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  • 08.10.2013               Teilen:   |

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Verlobungsringe für Schwule und Lesben

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So kitschig können Heiratsanträge sein. Schnüff! (Bild: masterdesigner / flickr / cc by-sa 2.0)

Schwule und Lesben können sich seit über einem Jahrzehnt hierzulande verpartnern lassen. Viele wissen aber noch nicht, dass auch eine Verlobung möglich ist – am besten mit einem güldenen Ring!

Von Carsten Weidemann

In Deutschland ist die Verlobung von verschieden- und gleichgeschlechtlichen Paaren nicht nur ein symbolisches Geplänkel, sondern hat handfeste Folgen: Immerhin gilt ein Paar bereits als verwandt, wenn es sich das Eheversprechen gegeben hat. Das hat viele Vorteile. Zum Beispiel erhalten Adam und Evo oder Anne und Eva vor Gericht das Zeugnisverweigerungsrecht; ein Partner muss also nicht gegen den anderen aussagen, wenn er ihn damit belasten würde. Schwulen und Lesben steht das gleiche Recht auf Verlobung seit 2005 zu, nachdem die damalige rot-grüne Bundesregierung die Rechte im Lebenspartnerschaftsgesetz gegen den erbitterten Widerstand von Angela Merkels Union verbessert hatte.

In den letzten Jahren hat sich unter Schwulen und Lesben auch die Tradition mit dem Ringtausch zur Verlobung durchgesetzt. Der Verlobungsring – der besonders in schmalzigen Anträgen aus Hollywood-Filmen bekannt ist – wird in der Regel am linken Ringfinger getragen und kann aus Gold, Silber oder jedem anderen edlen Metall bestehen. Hauptsache, er ist schön.

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Die Liebesader verbindet Ringfinger und Herz

Der Brauch des Ringes geht auf die alte Vorstellung der Vena Amoris, der Liebesader zurück – man glaubte, dass diese Ader vom Ringfinger direkt zum Herzen führe. Nach der Hochzeit wandert der Ring oft an den Ringfinger der rechten Hand.

Der Überlieferung nach hat Papst Stephan I. im 3. Jahrhundert den Ring als Symbol des (heterosexuellen) Eheversprechens erfunden. In den harten Zeiten des Mittelalters ging es dabei weniger um Romantik als um wirtschaftliches Überleben: Wenn die Braut einen solchen Ring trug, dann war das Schmuckstück zugleich auch die Quittung für den Erhalt der Mitgift.

Heute sind solche Ringe eher etwas zum Protzen vor Freunden – und natürlich haben sie tiefromantische Untertöne. Insbesondere in den USA ist das ein großes Geschäft: Dort trägt bei heterosexuellen Paaren meist nur die Frau einen Ring, für den der Mann dazu noch tausende Dollar investiert hat. Bei den Amis sind die Frauen besonders gierig, da sie zur Hochzeit einen anderen Ring erhalten, während in Deutschland oft der Verlobungsring zum Ehering wird und einfach auf die rechte Hand wandert.

Den Ring sollte allerdings auch der gemeine Schwule oder die gemeine Lesbe nicht aus Jux und Dollerei einem Partner oder einer Partnerin aufsetzen. Denn theoretisch kann es teuer für denjenigen werden, der eine Verlobung auflöst: Nach Paragraf 1298 des Bürgerlichen Gesetzbuches darf der Partner oder die Partnerin bei einem Bruch der Verlobung die Ausgaben, die für eine eventuelle Eheschließung getätigt worden sind, zurückverlangen – allerdings nur, wenn dieser Bruch nicht vorauszusehen war. So kann sich etwa ein schwuler Bräutigam von seinem Ex die Kosten für einen Anzug oder die größere Wohnung erstatten lassen, sofern diese nur in Voraussicht auf die Hochzeit erworben worden sind. Um einen alten Spruch zu bemühen: Drum prüfe, bevor du dich (mit einem Verlobungsring) an jemand bindest, ob du nicht noch was Besseres findest…

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Tags: verlobung, verlobungsring, heiratsantrah, hochzeitsantrag
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