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Ungewöhnliches Werbemotiv für die schwul-lesbische Karrieremesse "Sticks & Stones", die im vergangenen Jahr noch "Milk" hieß: "Wir suchen Einhörner"

Die queere Karrieremesse öffnet am 26. Oktober wieder ihre Türen in Berlin – Organisator Stuart Cameron erklärt im queer.de-Interview, was es mit "Sticks & Stones" auf sich hat.

"Wir suchen Einhörner", so wirbt "Sticks & Stones" um Besucher. Die Karrieremesse, die im vergangenen Jahr noch unter dem Namen "Milk" an den Start gegangen ist, will am 26. Oktober wieder Leute aus ganz Deutschland ins Hotel nhow Berlin locken, die mehr aus ihrer beruflichen Laufbahn machen wollen. queer.de-Redakteur Dennis Klein hat sich mit Organisator Stuart Cameron darüber unterhalten, warum man eine queere Karrieremesse braucht und was die Besucher erwarten können.

Aus "Milk" wird dieses Jahr "Sticks & Stones". Was verändert sich mit dem neuen Namen?

Wir sind frecher geworden und nicht mehr so darauf bedacht, es jedem recht zu machen. Neben unseren 64 Ausstellern – Deutschlands stolzeste Arbeitgebern – legen wir sehr viel Wert auf unsere Speaker: Panzerfahrerinnen, Journeymen, Pandas, Rockstars, Einhörner – 44 beeindruckende Persönlichkeiten erwarten unsere Besucher. Unsere Speaker zeigen, wie vielseitig diese Welt ist und welche atemberaubenden Facetten das Leben hinter den grauen Vorhängen von eintönigen Jobs bereithält. Die Themen der Vorträge reichen von der Gründung des Heavy-Metal-Festivals Wacken über Homophobie im Sport bis hin zu Frauen in Tech-Jobs.

Des weiteren gibt es dieses Jahr wieder die Möglichkeit, seinen Lebenslauf checken zu lassen, mit Karrierecoaches zu sprechen, vor Investoren seine Idee zu pitchen, vom Dach zu laufen, beim Crazy-Business-Style-Contest mitzumachen oder sich von unserem Starfotografen ein neues CV-Bild zu machen.


Betriebswirt Stuart Cameron ist stolz auf seine queere Karrieremesse, die einzige ihrer Art in Deutschland (Bild: Philipp von Ostau)

Warum brauchen Schwule und Lesben ihre eigene Karrieremesse?

Brauchen Sie nicht. Wir sind nur Deutschlands einzige Jobmesse, die neben Heteros eben auch Schwule und Lesben willkommen heißt und deren Vielfalt und Potential schätzt. Des weiteren werden bei uns nur Unternehmen zugelassen, die eine offene Unternehmenskultur haben. Das heißt, dass sich die Unternehmen bei uns bewerben müssen. Bei uns braucht sich also niemand den Kopf darüber zu zerbrechen, ob der potenzielle Arbeitgeber vielleicht etwas gegen seine sexuelle Orientierung/Identität haben könnte oder nicht – bei uns "outen" sich die Unternehmen.

Wer ist der ideale "Sticks & Stones"-Besucher?

Den gibt es nicht. Wir wollen, dass jeder die gleichen Chancen im Job hat. Egal ob blonder Mittzwanziger mit Strahlemannlächeln oder die 53-jährige, schwarze Transsexuelle, die im Rollstuhl sitzt. Die Qualifizierung zählt und nicht irgendwelche willkürlichen Merkmale.

Ihr bezeichnet euch als "Rockstar unter den Karrieremessen" und lockt auch mit einer After-Show-Party. Steht bei euch Networking oder Feiern im Vordergrund?

(lacht) Hoffentlich beides. Wir wollen den Besuchern ein einzigartiges Karriereevent bieten, bei dem sie so sein können, wie sie sind. Eine Karrieremesse muss nicht spießig und langweilig sein, sondern kann auch Spaß machen.

Wie hat sich die Akzeptanz der Messe durch die Firmen in den letzten Jahren verändert?

Die Unternehmen sind offener geworden. Am Anfang waren gerade einmal acht Unternehmen bei uns dabei. Und dieses Jahr sind wir mit über 60 Ausstellern wieder ausgebucht. Mittlerweile bewerben sich auch Unternehmen bei uns, von denen wir das gar nicht erwartet hätten. Ich bin mir sicher, dass einige queer.de-Leser über den ein oder anderen Aussteller verwundert sein werden.

Wie offen gehen deutsche Unternehmen generell mit dem Thema Homosexualität um?

Leider immer noch nicht offen genug, ansonsten würden nicht immer noch über die Hälfte der Lesben und Schwulen ihre sexuelle Identität am Arbeitsplatz verheimlichen. Aber wir merken, dass Diversity ein immer wichtigeres Thema für Unternehmen wird. Unternehmen merken, dass man sich insbesondere angesichts des Fachkräftemangels öffnen und ein klares Statement zum Thema Vielfalt abgeben muss, um nach wie vor Talente anzuziehen. Und ganz ehrlich: Wer ein Problem mit uns hat, zu dem wollen wir auch nicht.

Infos zur Messe

Die Sticks & Stone Karrieremesse findet am Samstag, den 26. Oktober 2013 in Berlin statt. Beginn: 11 Uhr. Veranstaltungsort: Music & Lifestyle Hotel nhow, Stralauer Allee 3, 10245 Berlin, Nähe S-Bhf. Treptower Park. Der Ausstellerpartner PANDA hat noch 500 Gratis-Tickets gesponsert. Bis zum 20. Oktober 2013 sind die Tickets online erhältlich. Nach diesem Termin gibt es die Tickets nur noch an der Messekasse für 20 Euro.
Wöchentliche Umfrage

» Am 26. Oktober findet in Berlin die schwul-lesbische Karrieremesse Sticks & Stones statt. Suchst du einen neuen Job?
    Ergebnis der Umfrage vom 14.10.2013 bis 21.10.2013


#1 JaroslavAnonym
#2 Frommer WunschAnonym
  • 07.10.2013, 19:45h
  • Ich möchte auch ein langes, aber sachliches Arbeitsgespräch mit Stuart Cameron bekommen, am besten unter vier Augen, selbstverständlich...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 antos
  • 07.10.2013, 19:51h
  • "Des weiteren gibt es dieses Jahr wieder die Möglichkeit, seinen Lebenslauf checken zu lassen, mit Karrierecoaches zu sprechen, vor Investoren seine Idee zu pitchen, vom Dach zu laufen, beim Crazy-Business-Style-Contest mitzumachen oder sich von unserem Starfotografen ein neues CV-Bild zu machen."

    Ein Satz wie für ein Theaterstück [Elfi J.?] oder aus einem Roman, ja, den gibts ja auch schon, Kathrin Röggla: 'wir schlafen nicht'. Schrecklich [also nicht die Kunst jetzt, die lehrt einen ja wenigstens Distanz zu dieser rexihaften Aufgekratztheit!].
  • Antworten » | Direktlink »
#4 StevenAnonym
#6 antos