Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 11.10.2013           35      Teilen:   |

"Ein Dilemma für mich"

Vorwurf der Homophobie: Harrison Ford verteidigt "Ender's Game"

Artikelbild
Harrison Ford darf sich für seine Rolle des Ender in eine schicke Uniform werfen. (Bild: Lionsgate)

Der Science-Fiction-Film "Ender's Game", der in Kürze in Deutschland anläuft, steht wegen des homophoben Autors in der Kritik. Hauptdarsteller Harrison Ford verteidigte nun die 110-Millionen-Dollar-Produktion.

Harrison Ford hat erklärt, dass der Film "Ender's Game – Das große Spiel" von "Toleranz und Mitgefühl" handele, obwohl Autor Orson Scott Card wiederholt gegen Homosexuelle gehetzt hatte. Der 62-jährige gläubige Mormone hatte etwa im vergangenen Jahr gleichgeschlechtliche Liebe als "Fortpflanzungsstörung" bezeichnet. 2008 hatte er sogar erklärt, dass er jede Regierung, die die Ehe für Schwule und Lesben öffnet, als "Todfeind" betrachten würde. Card, der die Romanvorlage zum Film 1985 veröffentlichte, ist auch Co-Produzent des Filmes.

"Es ist sehr wohl bekannt, dass Orson Scott Card und ich verschiedene Meinungen haben, wenn es um die gleichgeschlechtliche Ehe oder Homo-Rechte geht", sagte Harrison Ford gegenüber der britischen Zeitung "Guardian". "Das war wirklich ein Dilemma für mich: Ich liebe das Buch, in dem es um Toleranz und Mitgefühl geht und darum, einander zu verstehen". Er habe mit sich gerungen, ob er angesichts der homofeindlichen Ansichten des Autors an dem Film mitwirken solle. Am Ende habe er sich dafür entschieden, weil diese nichts mit dem Film zu tun hätten.

"Wir führen dieses Gespräch ja, weil die Themen des Buches [Cards] aktuellen Ansichten widersprechen. Ich bin sehr stolz auf den Film", so Ford. Er finde das Buch außergewöhnlich gut und wolle es jetzt nicht ablehnen, "weil der Autor in einer anderen Zone" beim Thema der Homo-Rechte sei.

Youtube | Deutscher Trailer
Fortsetzung nach Anzeige


Boykottaufrufe gegen "Ender's Game"

Schwul-lesbische Gruppen hatten dazu aufgerufen, den Film zu boykottieren (queer.de berichtete). In der Szene ist der Boykottaufruf allerdings umstritten. So wurde er etwa vom oscarprämierten Drehbuchautor Dustin Lance Black als "Verschwedung unserer Energie" abgelehnt. Die Produktionsfirma Lionsgate beharrte darauf, dass der Film keine Homophobie enthalte und man ein "stolzer Unterstützer der LGBT-Community" sei (queer.de berichtete).

"Ender's Game" handelt vom militärischen Kampf der Menschheit gegen insektenartige Außerirdische. Das Buch gewann zwar mehrere Science-Fiction-Preise, allerdings gab es auch Kritik: So beschwerte sich die Autorin Elaine Radford über Gewaltverherrlichung und über angebliche faschistoide Tendenzen. Der US Marine Corps, die militärische Eliteeinheit der USA, hat die Story dagegen für Unteroffiziere auf die Liste der empfohlenen Bücher gestellt, weil sie sich gut als Trainingsbuch für die Ausbildung von militärischen Führungspersonen eigne.

Harrison Ford war für den Film am Wochenende auch auf Werbetour durch Deutschland. So trat er am Samstag in der ZDF-Unterhaltungssendung "Wetten, dass" auf. Allerdings wurde er von Moderator Markus Lanz kaum auf den neuen Film angesprochen, sondern mehr auf seine Kult-Rolle als Indiana Jones.

In Deutschland soll "Ender's Game" am 24. Oktober anlaufen. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 35 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 16             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: ender's game, harrison ford, orson scott card, homophobie
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Vorwurf der Homophobie: Harrison Ford verteidigt "Ender's Game""


 35 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
11.10.2013
17:47:28


(+8, 12 Votes)

Von -hw-


"Der US Marine Corps, die militärische Eliteeinheit der USA, hat die Story dagegen für Unteroffiziere auf die Liste der empfohlenen Bücher gestellt, weil sie sich gut als Trainingsbuch für die Ausbildung von militärischen Führungspersonen eigne."

Science fiction

That last statement was made in 2002, but quite recently in Military and Aerospace Electronics [3] an Air Force official, Dan Faulkner, admitted that the problem is very far from being solved. According to Faulkner, the US is developing guidance systems that can operate without GPS, but these systems that are 20 to 30 years away from becoming operational.

In 2009 at the Moscow International Aviation and Space Salon, a Russian company exhibited GPS jammers for military application. This author spoke with the chief engineer of the company, who claimed that its equipment was employed in Iraq in 2003 and initially caused Tomahawk missiles to fly wildly off course as far as Turkey. According to him, Iraq's mistake was to buy only a small number of jamming devices, which the Americans were able to destroy before resuming use of GPS-guided missiles.

