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Das Transsexuellenrecht in Argentinien gilt als das fortschrittlichste der Welt

Zeit seines Lebens fühlte sich der sechsjährige Manuel aus Buenos Aires als Mädchen. Nach dem neuen Transsexuellengesetz Argentiniens haben die Behörden das Kind nun als weiblich anerkannt.

Manuel erhielt den neuen Namen Luana (Rufname: Lulu) in ihrer neuen Geburtsurkunde und ihrem neuen Personalausweis, der nach Angaben der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch ausgestellt wurde.

Damit wurde erstmals das im vergangenen Jahr geänderte Transsexuellengesetz auf ein Kind angewendet. Das einstimmig im Senat beschlossene Gesetz besagt, dass Menschen ihren Namen und ihr Geschlecht in behördlichen Dokumenten ohne Zustimmung eines Richters oder eines Arztes ändern können und keine operativen Veränderungen durchführen müssen. Es war im vergangenen Jahr enthusiastisch von Trans-Aktivisten als "bahnbrechend" begrüßt worden und gilt als die fortschrittlichste Regelung der Welt (queer.de berichtete).

Ein Antrag von Lulus Mutter auf Änderung des Geschlechts und des Namens ihres Kindes war noch im vergangenen Dezember abgelehnt worden. Allerdings hat sich daraufhin das Jugendministerium in den Fall eingeschaltet und erklärt, dass auch Bürger unter 14 Jahren in der Lage sind, vom Gesetz Gebrauch zu machen. Ansonsten würden die Menschenrechte von jungen Transsexuellen missachtet.

Lulu, die mit einem Zwillingsbruder aufgewachsen ist, hat sich nach Angaben ihrer Mutter geweigert, die Kleidung von Jungs zu tragen, seit sie vier Jahre alt war. Die Mutter dankte den Behörden dafür, dass sie die Rechte ihrer Tochter respektiert hätten.

Argentinien hat sich in den letzten Jahren für Minderheitenrechte stark gemacht. So wurde 2010 auf Initiative von Präsidentin Cristina Kirchner die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Kirchner begründete die aktive Minderheitenpolitik unter anderem mit den Menschenrechtsverletzungen während der Zeit der Militärdiktatur und der paternalistischen Politik der katholischen Kirche. (dk)



#1 SmileyEhemaliges Profil
  • 10.10.2013, 12:38h
  • Na dann, junge Dame, herzlichen Glückwunsch und alles Gute. Das auch Deinem Land, das sich auf einen spannenden Weg gemacht hat. Du bist nun ein toller Teil dieses Weges und seiner Geschichte. Ein glückliches Land, das sich der Abwesenheit eines gewissen gewissenlosen Bergoglios erfreut.
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#2 TheDadProfil
  • 10.10.2013, 15:35hHannover
  • Und das in einem katholisch geprägtem Land..
    Mann sieht hier tatsächlich das sich Religion und Toleranz/Akzeptanz nicht grundsätzlich ausschließen müßen, und die Gesetze eines Landes "für" die Menschen erlassen werden können, und nicht "gegen" sie..

    Schön zu lesen das es Mütter gibt die ihre Kinder ernst nehmen und so vehement verteidigen..
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.10.2013, 17:30h
  • Argentinien ist fortschrittlicher als Deutschland, obwohl das südamerikanische Land den aktuellen Papst stellt und die Katholische Kirche meint, sie müßte sich in die Politik einmischen! Da sieht man wieder einmal, wie sich die Gesellschaft gewandelt hat!
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#5 IdefixAnonym
  • 11.10.2013, 12:43h

  • Was für ein dämliches Argument von der Mutter, er wollte keine Jungskleidung tragen. Das bedeutet in dem Alter noch lange nicht das es sich um Transsexualität handelt. Hauptsache die überstürzen nichts mit einer OP.
    Wahrscheinlich wollte Mutter ein Mädchen zu dem Zwillingssohn, damit sie beides hat. Frauen können da sehr berechnend sein.
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#6 TheDadProfil
  • 11.10.2013, 14:31hHannover
  • Antwort auf #5 von Idefix
  • Dir und allen Zweiflern sei der Film
    ""Mein Leben in Rosarot"" anempfohlen..

    de.wikipedia.org/wiki/Mein_Leben_in_Rosarot

    Kindern ist schon sehr früh klar wer sie sind und was sie wollen..
    Der Film zeigt sehr schön auf wie sehr sich gesellschaftliche Konventionen und Normen von dem unterschieden was notwendig ist um Kindern ein selbstbestimmtes Aufwachsen zu erlauben und zu gewährleisten..

    Die von Dir vorgebrachte "Befürchtung" die Mutter könnte den Kleinen beeinflussen um "eigene Lebensträume" zu verwirklichen kommt interessanter Weise immer dann zum Tragen wenn Kinder von diesen gesellschaftlichen Normen abweichen, aber seltsamerweise nie, oder fast nie dann, wenn Kinder zu den Träumen der Eltern gedrillt werden..

    Mann besehe sich dazu die diversen Kinder-Fashion-Veranstaltungen vor allem in den USA, wo schon 5-Jährige in Lollita-Fantasien den Platz einnehmen müssen, den die Mütter nie erreichen konnten..

    Hier zu unterstellen die Mutter könnte sich ein "gegengeschlechtliches" Zwillingspärchen "basteln" wollen was ihr die Natur versagt habe, halte ich für unverschämt..
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#7 Eagle EyeAnonym
  • 13.10.2013, 15:18h
  • In meinen Augen ist das keine Tochter und wird auch nie eine werden.

    Darf ich mir dieses Recht voreinbehalten?
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#8 HühneraugeAnonym
#9 sperlingAnonym
  • 13.10.2013, 15:52h
  • Antwort auf #7 von Eagle Eye
  • du darfst auch daran festhalten, dass die erde niemals eine kugelgestalt haben wird. jede_r kann (leider) das ausmaß der ignoranz, mit der er durch sein leben stiefeln will, selber justieren.

    schade ist nur, dass die ignoranz des_der einen oft die lebensqualtität der_des anderen beeinträchtig. insofern wäre es schön, wenn du dich dazu durchringen könntest, deinem nicknamen ehre zu erweisen und die augen aufzumachen. aber vorsicht: du könntest dabei etwas über menschlichkeit und vielfalt lernen.
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#10 SuhiAnonym
  • 13.10.2013, 22:00h
  • Herzlichen Glückwunsch! Damit hat endlich mal jemand der Betroffenen keine verlorene Kindheit.
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