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Kürzlich noch nackt im Playboy, meldet sich Lutricia McNeal mit ihrem neuen Album "Soulsister Ambassador" bei ihren Fans zurück.

Von Jan Gebauer

Lutricia McNeal war 1997 mit dem Cover eines alten Barbi-Benton-Songs - "Ain't That Just The Way (That Love Goes Down)" - einer der Shooting-Stars des Jahres (Platz fünf in Deutschland). Zuletzt machte sie bescheidene Schlagzeilen, als sie sich nicht nackt für den Playboy ablichten lies. Ob das reine Überzeugung war, oder doch eine erweiterte (Brust-)Promotion für ihr aktuelles Album "Soulsister Ambassador" konnte bislang nicht geklärt werden. Jedenfalls stimmte das Timing und auch die erste ausgekoppelte Single "Promise Me" kam im Funk gut an und belegt seit Wochen einen Platz unter den Top-20.

Bei "Promise Me" handelt es sich um ein aufgepepptes Soul-Pop-Cover des 91er UK-Hits von Beverley Craven. Diese intime Ballade, die ruhig mit Klavier und einem zutiefst bewegenden Text daherkam, ist dank der starken Stimme von Lutricia McNeal gelungen, kommt aber insgesamt bei weitem nicht an die Vorlage ran. Ähnlich verhält es sich mit "California Dreaming" von den Mama's & Papa's, was aber bei diesem Original auch nicht weiter überrascht – das haben nur die Beach Boys genauso gut hinbekommen. Weitaus besser sieht es bei den anderen Songs aus: Das von Lutricia mitgeschriebene "Tell Me Why" klingt ebenso weich und geschmeidig wie das darauf folgende "Lately" (zuvor unter anderem von Samantha Mumba aufgenommen). Beide Songs stellen die Stimme Lutricias aufs Beste heraus. Neben Balladen bietet "Soulsister Ambassador" auch flotte Up-Tempo-Stücke wie "What About It" und die beiden starken Ohrwürmer "Superstar" (mit eindringlichem Ein-Kind-Chor) und "Shake Your Whatozee". Weitgehend eingängige Melodien, knackige Beats und ihre prägnante Stimme - das Ganze sollte eigentlich ein Erfolgsgarant sein, zumal sie im Gegensatz zu ihren amerikanischen Kolleginnen eindeutig auf den Pop-Charakter ihrer Soul-Musik setzt und nicht über Hip-Hop oder Rap-Fallstricke stolpert. Auch live weiß Lutricia mit dieser Strategie zu überzeugen, was sie als Überraschungsgast bei der AIDS-Gala im Sommer 2002 in Köln beweisen konnte.

Portrait:

Lutricia McNeal wurde in Oklahoma City, USA, geboren und wuchs als siebtes von neun Kindern auf. 1989 reiste sie, gerade mal volljährig, über den Großen Teich und blieb in Schweden. Dort startete sie ihre Karriere als Sängerin. Ihr größter Hit "Ain't That Just The Way (That Love Goes Down)", schoss in ganz Europa an die Spitze der Charts. Danach folgten Hits wie "Stranded" (1998, Deutschland Platz 33, UK 3), Someone Loves You Honey (1998, UK 9), "Fly Away" (2000) und "Perfect Love" (2002) – immer im Grenzbereich zwischen Pop und weichem Soul. Einen weiteren Höhepunkt ihrer Karriere erlebte die zweifache Mutter am 6. September 2004 im Rahmen eines Benefizspiels zwischen ehemaligen Fußballstars aus Brasilien und Deutschland: Zugunsten von SOS-Kinderdörfern trat sie vor über 20.000 Zuschauern auf. Lutricia lebt mit ihrer Familie in Dallas, Texas, besitzt aber auch eine Wohnung in Berlin. "Soulsister Ambassador" ist ihr viertes Album.

24. November 2004



#1 manuelAnonym
  • 11.12.2004, 14:38h
  • Das neue Album von Lutricia McNeal ist der absolute
    Hammer. Hab sie seiner Zeit auch auf der AIDS Gala in
    Köln gesehen und Mann hat die dem Saal eingeheizt. Eine
    absolute Superfrau!! Das neue Album ist der perfekte Mix
    aus Pop und Soul, so wie man es von ihr kennt, nur dass
    dies wohl mit Abstand das beste album ist.
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