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  • 15. Oktober 2013, Noch kein Kommentar

Das Ausfüllen des Fragebogens kann eine halbe Stunde dauern

Das Projekt "50plusHIV" sucht Teilnehmer für eine Online-Befragung.

Etwa ein Drittel der 70.000 Menschen, die in Deutschland mit HIV/AIDS leben, haben bereits das 50. Lebensjahr erreicht. Schon für das Jahr 2015 wird erwartet, dass die Hälfte aller Menschen mit HIV/AIDS in den USA 50 Jahre und älter sein wird. Auch in Deutschland zeichnet sich eine solche Entwicklung ab.

Während sich in den frühen Jahren der Aids-Krise die Frage "Altern mit HIV" überhaupt nicht stellte, treten jetzt völlig neue Fragen auf – nicht nur für Medizin und Sozialstaat, sondern vor allem auch für HIV-Positive selbst. Neben medizinischen Fragen sind das vor allem Gedanken wie: Wie will ich im Alter leben, wenn mein Unterstützungsbedarf größer wird? Wird mein soziales Netzwerk aus Familie und Freunden mich tragen können? Habe ich ausreichend für das Alter vorgesorgt? Wie bewältige ich die psychischen Belastungen, die mit der HIV-Infektion und dem Alterungsprozess verbunden sind? Wo bekomme ich Antworten auf meine Fragen sowie Hilfe und Unterstützung bei meinen Problemen?

Aber sind Medizinsystem oder Institutionen wie Aidshilfen überhaupt ausreichend auf die Belange der größer werdenden Gruppe von älteren Menschen mit HIV/AIDS eingestellt? Und welche Angebote werden zukünftig erforderlich? Zur Beantwortung dieser Fragen beizutragen ist das Ziel der Studie "50 plus HIV" – die jetzt einen breit angelegten Online-Fragebogen gestartet hat. Die von der Deutschen Aids-Hilfe unterstützte Studie wird durchgeführt von Dr. Jochen Drewes von der FU Berlin und Prof. Phil Langer von der Universität Frankfurt. Ein Projektbeirat, in dem auch HIV-Positive vertreten sind, begleitet Planung und Durchführung der Studie.

Im Mittelpunkt des jetzigen Fragebogens: die gesundheitliche, sozialen und materielle Lage HIV-Positiver über 50, ihre aktuellen Herausforderungen des Lebens mit HIV/AIDS sowie ihre Wünsche und Befürchtungen für die Zukunft. (uw)