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In "Sex and the City" spielte Mikhail Baryshnikov den Lover von Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker), der sich aber nicht gegen Mr. Big durchsetzen konnte

Der weltbekannte Tänzer und Schauspieler engagiert sich gegen die Verfolgung von Homosexuellen in seiner früheren Heimat.

Mikhail Baryshnikov hat Russland für das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" scharf kritisiert. In einer Erklärung für die LGBT-Gruppe "No More Fear Foundation" erklärte der 65-Jährige: "Mein Leben wurde ausgesprochen angereichert durch lesbische und schwule Mentoren, Kollegen und Freunde. Jegliche Diskriminierung oder Verfolgung von Homosexuellen ist nicht akzeptabel", so Baryshnikov. "Die Gleichbehandlung aller Menschen ist ein Grundrecht und es ist traurig, dass wir im 21. Jahrhundert immer noch darüber sprechen müssen." Das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" war im Juni von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet worden (queer.de berichtete).

Die in New York ansässige "No More Fear Foundation" unterstützt lesbische und schwule Asylbewerber aus den früheren Sowjetrepubliken. In Russland und den Nachbarstaaten würden neue Gesetz "die Verfolgungssituation von Menschen, die sich als LGBT identifizieren, rapide verschlechtern", beklagt die Gruppe. Baryshnikov lobte, die "No More Fear Foundation" helfe Flüchtlingen, "ein stolzerfülltes Leben in ihrem neuen Heimatland" ermöglichen.

Baryshnikov ist 1974 aus Russland geflohen

Baryshnikov hat selbst Erfahrungen als Flüchtling gesammelt: Im sowjetisch besetzten Lettland 1948 als Sohn russischer Eltern geboren, wurde er bald einer der besten Tänzer des Landes. 1974 setzte er sich während einer Tour in Kanada ab und beantragte Asyl in den Vereinigten Staaten. 1986 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft.

In New York City wurde er in verschiedenen Theatergruppen zum bekanntesten Tänzer. Außerdem versuchte er sich als Schauspieler: Für seine Rolle im Film "Am Wendepunkt" erhielt er eine Oscar- und eine Golden-Globe- Nominierung als bester männlicher Nebendarsteller. Zu seinen anderen erfolgreichen Filmen zählen "White Nights – Die Nacht der Entscheidung" und "Company Business". In der letzten Staffel der TV-Serie "Sex and the City" trat er regelmäßig als Aleksandr Petrovsky auf, als Freund von Hauptfigur Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker). (dk)



#1 Emilia RomagnaAnonym
#2 Aus Bad HomburgAnonym
  • 17.10.2013, 13:50h
  • Eine schöne und fast wie selbstverständliche Solidaritätsgeste von einem Mann, der in den 1960-ern den Thron des Rudolf Nurejew im damaligen "Kirov-Ballet" (Petersburger Mariinski Theater) nach dessen Flucht nach Paris übernommen hat und später auch emigrierte. Es ist aber vielleicht ziemlich leicht, als privilegiierter Emigrant im Westen Rußland zu kritisieren.
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#3 bengtAnonym
  • 17.10.2013, 14:27h
  • Antwort auf #1 von Emilia Romagna
  • Eine schöne und fast wie selbstverständliche Solidaritätstat von einem Parlament, der Region, die Milva (italienische Sängerin) in vielen schönen Liedern für ihren Kampf gegen Mussolini und Hitler besang.

    Was machen da deutsche Parlamente?
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 leander
#6 Aus Bad HomburgAnonym
  • 17.10.2013, 18:12h
  • Antwort auf #5 von leander
  • Ich bewundere jeden neuen Hetero-Mann, der sich für die Schwulenrechte in irgendeiner Form einsetzt - ganz besonders die attraktiven. Denn nur die wenigsten von ihnen sind homofreundlich: sie sind meistens so sehr am starken Interesse von Seite der Frauen gewöhnt, daß sich überhaupt kaum vorstellen können, daß da jemand - so ihre Denkweise - etwas weniger Glück haben könnte. Sprich: die Schwule als gescheiterte Heteros, so ein immer noch ziemlich stark verbreitetes Klischee in der heteronormativen Männerwelt.
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#7 antos
  • 17.10.2013, 21:32h
  • Antwort auf #2 von Aus Bad Homburg
  • "Es ist aber vielleicht ziemlich leicht, als privilegiierter Emigrant im Westen Rußland zu kritisieren."

    "Vielleicht", "ziemlich", "leicht". Ach komm, sprich die stupide christliche Glaubensgewissheit doch einfach schnurgrade aus: Kritik ist nur dann was wert, wenn sie durch eigenes Leiden geheiligt ist. Blutzeugen zählen! Für die Bluttaufe!
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#8 BiAthletAnonym
#9 -hw-Anonym
#10 SmileyEhemaliges Profil
  • 18.10.2013, 12:02h
  • Antwort auf #7 von antos
  • Wer gegen ein Regime etwas sagen will sollte doch wenigstens den Funken Anstand besitzen und das im Lager hinter Stacheldraht tun.

    Wer sich von außen regimekritisch einzubringen sucht handelt sehr fragwürdig. Noch dazu aus einer privilegierten Position heraus. Privilegiert dadurch, mitten im Leben in einer neuen unbekannten Umgebung sich selbst, Anschluß an ein neues Umfeld und ein wirtschaftliches Auskommen suchen und erarbeiten zu dürfen.

    Es erinnert schon ein bissel an die Erfahrung vieler Emigranten, zB der Manns, besonders aber Marlenes, mit den Insassen ihrer alten Heimat.
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