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  • 11.10.2013           84      Teilen:   |

Neuer Kurs?

Papst sendet "segensreiche Grüße" an Homo-Gruppe

Artikelbild
Papst Franziskus sucht offenbar den Kontakt zu LGBT-Gruppen

Franziskus sucht offenbar den Kontakt zu schwul-lesbischen Gruppen, allerdings macht die Deutsche Bischofskonferenz gleichzeitig Stimmung gegen die Ehe-Öffnung.

Die christliche LGBT-Gruppe Kairos hat einem Bericht der Tageszeitung "La Reppublica" zufolge einen Brief von Papst Franziskus erhalten, in dem der Pontifex "segensreiche Grüße" sendet. Die Gruppe hatte im Juni dem Papst geschrieben und um einen Dialog gebeten, da Kommunikationslosigkeit Homophobie fördere. Zu ihrer Überraschung antwortete der Papst und bedankte sich für das Engagement der Gruppe.

Die Inhalte der Briefe sind nicht veröffentlicht worden. Außerdem beruft sich "La Reppublica" ausschließlich auf Aussagen von Kairos, nicht aber auf Quellen aus dem Vatikan.

Die Antwort des Papstes war für die Gruppe überraschend, da zuvor der Erzbischof von Florenz und alle anderen hochrangingen Kontaktpersonen jeglichen Dialog mit der Homo-Organisationen abgelehnt haben, um diese nicht zu legitimieren.

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Hoffnung auf Liberalisierung

Progressive Katholiken begrüßten die Initiative des Papstes. So schrieb das US-Jesuitenmagazin "America", der Papst wolle seine "informellen Kontakte zu schwulen und lesbischen Katholiken" weiterführen. Im Juli hatte Franziskus beispielsweise Schwule als "unsere Brüder" bezeichnet (queer.de berichtete). Allerdings hat der Papst bislang keine konkreten Projekte für Homosexuelle angestoßen und billigt in der Öffentlichkeit weiterhin homophobe Aussagen von Bischöfen.

Kirche macht weiter Politik gegen Homo-Rechte

Auch politisch hat sich die Kirche nicht bewegt, insbesondere wenn es um eingetragene Partnerschaften und gleichgeschlechtliche Ehen geht. So hat etwa die amerikanische Kirche im September Militärpfarrern untersagt, gefallene homosexuelle Soldaten beizusetzen, weil dies als Unterstützung der Homo-Ehe gewertet werden könne (queer.de berichtete).

Am Donnerstag hat auch der Chef der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, in einer Pressekonferenz davor gewarnt, dass die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht die "Zukunftsfähigkeit" gefährden würde. Laut kath.net sagte der 75-Jährige, dass die Bischöfe die Bestrebungen nach Öffnung der Ehe mit Sorge betrachten würden. (dk)

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Tags: papst franziskus, katholische kirche, florenz
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Reaktionen zu "Papst sendet "segensreiche Grüße" an Homo-Gruppe"


 84 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
11.10.2013
14:12:15


(+11, 11 Votes)

Von -hw-


"2008 fand in dem als Simultankirche genutzten Wetzlarer Dom eine öffentliche Segnungsfeier eines homosexuellen Paares statt, das zuvor am Standesamt die eingetragene Lebenspartnersch
aft eingegangen war.
Der Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, berief daraufhin den Priester, der die Zeremonie durchgeführt hatte, von seinem Amt als Bezirksdekan von Wetzlar ab.

Ein evangelischer Geistlicher, der der als ökumenisch geplanten Segnungsfeier gleichermaßen hatte vorstehen wollen, nahm nur als Privatmann und ohne Talar an der Feier teil, weil das Presbyterium der evangelischen Domgemeinde der Segnung nicht zugestimmt hatte."


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#2
11.10.2013
14:53:21


(+3, 9 Votes)

Von OliverZi


Anfangs war ich bei diesem Papst ja sehr skeptisch. Aber er ist im Vergleich zu Ratzinger eine Wohltat.
Nicht, dass mich interessieren würde, was der Chefhütchenträger einer Religion sagt - aber es ist ja nicht das schlechteste, wenn jetzt der ein oder andere Katholik mal einen Impuls von oben bekommt, ein wenig "leben und l(i)eben lassen" zu praktizieren.

