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Rugby-Kalender 2014

Die Lowlanders machen sich nackig


Die Lowlanders zeigen sich in typisch niederländischen Landschaften

Die Franzosen haben vor gut zehn Jahren den Trend zum Rugby-Nacktkalender begonnen. Inzwischen zeigen viele schwule Teams ihre Hobby-Spieler textilfrei – so auch die Amsterdam Lowlanders.

Von Carsten Weidemann

Im kommenden Jahr wollen die 2005 gegründeten Amsterdamer Lowlanders (Englisch für "Tieflandbewohner") in Sydney den Titel des schwulen Rugby-Weltmeisters gewinnen. Doch wie die teure Reise für ein ganzes Team organisieren? Immer mehr Rugby-Teams finden die Lösung: Nackig machen und sich in hübschen ablichten lassen. Der Lowlanders-Kalender 2014 ist jetzt zu haben – und die Jungs zeigen, dass sie nicht nur ein Leder-Ei von einer Seite des Spielfeldes auf die andere tragen können. So posieren sie vor dem Amsterdamer Homo-Monument, am Hafen oder in den Szenvierteln der orangenen Schwulenmetropole.

Den Trend zum Nackt-Kalender haben übrigens nicht die schwulen Teams erfunden, sondern heterosexuelle Franzosen: Die Sportfunktionäre wollten Anfang des Jahrtausend dem heruntergekommenen Rugby-Sport ein neues Image geben und statt der üblichen Proleten auch andere Teile der Bevölkerung anziehen – insbesondere Frauen und Schwule. Neben pinken Outfits fiel dem Pariser Club Stade daher einen Nacktkalender mit den wohlgeformten Jungs an, der erstmals 2001 unter dem Namen "Dieux Du Stade" erschienen ist. Heute sind die "Götter des Stadions" aus vielen schwulen Schlaf-, Wohn- oder Badezimmern nicht mehr wegzudenken. Der Kalender für 2014 ist bereits erschienen (queer.de berichtete).

Youtube | Das Making-of des Kalenders

Rugby-Fieber auch in Deutschland

Dieser Kalender führte auch dazu, dass einige Schwulen ihr Interesse am Rugby entdeckten. Im vergangenen Jahr hat sich mit den Berlin Bruisers das erste deutsche Rugbyteam gegründet – und sich auch gleich für einen sexy Kalender ausgezogen (queer.de berichtete). Mitte diesen Jahres schafften die Bruisers ihren ersten Sieg bei einem internationalen Turnier (queer.de berichtete).

Schwule Rugby-Teams auf dem Kontinent wie die Bruisers oder die Lowlanders führen übrigens keine Kontrolle der sexuellen Orientierung durch – auch so mancher Hetero, der in einer offenen Atmosphäre spielen will, verirrt sich zu den schwulen Teams. Außerdem gibt es kaum multikulturellere Sportarten als Rugby, wo sich immer viele Nationen treffen: "Neben Niederländern spielen bei uns im Team auch Leute aus dem Libanon, Belgien, der Tschechischen Repulik, Mazedonien, Italien, den USA, Großbritannien, Irland, Ungarn, Deutschland, der Schweiz, Dänemark, Australien, Griechenland, Argentinien, Rumänien, Spanien und China mit", schreiben etwa die Lowlanders in ihren Kalender.

Der Lowlanders-Kalender ist auf der Facebook-Seite des Vereins für 15 Euro plus Porto erhältlich.

Youtube | Vorschau auf Bingham Cup 2014 (Schwule Rugby-WM)


#1 RinoAnonym
#2 Harry1972Profil
#3 seb1983
  • 16.10.2013, 14:32h
  • "Dieser Kalender führte auch dazu, dass sich eine großer Teil der jungen Schwulen vom traditionellen Fußball abgewendet hat und lieber Rugby spielte.."

    Leider sind Schwule die sich für Sport interessieren schon rar gesät. Diejenigen die selbst spielen kann man mit der Pinzette suchen, und ich habe schon einige Sachen ausprobiert. Rugby, ich gebe es zu, da ist man grün und blau vom Platz kommt.

    Und sorry, nur wegen ein paar Nacktbildern wechselt ein "großer Teil" mal eben die Sportart? Vom Boxen auf Kickboxen, vom Football auf Rugby ok, aber von Fußball zu Rugby?
    Da gehen bei der Redaktion (und einigen Schwulen) wohl die Softporno Fantasien durch was die "offene Atmosphäre" angeht
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 YannickAnonym
#6 SpeckgürtelAnonym
  • 16.10.2013, 17:07h
  • Herrlich, habe beim Betrachten der Bildergalerie sehr gelacht über die saukomischen Posen und die leicht speckigen Körper. Oder habe ich da etwas missverstanden und der Bildband war gar nicht als Witz gedacht? Oh, pardon - ich bitte um Entschuldigung
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#7 GarakAnonym
#8 Harry1972Profil
  • 16.10.2013, 19:10hBad Oeynhausen
  • Klar, wer den Anblick magersüchtiger Boys gewöhnt ist, die zudem über keine nennenswerte Muskulatur verfügen, der bekommt schonmal einen kleinen Schreck, sieht er plötzlich kerngesunde Männer.
    Vielleicht ist es auch nur der blanke Neid, der manchen Betrachter lästern lässt.
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#9 SmileyEhemaliges Profil
  • 16.10.2013, 19:13h
  • Härter, mehr und intensiverer Körpereinsatz, es gibt in den "normalen" Vereinen und Ligen schon seit längerem auch offen schwule Profispieler.

    Und "speckig"?

    Die sehen aus wie athletisch gebaute und auf Kraft trainierte Kerle eben aussehen. Saugut nämlich. Das ist eben ein richtiger Männersport wo man kachektische Hungerhäkchen hinterher vom Platzwart aufwändig aus dem Spielfeld popeln lassen müßte.
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#10 MK1990Profil
  • 16.10.2013, 21:14hEssen
  • Meine Güte. Geschmäcker sind unterschiedlich. Die einen mögen dicke, die anderen dünne, die einen behaart und die anderen lieber ohne usw.

    Wo ist denn das Problem?

    Verstehe ich nicht. Mir ists egal was der andere mögt. Mein Geschmack ist objektiv nicht besser als der Geschmack eines anderen.
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