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  • 16.10.2013           23      Teilen:   |

Spannungen zwischen Russland und den Niederlanden

Moskau: Niederländischer Diplomat offenbar aus Homo-Hass attackiert

Artikelbild
Vize-Botschafter Onno Elderenbosch wurde bei dem Angriff leicht verletzt

Der Vize-Botschafter ist vor seiner Wohnung in Moskau von Unbekannten angegriffen und leicht verletzt worden – die Täter schmierten das Kürzel "LGBT" an ein Fenster der Wohnung.

Laut russischen Medienberichten ist Onno Elderenbosch, der stellvertretende niederländische Botschafter in Russland, am Dienstagabend von Unbekannten geschlagen und gefesselt worden. Die Täter, die als Elektriker verkleidet gewesen sein sollen, lauerten dem Diplomaten im Flur vor seiner Wohnung in Moskau auf. Sie überwältigten den 60-Jährigen und stießen ihn gewaltsam in die Wohnung, in der sie ihn mit einem Klebeband fesselten.

Die Täter handelten offenbar aus homophoben Motiven. So schmierten sie mit einem rosafarbenen Lippenstift das Kürzel LGBT an ein Fenster. Daneben malten sie ein Herz.

Auf seiner Facebook-Seite erklärte der niederländische Außenminister Frans Timmermans, dass ein Diplomat in Russland bei dem Überfall leichte Verletzungen davongetragen hatte. Er habe schon mit dem Opfer am Telefon gesprochen und den russischen Botschafter in Den Haag einbestellt.

Das russische Außenministerium veröffentlichte unterdessen eine Pressemitteilung, in dem es den Überfall bedauerte.

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Russisch-niederländische Beziehungen sind beschädigt

Die russisch-niederländischen Beziehungen sind in den letzten Wochen erheblich abgekühlt, nicht zuletzt wegen des russischen Gesetzes gegen Homo-"Propaganda", das im Juni von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet worden ist (queer.de berichtete). In der Debatte um das Gesetz hatte Putin erklärt, dass die Niederländer toleranter gegenüber Homosexuellen seien, weil sie auch Pädophilie akzeptierten (queer.de berichtete). Im Juli wurden außerdem vier Niederländer in Russland wegen Homo-"Propaganda" verhaftet (queer.de berichtete). Die Niederlande konterten, in dem sie unter anderem russische Aktivisten zu einem Gesprächsabend in ihre Botschaft in Berlin während des diesjährigen CSD einluden.

Auch in weiteren Bereichen gibt es Streit zwischen Amsterdam und Moskau: So gehen die Niederländer juristisch dagegen vor, dass die russischen Behörden das unter niederländischer Flagge fahrende Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" im vergangenen Monat enterten und 30 Aktivisten wegen Piraterie verhafteten. Den Umweltschützern drohen nun 15 Jahre Haft.

Russland reagierte außerdem vor gut einer Woche empört auf einen Polizeieinsatz gegen den russischen Diplomaten Dmitri Borodin in Den Haag. Nachbarn hatten zuvor die Polizei alarmiert, weil Borodin angeblich Kinder misshandelt hatte. Weil er diplomatische Immunität besitzt, hätten die Behörden jedoch nichts gegen den Russen vorgehen dürfen. Nach Protesten aus Moskau entschuldigte sich das niederländische Außenministerium für die Polizeiaktion. (dk)

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Tags: russland, niederlande, onno elderenbosch, homo-propaganda, moskau, greenpeace
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Reaktionen zu "Moskau: Niederländischer Diplomat offenbar aus Homo-Hass attackiert"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
16.10.2013
15:47:56


(+9, 13 Votes)

Von ping pong


Unbedingt mit Lippenstift zur russischen Filmwoche.

Link zu www.russische-filmwoche.de


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#2
16.10.2013
15:48:54


(+3, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die niederländische Regierung sollte unverzüglich den russischen Botschafter einbestellen und gegen den Vorfall schärfstens protestieren!


