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Die russische Version des Sportsenders kritisiert Queer.de, weil das Portal Nachrichten aufbausche.


Ein wohlwollender Bericht mit etwas Anti-Homo-Propaganda

Die russische Version des Senders Eurosport, der dem französischen Sender TF1 und der US-amerikanischen Discovery-Gruppe gehört, hat am Sonntag eine überraschend scharfe Kritik an queer.de geübt.

In dem Blogeintrag, in dem ansonsten mit vielen Bildern von Aktionen durchaus ausführlich und wohlwollend über den Einsatz von deutschen Offiziellen und Fans gegen Homophobie im Stadion berichtet wird, wird das Portal zunächst als größtes LGBT-Medium Deutschlands vorgestellt.

Allerdings seien Berichte über Diskriminierungen oft an den Haaren herbei gezogen, so Mikhail Biryukov, Bundesliga-Kolumnist für eurosport.ru. Auch werde auf queer.de wegen geringfügigster Sachen zu Protesten aufgerufen: "Manchmal ist diese Organisation wie eine homosexuelle Al-Qaida".


Queer.de = Al-Qaida

Als Beweis verlinkt ist ein Bild aus einer Artikel-Galerie, das die beiden russischen Fußballer Alexander Kokorin und Pavel Mamaev bei einem gemeinsamen Urlaub zeigt. Die Deutschen verbreiteten einfach, Freundinnen der Spieler müssten eine "Alibi"-Funktion ausüben, so eurosport.ru.

Dabei waren Spekulationen über eine Beziehung der Spieler zum Jahreswechsel erst in russischen und danach in vielen LGBT-Medien weltweit erschienen. Und queer.de brachte als einiges der wenigen Medien das erst Wochen später erfolgte Dementi der Fußballer. Von einem Alibi ist in dem Artikel, der auch über die Galerie verlinkt ist, allerdings überhaupt nicht die Rede.


Diese Urlaubsfotos hatten für Spekulationen gesorgt – auch in Russland

Was Eurosport.ru sagen will: Der Alibi-Gedanke werde quasi konstruiert, weil man Russland eine "weitverbreitete Verfolgung Homosexueller" und damit ein für ein Coming-out ungeeignetes Klima unterstelle. Also quasi ungerechtfertigt, wie dann ja quasi vieles, was derzeit an Kritik an Russland geübt wird.

Nun gab es in den letzten Monaten aus der weltweiten Gay Community durchaus eine teils über das Ziel hinaus schießende Kritik an Russland und durchaus auch einige fragwürdige Aktionen, was von russischen Medien genutzt wird, um die letztlich größtenteils berechtigte Kritik an einer schlimmen und sich stetig verschlechternden Lage für Schwule und Lesben abzuwehren.

Dass in Russland "Homosexuelle keine Lobby haben und Homophobie tief in Gesellschaft und Politik verwurzelt ist", wird eurosport.ru jedenfalls nicht so schnell in Abrede stellen können. Denn dieser Satz stammt aus einem Bericht der deutschen Eurosport-Kollegen. Anlass: Die Spekulationen über die beiden Fußballspieler. (nb)

 Update  Eurosport.ru hat inzwischen den Artikel abgeändert. Der Al-Qaida-Vergleich ist verschwunden, stattdessen heißt es, queer.de wäre "zu dogmatisch".



#1 timpa354Ehemaliges Profil
#2 Rechte SockeAnonym
  • 13.10.2013, 19:29h

  • EUROSPORT? Wenn ihr Faschisten aus Russland gerade mitliest, was habt ihr überhaupt mit Europa zu tun, dass ihr euch EUROsport nennen dürft?!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 giliattAnonym
#5 giliattAnonym
  • 14.10.2013, 02:01h
  • Kopfschüttel. Frechgrins:
    Wie soll man nun auf die hirnlosen Faseleien von RUSSEN-Euro-Sport reagieren?

    1. Queer.de benennt sich um in Quasi-Queer.de.

    2. Quasiqueerde beschäftigt sich künftig nur noch mit Belangen kurzgeschorener knackiger Männer, damir nicht an den Haaren gezogen werden kann.

    3. Das Portal wird künftig nicht mehr unbedeutende geringfügige Themen, wie etwa Homophobie beispielsweise, aufbauschen, um somit die Sotschi-Festspiele nicht zu gefährden.

    4. Silvie van der Vaart sollte und muss - gegen Honorarzahlung (mein Vorschlag: 3,57 Euro plus Mwst) - gewonnen werden für ein Interview, welches aussagt, dass Fußballprofis auch richtigen Geschlechtsverkehr haben und nicht nur von karrieresüchtigen Schlampen als Karrieretrittbrett benutzt werden, sondern sich auch durch Alibi-Weibsen die Schnepfen vom Hals halten wollen, um in Ruhe ihr Hetero-Privatleben leben zu können, oder in Ruhe schwul zu sein.

    Wenn Ihr diese vier Schritte nicht beherzigt, dann seid Ihr wirklich eine "homosexuelle Al-Qaida".
    Gibt es bereits Lager?
    Wo kann ich mich anmelden?
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#6 EinzeltaeterAnonym
#7 FelixAnonym
  • 14.10.2013, 09:54h
  • Wer Leute, die sich für Menschenrechte einsetzen mit Terror-Gruppen vergleicht, sagt mehr über sich selbst aus, als für irgendwen sonst.

    Interessant, dass die internationale Dachmarke Eurosport solche faschistischen Tendenzen in Landesstudios duldet...
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#8 HinnerkAnonym
  • 14.10.2013, 09:56h
  • Da bekommen wohl langsam Leute Angst...

    Die Boykotte zeigen wohl schon erste Erfolge!

    Umso wichtiger, die Boykotte noch weiter auszudehnen!!
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#9 NickAnonym
  • 14.10.2013, 11:15h

  • Macht euch nichrs draus, queer.de. Auch negative Werbung ist Werbung.

    Außerdem belegen die homophobe Gesetzgebung und die erwiesene Zunahme an Diskriminierung und Gewalt ein stark in der russischen Gesellschaft verankertes homophobes Klima.
    Die vielen Rechtsradikalen in Russland verstärken den Eindruck noch.
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#10 FinnAnonym
  • 14.10.2013, 11:22h
  • Die Hetze auf Schwule und Lesben war erst der Anfang. Jetzt kommt die Hetze gegen Ausländer. Und von tausenden Russen, die Jagd auf Ausländer machen, wurden als Alibi gerade mal vierhundert festgenommen:

    www.spiegel.de/politik/ausland/fremdenfeindliche-krawalle-in
    -moskau-380-randalierer-festgenommen-a-927632.html


    Tolle Aussichten für Olympia - Die Welt zu Gast bei Faschisten...

    Aber wehe man kritisiert das: dann ist man für Eurosport gleich eine Terrorgruppe.

    Das zeigt nur wieder mal:
    es führt leider kein Weg mehr an einem Boykott der Olympischen Spiele vorbei...

    Ohne Boykott wäre Olympia eine reine Propaganda-Veranstaltung, die nur dazu dient, Faschismus hoffähig zu machen.
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