Wobei man sich weiterhin dauerhaft vor Augen führen muss, dass die Kirche uns gegenüber immernoch feindlich eingestellt ist und das Ausleben von Homosexualität als Sünde betrachtet.

Aber immerhin ist der päpstliche Respekt vor Schwulen als Menschen schon mal was neues.


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#3
11.10.2013
14:59:00


(+6, 10 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von -hw-


Der Limburger Bischof wird dazu in nächster Zeit nicht mehr kommen, da er Dreck am Stecken hat:

Link zu www.tagesschau.de

Deshalb: Kirchensteuer abschaffen!


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#4
11.10.2013
15:03:44


(+2, 6 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam
Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


Deshalb immer schön mit Kondom.


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#5
11.10.2013
15:17:03


(+6, 14 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von OliverZi


Was sagt uns denn der Neue ?

Er schreibt Briefe, er telefoniert gar manchmal..

Das ist weit von dem entfernt was Mann als "Anerkennung" von LGBT´s bezeichnen kann, da alle "Kontakte" als "informell" bezeichnet werden, und Mann auf diese Bezeichnung großen Wert legt..

Kein einziges Wort zu den Bischöfen und Kardinälen die sich weiterhin Homophob äußern..

Kein Einschreiten gegen die US-Amerikanischen Militärbischöfe, die den gefallenen Soldaten die letzte Ehre einer katholischen Beerdigungszeremonie verweigern..

Das ist kein Dialog, keine Anerkennung und vor allen Dingen kein Anzeichen einer veränderten Wahrnehmung..

Für mich ist das nichts weiter als ein weiterer Nebenkriegsschauplatz um vom tatsächlichem Umgang der RKK mit den LGBT´s weltweit abzulenken..


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#6
11.10.2013
15:19:19


(-17, 23 Votes)

Von Aus Bad Homburg


"Franziskus sucht offenbar den Kontakt zu schwul-lesbischen Gruppen, allerdings macht die Deutsche Bischofskonferenz gleichzeitig Stimmung gegen die Ehe-Öffnung". Will man etwa damit sagen, die katholische Kirche verhalte sich widersprüchlich ? Ich sehe da überhaupt keinen Widerspruch. Das, was Papst Franziskus im Moment macht, ist "schwulenfreundliche Diplomatie der kleinen menschlichen Geste": sprich, ein Versuch, ein frommer Wunsch, auch in den Schwulen und Lesben vor allem das Gottesgeschöpf zu sehen, also viel mehr als nur gewisse Sexpraktiken, sowie den gleichgeschlechtlichen Sexakt vom Status der "höchstmöglichen Sünde im Gebiet der menschlichen Sexualität" zu befreien und bis zur "normalen", quasi "alltäglichen" Sünde herabzustufen - ohne gleichzeitig einen falschen Eindruck zu erwecken, daß das Schwulsein eine kleinere Sünde als, sagen wir, Ehebruch, oder gar keine Sünde mehr ist. Ein schwieriger Spagat, der sehr viel Fingerspitzengefühl braucht und alles andere als risikofrei ist, auch was das Leben des Heiligen Vaters betrifft: denn mit seinen immer neuen, immer schwulenfreundlicheren Gesten, wovon man noch vor einigen Monaten nur so träumen konnte, macht Franziskus sich bestimmt nicht beliebter in gewissen Kreisen, vor allem selbstverständlich in den rechtsradikalen,- aber auch unter so manchen radikallinksorientierten Aktivisten, die mit jeder neuen und von allen bejubelten Friedens-Geste des neuen Papstes ein altes, fast wie "notwendig" (zur Mobilisierung) gewordenes Feindbild immer mehr und mehr verlieren. Ob am Ende des Weges auf uns die Öffnung der katholischen Ehe für gleichgeschlechtliche Paare wartet ? Wohl kaum. Hildegard schreibt in "Scivias": sollte die Kirche die "Sodomie" eines Tages nicht mehr für Sünde halten, dann wird sie am selben Tage ihr ganzes Zuhause verlieren und als Bettlerin durch die Welt gehen müssen; sprich: die katholische Kirche kann einfach nicht die Homosexualität völlig akzeptieren, ohne daran als weltweite Organisation zu zerbrechen, es muß also hier ein "aurea mediocritas" gefunden werden. Eben das und passiert genau jetzt, dank dem neuen Heiligen Vater, direkt in unseren Augen.