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#3
16.10.2013
16:23:16


(+3, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""Russland reagierte außerdem vor gut einer Woche empört auf einen Polizeieinsatz gegen den russischen Diplomaten Dmitri Borodin in Den Haag. Nachbarn hatten zuvor die Polizei alarmiert, weil Borodin angeblich Kinder misshandelt hatte.""..

Es wird dringend Zeit das innerhalb der UN Verhandlungen über die diplomatische Immunität geführt werden, die Vorgänge bei der Konferenz Afrikanischer Staaten hat das mehr als deutlich gemacht..

Es kann nicht sein das Diplomaten die des Mordes, des Völkermordes, Kriegsverbrechen, Drogen-und Waffenschmuggels oder auch der Kindesmisshandlung verdächtig sind, nicht einmal dazu befragt werden können, oder sie bei faktischem Nachweis trotz internationalem Haftbefehls durch die diplomatische Imunität vor Verhaftung und der Überstellung an den Internationalen Gerichtshof geschützt sind !

Dazu muß es auch eine "Polizeibehörde" geben der es "erlaubt" ist solche Leute in ihren Heimatländern festzunehmen und nach Den Haag zu überstellen..


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#4
16.10.2013
16:29:55


(+5, 7 Votes)

Von frage
Antwort zu Kommentar #1 von ping pong


man muss das mit den protesten des lsvd berlin-brandenburf koordinieren? oder mit dem bundesverband?


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#5
16.10.2013
16:30:12


(+6, 10 Votes)

Von Yannick


Sogar Diplomaten sind in diesem Barbarenstaat nicht mehr sicher...

Es wird wirklich immer schlimmer dort. Russland wandert direkt in den Faschismus. Und die Weltöffentlichkeit sieht weiterhin tatenlos zu und will statt z.B. zu boykottieren, lieber diskutieren, was aber leider längst nicht mehr möglich ist...


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#6
16.10.2013
16:59:52


(-5, 7 Votes)

Von realität


ob das wirklich unbedingt einen link zum neuesten propagandagesetz haben muß????

dann welches gesetz ist zum grund für die ermordung eines schwulen letzte woche in barcelona geworden, von den polizisten!????
homoehe oder doch die antidiskriminierungsregelung??


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#7
16.10.2013
17:58:19


(+1, 3 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


FoZZZy, nicht nur nachbuchstabieren, sondern auch verstehen: " Er [Außenminister Frans Timmermans] habe schon [...] den russischen Botschafter in Den Haag einbestellt."


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#8
16.10.2013
18:45:29


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Greenpeaceschiff unter niederländischer Flagge, russischer Alkoholiker ... Diplomat der seine Kinder verhaut, ein Putin der die Achtung der Immunität seiner Alkoholiker ... Diplomaten anmahnt und "unbekannte" Täter die einen immunen niederländischen Diplomaten angreifen und homophobes am Tatort hinterlassen.

Früher gab's mit russisch-niederländischem Kolorit noch komische Oper, heute gerade noch Schmierenkomödie. Mit selbstgezimmertem Brett vorm Kopf.

Nun, hat der Zar wieder einen großen Sieg für das ewige Vaterland errungen ...

Youtube-Video:


Youtube-Video:


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#9
16.10.2013
18:53:23


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #6 von realität


Das Gesetz , dass jetzt konservative Religioten regieren, die Polizeidienststellen denken bei solchen Regierenden, dass sie einen Freibrief haben. Vielleicht ist es ihnen ja auch unter der Hand signalisiert worden, wer weiß.


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#10
16.10.2013
18:59:43


(+3, 5 Votes)

Von Albert Lortzing


Niederländischer Premier: Russland-Besuch von König Willem-Alexander nicht abgesagt

Link:
de.ria.ru/politics/20131016/267090453.html


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