieben mit ihren Interpretationen sehr viel näher an den Originalen dran. (cw/pm)

Youtube | Peter Gabriel mit Brian Eno - Mother of Violence