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Blaine (Darren Criss) und Kurt (Chris Colfer) trällern sich bei "Glee" durch ihre Beziehungen (Bild: FOX)

Die Zahl der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen im amerikanischen Network-TV hat dieses Jahr abgenommen. Nach einem außergewöhnlich starken Vorjahr sank der Anteil auf 3,3 Prozent.

Nach dem Rekordjahr 2012 gibt es laut dem 18. Bericht der Homo-Gruppe GLAAD dieses Jahr weniger LGBT-Figuren in fiktionalen Serien des US-Fernsehen: In den fünf großen Networks des Landes sind von 796 Figuren in der Primetime ganze 26 der LGBT-Community zuzurechnen. Das entspricht einem Anteil von 3,3 Prozent in den Sendern ABC, CBS, NBC, Fox und The CW.

Im vergangenen Jahr brachten es die Networks noch auf 4,4 Prozent (queer.de berichtete). Das war seit Beginn der Messungen im Jahr 1995 der höchste Anteil. 2011 hatte er noch 2,9 Prozent betragen, 2007 sogar nur 1,1 Prozent.

Grund für den Rückgang war die Absetzung vieler Serien mit LGBT-Figuren. So wurde "The New Normal" wegen schlechter Quoten nach 22 Folgen nicht fortgeführt, das die Geschichte eines schwulen Paares erzählt, das mit einer Leihmutter unter einem Dach wohnt (queer.de berichtete). In Deutschland wurde "The New Normal" auf Pro Sieben gezeigt. Auch die Serien "Happy Endings" (in Deutschland bei Comedy Central), "90210" (Pro Sieben) und "The L.A. Complex" (MTV) wurden eingestellt.

"Networks können die Kultur beeinflussen"

"Der letzte Fernsehjahrgang war ein großer Schritt für die Darstellung von LGBT in der Hauptsendezeit. Die Anzahl und Bedeutung der Figuren, die von den Networks auf den Bildschirm gebracht wurden, hat sich mit Riesenfortschritten für die LGBT-Bewegung überschnitten", erklärte GLAAD-Sprecher Wilson Cruz.

"Die Networks können den Weg weisen und die Kultur beeinflussen, wenn es um die Gleichstellung von Schwulen und Lesben geht", so Cruz weiter. "Wenn sie Pilotfilme in Auftrag geben, sollten sie daran denken, dass das Verständnis und die Akzeptanz für LGBT wesentlich davon abhängt, welche Sendungen im Fernsehen gezeigt werden – nicht nur hier, sondern in jedem Land."

Die GLAAD lobte insbesondere die Serie "Glee" (Super-RTL), weil dort mit Unique eine afroamerikanische transsexuelle Figur auftaucht. Sie ist die einzige transsexuelle Hauptfigur in einer Primetime-Serie der Networks.

Mehr LGBT im Kabelfernsehen


Der kanadische Schauspieler Aaron Ashmore stellt bei "Warehouse 13" den schwulen Agenten Steve Jinks dar (Bild: Syfy)

In US-Kabelsendern hat sich gegen den Network-Trend die Zahl der LGBT-Figuren erhöht – von 35 im vergangenen Jahr zu 42. Diese Serien werden in Deutschland mehrheitlich bei kleineren Privatsendern gezeigt. Zu den Serien gehören etwa die HBO-Produktion "True Blood" (RTL II), die Syfy-Serie "Warehouse 13" (RTL II) und die Krimiserie "White Collar" (RTL). Wiederkehrende LGBT-Figuren gibt es unter anderem bei "Game of Thrones" (RTL II), "Sons of Anarchy" (Kabel Eins) und "South Park" (Comedy Central).

Im "Network Responsibility Report" führte die GLAAD auch auf, welche Fernsehsender sie für verantwortungsvoll im Umgang mit Homo-Themen hielt. Hier schnitten unter anderem FOX, NBC und MTV mit "gut" ab. Am schlechtesten bewertet wurden die Kabelsender History und TBS. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 YannickAnonym
  • 16.10.2013, 16:25h
  • Da Massenmedien sehr großen Einfluss auf die öffentliche Meinung haben, ist jedes Zurückgehen schwul-lesbischer Darstellung eine traurige Nachricht.
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#3 HannsAnonym
  • 16.10.2013, 18:10h
  • 3,3 % entspricht genau dem Anteil der Schwulen in der Gesamtgesellschaft. Also ist alles in Ordnung.
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#4 LinguistAnonym
#5 give me moreAnonym
  • 16.10.2013, 18:32h
  • "dieses Jahr weniger LGBT-Figuren in fiktionalen Serien des US-Fernsehen:

    In den fünf großen Networks des Landes sind von 796 Figuren in der Primetime ganze 26 der LGBT-Community zuzurechnen."

    die zahl der lgbt-rollen in fiktionalen serien des brd-fernsehens in der primetime dürfte nahe 0 liegen.
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#6 AndreAnonym
  • 16.10.2013, 19:35h
  • Mich interessiert weniger die Zahl als mehr die Qualität der Rollen. Beispiel: Die zwei von Glee... nun der schwarzhaarige ist ok, aber der andere... der kann nur hoffen, dass Leute ihn aufgrund seines Schwulseins hassen, denn wenn sie das nicht tun bemerken sie seinen furchtbaren Charakter.
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#7 TimonAnonym
#8 anomeProfil
#9 EnyyoAnonym
  • 16.10.2013, 22:03h
  • Antwort auf #6 von Andre
  • Kennst Du die Serie überhaupt?

    Chris Colfer ist ein sehr talentierter Schauspieler, Sänger und Tänzer. Anscheinend so talentiert in seiner Darstellung, dass mancher Vollhonk Rolle und Schauspieler gleich setzten. Und Chris verkörpert wunderbar die Sorte Schwuler, die sich nicht verbiegen lässt.

    Leute wie Du bestätigen, dass viele Schwule die intolerantesten Menschen sind. Aber dann jammern, wenn sich Jungs vom Schlag eines Kurt Hummel bzw. Chris Colfer umbringen, weil sie von der schwulenfeindlichen Umwelt gemobbt wurden.

    Diese Männer haben i.d.R. weit dickere Eier in der Hose als viele Möchtegernmacho-Klemmschwestern!

    Ansonsten kannst Du Dir ja auf Kurts Mechaniker-Dad einen von der Palme wedeln, der gefällt Dir doch bestimmt?
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#10 ChrissAnonym