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Staaliche Nachrichtenagenturen im Iran verbreiteten Bilder von den Festnahmen in Kermanschah

In Kairo und Kermanschah stürmten Polizisten Veranstaltungen mit angeblichen Homosexuellen und nahmen Teilnehmer fest.

Die ägyptische Polizei hat am Samstag vierzehn Besucher eines Zentrums in Kairo festgenommen, denen "homosexuelle Handlungen" vorgeworfen werden. Ägyptischen Medienberichten zufolge hatten die Beamten ein "medizinisches Zentrum" gestürmt. Es könnte sich dabei um eine Sauna gehandelt haben.

Die Festgenommenen sind zwischen 18 und 57 Jahre alt. Ein Staatsanwalt hat eine viertägige Untersuchungshaft und eine "forenische Untersuchung" des nun geschlossenen Zentrums angeordnet. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Immer wieder kommt es in Ägypten zu Verhaftungen von Homosexuellen aus diversen Grünen. Schlagzeilen machte 2001 die Verhaftung von 52 Männern auf einem Boot. Viele von ihnen wurden danach zu mehrjährigen Haftstrafen mit Zwangsarbeit verurteilt.

"Sodomiten-Netzwerk"

Bereits am letzten Dienstag wurden in der iranischen Stadt Kermanschah mehrere Männer festgenommen. Die Revolutionsgarden meldeten, sie hätten "ein Netzwerk von Sodomiten und Satanisten" ausgehoben.

Zu den Festnahmen soll es im Rahmen einer Geburtstagsfeier gekommen sein, an dem unter anderem auch Iraker teilnahmen. Die Behörden sprachen im Rahmen einer aufgebauschten Vorurteils-Berichterstattung davon, dass acht Männer miteinander verheiratet gewesen sein sollen. Laut "Guardian" haben hetero- wie homosexuelle Personen an der Feier teilgenommen.

Von den rund 80 Anwesenden wurden 30 Personen zunächst vor Ort festgehalten, geschlagen und gefilmt, die Handys der Personen wurden eingezogen. Bei dem Einsatz sollen Taser und Pfefferspray genutzt worden sein, berichtet die Iranien Queer Organization. Die meisten Personen wurden am nächsten Tag freigelassen, bis zu zehn sollen allerdings noch auf einer Polizeiwache in Gewahrsam sein. (nb)



#1 turbo_gandhi
  • 13.10.2013, 16:41h
  • Das scheint zur globalen Seuche zu werden, dass man überall Homosexuelle jagt und verhaftet.
    Im Iran geht das ja schon lange so, da kann man als Schwuler einfach hingerichtet werden. Ich frage mich, wie lange die noch im Mittelalter verharren wollen? Unter dem Schah waren die Iraner viel freier, und nicht so religiöse Fanatiker. Die Menschenjagd wurde erst wieder unter den Ajathollahs so attraktiv. Wahrscheinlich bekommt man einen Ehrenplatz im Jenseits versprochen, wenn man gewisse Menschen im Namen Gottes zerstört.

    Ich finde es beängstigend, dass man ein Menschenleben einfach so demontieren oder ganz auslöschen darf. In dem Abschnitt über Sodomiten-Netzwerk ist in einem Satz die Rede von Sodomiten und Satanisten ...
    Klar, wenn man jemanden schrotten will, dann muss man erst einen Namen dafür finden. Satanisten töten ist dann ja ganz legal.

    Ich rege mich jedesmal auf wenn ich sowas lese. Immer wieder geben sich Menschen her, an der Hatz auf andere teilzunehmen.
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#2 PelayoAnonym
#3 GeorggAnonym
#4 fachärztlichAnonym
#5 turbo_gandhi
  • 13.10.2013, 17:24h
  • @fachärztlich:

    www.youtube.com/watch?v=-80zu2Br5m4

    @ Pelayo:
    Der arabische Frühling? Das kann man nicht auf den Iran beziehen, wo seit vielen Jahren Schwule zum Tode verurteilt werden. Und das kommt nicht von der politischen Seite, sondern ganz klar vom religiösen Fanatismus. Erst wenn diese leidigen Ajahtollahs weg sind, können die Menschen wieder freie Entscheidungen treffen.
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 13.10.2013, 17:25h
  • Antwort auf #1 von turbo_gandhi
  • Das scheint zur globalen Seuche zu werden, dass man überall Homosexuelle jagt und verhaftet. "

    --> Das ist nicht der Fall.

    Auf den Kontinenten Australien/Ozeanien, in der Antarktis, in Nord-/Mittel- und Südamerika sowie in Europa sieht es ganz anders aus und viel besser.

    Diese Horromeldungen, die du hier auf Queer liest, betreffen immer islamisch geprägte Staaten in Nordafrika und im Nahen Osten.

    Ein Sonderfall ist hierbei Osteuropa/Balkanländer. Dort gibt es zwar keine Strafgesetze mehr, aber dort gibt es massive Gegenbewegungen zur zunehmenden Sichtbarkeit homosexueller Menschen/Paare und Organisationen in den dortigen Ländern.

    Die Situation ist weltweit sehr, sehr unterschiedlich, was LGBT-Rechte angeht.
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#7 timpa354Ehemaliges Profil
#9 cosmopolitAnonym
#10 HugoAnonym
  • 13.10.2013, 18:51h
  • Antwort auf #5 von turbo_gandhi
  • "Erst wenn diese leidigen Ajahtollahs weg sind, können die Menschen wieder freie Entscheidungen treffen."

    Dann sucht sich die Menschheit andere Gründe.
    Das Denken des Menschen ist das Problem.
    So sehr ich den Vatikan abgrundtief hasse, habe ich beim jetzigen Papst vorsichtig gesagt, trotzdem ein bißchen Hoffnung.
    Vielleicht regt es die ewiggestrigen doch ein wenig an, zu denken.
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