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#7
11.10.2013
15:46:04


(+5, 9 Votes)
 
#8
11.10.2013
15:46:28


(+11, 13 Votes)

Von wisporter


Also ich hab ja folgende Theorie: Da der jetzige Papst wohl heterosexuell veranlagt ist, geht er mit dem Thema Homosexualität viel unverkrampfter um, als sein Vorgänger oder andere Mitbrüder, die ihre homosexuelle Veranlagung sublimieren in , wenns geht gut geht, weihrauchhaltige mit Rüschen und Brimborium getränkten Rituale, bis hin, wenns schlecht geht, homophoben Äusserungen unter dem Deckmantel der Sexualmoral, weil sie Angst vor ihrer eigenen Homosexualität haben. Hoffentlich kann er sich da gegen diesen verklemmten Menschenschlag durchsetzen..


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#9
11.10.2013
15:52:55


(+6, 12 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Aus Bad Homburg


Ein beliebtes Folterinstrument des Mittelalters waren die Daumenschrauben..

Mir scheint so langsam, Du hast Dir von einem Tischlermeister ein paar dieser Daumenschrauben mittig auf den Schreibtischstuhl montieren lassen und spannst dort mit steigender Freude die Eier ein; wie anders sind sonst so verschwurbelte Formulierungen zu erklären, wie :

""den gleichgeschlechtlichen Sexakt vom Status der "höchstmöglichen Sünde im Gebiet der menschlichen Sexualität" zu befreien und bis zur "normalen", quasi "alltäglichen" Sünde herabzustufen""..

Das ""Gebiet der menschlichen Sexualität"" KANN keine Sünde enthalten, denn sie ist in ihrer Vielfalt naturgegeben !

Wie sehr muß Mann sich selber für seine Bedürfnisse hassen um diese als ""höchstmögliche Sünde"" zu diffamieren, eine Formulierung die von keinem Wesen das Du Gott nennst kommen kann, sondern ausschließlich von einem Lust-und sexualfeindlichem Klerus stammt ?

""Hildegard schreibt in "Scivias": sollte die Kirche die "Sodomie" eines Tages nicht mehr für Sünde halten, dann wird sie am selben Tage ihr ganzes Zuhause verlieren und als Bettlerin durch die Welt gehen müssen; sprich: die katholische Kirche kann einfach nicht die Homosexualität völlig akzeptieren, ohne daran als weltweite Organisation zu zerbrechen""..

Wie nett..
Hildegard ? von Bingen ?
War die nicht eh in einen Bettlerorden eingetreten um sich hernach in der Fülle eines überquellenden Gartens, qausi dem mittelalterlichem Konsumtempel der Völlerei wiederzufinden ?

Und wen kümmerts ob sie sich hernach zum Bettlertum berufen fühlte, wenn denn die Kirche endlich die Realitäten des Leben´s anerkennen würde ?

Dein, und mit Dir das Problem der Gläubigen und des Klerus ist aber hier klar zu erkennen :

Anstatt sich mit dem Leben so wie es euch euer Gott beschert hat, abzufinden und die Realitäten zur Kenntnis zu nehmen, faselt ihr vom Untergang der Kirche, und führt diesen doch selbst mit der Negierung des Tatsächlichen herbei..

Nicht die vollständige Akzeptanz von Homosexualität und anderer Minderheiten wird die Kirche als Organisation zerstören..

Die Gläubigen und der Klerus die sich gegen Homosexuelle, Minderheiten, Arme und Hungernde wenden werden sie mehr als gründlich zerstören, weil sie die in der Bibel ganz offen stehende Botschaft nicht erkennen wollen !


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#10
11.10.2013
15:55:14


(0, 6 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von TheDad


Da kaum jemand etwas davon mitbekommt wäre es dann ein geheimes Ablenkungsmanöver... hmm

Klar ist das Lichtjahre von Anerkennung entfernt und mich bekommt niemand mehr zurück in diesen Verein. Für sich betrachtet ist es aber bemerkenswert und lässt in anderen Kirchenbereichen auf Jahrzehnte überfällige Reformen hoffen.

Ich kann mir durchaus vorstellen dass man Überlegungen anstellt wie man hier einen fundamentalen Richtungswandel schafft, gleichzeitig aber den Eindruck von Kontinuität vermittelt.
Aber das hat die CDU bei Atomkraft und Wehrpflicht etc. auch hinbekommen, die waren ja auch schon immer dagegen, oder


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