GPS jamming devices should not be expensive in mass production. It should be possible to buy hundreds or thousands of them for the price of one Tomahawk missile.

Link:
atimes.com/atimes/Middle_East/MID-01-031013.html


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
11.10.2013
21:12:06


(-10, 14 Votes)

Von OliverZi


Ist es für dich eigentlich eine Art Hobby ständig bei News mit irgendwelchen (US-Feindlichen) Zitaten zu völlig artfremden Themen um dich zu werfen?

Also den Boykott lehne ich ab. Man muss zwischen dem Autor und dem Werk unterscheiden. Mit diesem Boykott festigt die Community nur das Bild von hysterischen Dramaqueens.

Mir drängt sich nur der Gedanke auf, dass sich der Autor ein wenig von der Perle unter den B-Movies Starship Troopers hat "inspirieren" lassen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
11.10.2013
21:46:37


(+8, 10 Votes)

Von sperling


unabhängig vom autor: ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein kriegsfilm (!), in dem insektenartige (!) feinde (!) militärisch (!) bekämpft (!) werden, wirklich etwas sinnvolles über toleranz und mitgefühl lehren kann.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
12.10.2013
04:10:07
Via Handy


(-8, 12 Votes)

Von Nurmalso
Antwort zu Kommentar #3 von sperling


Ach komm... Es muss ja nicht jeder Sciencefiction Fan sein, aber soviel Phantasie könnte man schon noch haben :

Gruppe A (nennen wir sie die Normalos) bekämpft Gruppe B (die Schwulen), da sie aussehen wie Insekten und sich ganz komisch benehmen.

Das ist nicht auf das Buch bezogen, da ich das nicht kenne, aber - wie kann man so verbohrt sein, sich so etwas nicht vorstellen zu können?

Schon mal True blood gesehen, wo es vordergründig um Vampire und ihren Kampf um ihre Stellung in der Gesellschaft geht, das ganze aber eine Parabel auf die Schwulen Bewegung ist?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
12.10.2013
09:50:19


(+5, 7 Votes)
 
#6
12.10.2013
10:27:39


(+7, 7 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #4 von Nurmalso


>"wie kann man so verbohrt sein, sich so etwas nicht vorstellen zu können? "

äh... genau so stelle ich mir ja die handlung vor. die idee ist nämlich tatsächlich nicht so besonders phantasievoll...

was ich mir NICHT vorstellen kann, ist, dass eine geschichte, die, wie es sich im trailer abzeichnet, anscheinend vor allem um das "heldenhafte" bemühen kreist, eine andere intelligente, aber simplifizierend als "böse" gekennzeichnete lebensform möglichst effizient und mit vielen total schicken explosionen auszurotten, "toleranz und mitgefühl" lehrt, wie harrison ford behauptet.

was ich sich da abzeichnen sehe ist eher eine weitere verherrlichung der funktionsweise von feindbildern, wie sie in genau dieser form alle bisherigen kriege und völkermorde ermöglichten.

oder reden wir hier irgendwie aneinander vorbei?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
12.10.2013
10:33:42


(+8, 10 Votes)

Von ententest
Antwort zu Kommentar #3 von sperling


Zum Autor:

Lob für Gingrich für das Ausbremsen von B. Clinton, Lob für Bushs "War on Terror", Tadel für die zaghafte Kritik der damaligen Demokraten daran, gegen die Homo-Ehe,

Link zu www.ornery.org

Leugnung des Klimawandels,....

When I see a bird that walks like a duck and swims like a duck and quacks like a duck, I call that bird a duck.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
12.10.2013
10:34:34


(+6, 8 Votes)

Von Tobi Cologne


Nein, da geht es nicht um Toleranz und Mitgefühl.

Oder allenfalls Toleranz gegenüber extremen Positionen.

Das ist so ein pseudo-religiöses Geschwafel, das sehr an die Gehirnwäsche-Methoden von Scientology und anderen Sekten erinnert.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
12.10.2013
10:36:05


(+6, 6 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #4 von Nurmalso


ps: ich bin übrigens ein sehr großer science-fiction-fan. es gibt da viele tolle und intelligente werke. die plumpe übertragung von irdischer kriegspropaganda in den "weltraum", wo man stereotypenmäßig so richtig brachial auf die kacke hauen kann, weil die story ja angeblich nichts mit realem rassismus zu tun hat, hat mich aber schon immer abgestoßen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
12.10.2013
10:47:10


(+6, 8 Votes)

Von Yannick


Der Inhalt ist mir ziemlich egal - ich will einfach nicht, dass an meinem Geld ein extremistischer Homohasser mit verdient! Punkt!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  1234  vor »


 KULTUR - FILM

Top-Links (Werbung)

 KULTUR



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
About a Trans-Boy Wahlniederlage für Homo-Hasser Yahya Jammeh Studie: Genitaloperationen an intergeschlechtlichen Kindern weit verbreitet Chef der "Schwedendemokraten" muss aus Homo-Club fliehen
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt