Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?20194

Britney Spears ließ sich ihr neues Video zum Song "Work Bitch" über sechs Millionen Dollar kosten

Eine laxe Äußerung der "Oops, I did it again"-Sängerin sorgt in der US-Szene für Aufregung. Blogger fragen sich, ob sie ehrlich ist oder nur "Gay Marketing" betreibt.

Popsängerin Britney Spears hat am Montag in einem Interview erklärt, dass ihre Musik auch von schwulen Freunden inspiriert werde. Sie antwortete im Radiosender KMVQ in San Francisco auf die Frage, wie Schwule ihr künstlerisches Schaffen beeinflussen: "Viele meiner Haarstylisten und von meinem Beauty-Team sind schwul und ich hänge viel mit Schwulen herum und denke einfach, dass sie bezaubernd und lustig sind".

Unter Szene-Bloggern führte die Äußerung zu gemischten Reaktionen. Spears stand bereits vor der Veröffentlichung ihres Songs "Work Bitch" vergangene Woche in der Kritik. Der queere Rapper Mykki Blanco kritisierte etwa via Twitter: "Der Song ist nicht 'Gay Pride', sondern 'Gay Marketing'. Er ist nur dazu da, dass ihr Schwuchteln auf Ecstasy Müll bis sechs Uhr morgens hören könnt."

Vimeo | "Work Bitch": Britney bei der Arbeit

Slate: Szene verhält sich heuchlerisch


Britney Spears in einer Gastrolle in der Serie "Will & Grace" (2006): Sie spielte eine fundamentalistische Christin, die heimlich lesbisch war (Bild: NBC Universal)

Im Online-Magazin "Slate" wird dagegen bemängelt, dass sich viele in der Szene heuchlerisch gegenüber Diven wie Britney Spears verhalten: "Wir sollten nicht so tun, als ob wir nicht mitschuldig an diesen Beziehungen sind". Wörter wie "bitch" würden von der Szene angenommen – und Schwule hätten in der Öffentlichkeit schon lange offen für Stars wie Madonna und Joan Rivers geschwärmt und so ihre eigenen Klischees geschaffen.

Spears wurde bereits 2009 vom amerikanischen Homo-Sender Logo als ultimative Schwulenikone geehrt (queer.de berichtete). Sie hatte sich damals bereits öffentlich für die Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben ausgesprochen.

Trotz privater Probleme gehört sie zu den erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten: Im Alter von 31 Jahren hat sie bereits mehr als 100 Millionen Alben verkauft. Laut "Forbes" war sie im vergangenen Jahr mit Einnahmen in Höhe von 58 Millionen US-Dollar die bestbezahlte Sängerin der Welt. Schwule Bars sind inzwischen ohne Spears-Songs kaum noch vorstellbar.

Unter Diven spielt nicht nur Britney mit Schwulenklischees. So erklärte die 80-jährige Schauspielerin Joan Collins ("Denver-Clan") in der neuesten Ausgabe des "Out"-Magazins: "Ich denke, Schwule lieben glamouröse Frauen und ich denke auch, dass ich glamourös bin". (dk)



Abtanzen mit Britney Spears

Die neue Single "Work Bitch" setzt wieder voll auf Dance- und Electro-Pop. In diesem Stil soll auch das neue Album "Britney Jean" sein.
#1 EinerAnonym
#2 Ne DankeAnonym
#3 fast richtigAnonym
#4 julian21
  • 08.10.2013, 15:21h
  • [Irgendeine beliebige Menschengruppe] ist [irgendein beliebiges Attribut]

    Bei Aussagen mit so einem Muster winkt man am besten gleich ab.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 julian21
#6 DNAAAnonym
  • 08.10.2013, 15:41h

  • Nur weil Britney nicht rumrennt und einen auf Homorechte-Kämpferin macht (wie andere im Showgeschäft) heißt es doch nicht, dass ihre Aussage nur Marketing sei. Sie sagt schon seit Jahren, dass sie Homos toll findet und hat in Interviews immer gesagt "Liebe ist Liebe. Egal, ob Hetero oder Homo!" Sie ist in diesem Business groß geworden und hatte schon immer mit Schwulen Tänzern, Designern, Make-Up Artist und und und zu tun!

    Ich kaufe ihr ihre Kommentare mehr ab, also sonst jemanden aus dem Business.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 08.10.2013, 16:45h
  • Antwort auf #6 von DNAA
  • Gut möglich. Aber das viele Ihrer Friseure und Kosmetiker, schwul sind und Sie viel mit schwulen Freunden rumhängt sind aber trotzdem ziemlich hohle Aussagen und tausendmal schon überstrapaziert. Ausserdem sollten sich ältere Frauen was anziehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 didaktischAnonym
  • 08.10.2013, 17:13h
  • Antwort auf #5 von julian21
  • auch mal hilfreich, um gerade die absurdität solcher aussagen zu verdeutlichen, oder?!

    und dass "bezaubernd" und "lustig" hier weniger als "positive eigenschaften" denn als die üblichen stigmatisierenden stereotype herüberkommen, die die zwangsheterosexualisierte gesellschaft zur abgrenzung von "den schwulen" und zur aufrechterhaltung ihrer unterdrückerischen geschlechterordnung braucht (frauen müssen da ja auch immer ganz "bezaubernd", und vor allem unwiderstehlich schön und sexy, sein), liegt auf der hand.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 julian21
#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.10.2013, 20:30h
  • Man muß Britney und ihre Musik nicht mögen, aber sie ist mit Ernst bei der Sache und meiner Meinung nach meint sie es ehrlich mit ihrem Engagement für die LGBTI-Community.
  • Antworten » | Direktlink »