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  • 18.10.2013           13      Teilen:   |

Homophobie in Russland

Pussy-Riot-Mitglied unterstützt Sotschi-Boykott

Artikelbild
Pussy Riot macht auf Menschenrechtsverletzungen in Russland aufmerksam - und wird deshalb von den Behörden verfolgt

Ein Mitglied von Pussy Riot erklärte in der britischen Presse, dass die Band den Boykott der Olympischen Winterspiele in Russland unterstützt.

Jekaterina Samuzewitsch, die als Teil der feministischen Gruppe Pussy Riot nach einem "Punkgebet" in einer Kirche verhaftet und verurteilt worden war, hat einen Olympiaboykott in Sotschi als praktikabelste Protestform gegen die homophobe Gesetze in Russland bezeichnet. Sie erklärte gegenüber der Tageszeitung "The Independent": "Ich unterstütze den Boykott, weil es meiner Meinung nach derzeit keine andere Möglichkeit gibt, um die Behörden darauf aufmerksam zu machen, dass sie die Rechte ihrer Bürger mit Füßen treten", so Samuzewitsch.

Die Massenmedien seien gleichgeschaltet und von der Regierung "in Geiselhaft" genommen worden, daher sei von ihnen nichts zu erwarten. "Dieser Boykott könnte dann ein Symbol für die Kritik sein", glaubt die Aktivistin. Sie erklärte ferner, dass russische Sportler einem großen Druck ausgesetzt seien, "anti-homosexuelle Ansichten" zu entwickeln. Als besonders schlechtes Beispiel nannte sie die russische Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa, die während der Leichtathletik-WM in Moskau behauptet hatte, dass der russische Staat die Bürger vor Schwulen und Lesben schützen müsse (queer.de berichtete).

Fortsetzung nach Anzeige


Homo-Gruppen lehnen Boykott ab

Der Boykott der Spiele wird von russischen Homo-Gruppen mehrheitlich abgelehnt. Sie wollen die Spiele eher dafür nutzen, auf die Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land aufmerksam zu machen (queer.de berichtete).

Samuzewitsch wurde im März letzten Jahres gemeinsam mit zwei anderen Pussy-Riot-Aktivistinnen verhaftet, nachdem die Gruppe eine Protestaktion in der Christ-Erlöser-Kathedrale durchgeführt hatte. In einem Schauprozess wurden die Frauen zu zwei Jahren Haft in einem Arbeitslager verurteilt. In ihrem Schlusswort sagte Samuzewitsch damals: "Wieder einmal sieht Russland in den Augen der Weltgemeinschaft anders aus, als Wladimir Putin es bei seinen täglichen internationalen Begegnungen darstellen möchte. Alle von ihm versprochenen Schritte auf dem Weg zum Rechtsstaat sind ganz offenkundig nicht vollzogen worden." Die Strafe für Samuzewitsch ist inzwischen zur Bewährung ausgesetzt worden, ihre Mitaktivistinnen sind allerdings weiterhin in Haft. (dk)

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Teilen: 72             4     
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Tags: russland, pussy riot
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Reaktionen zu "Pussy-Riot-Mitglied unterstützt Sotschi-Boykott"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
18.10.2013
16:50:57


(+6, 10 Votes)

Von protest


Sochi Olympic hopeful backed by fellow pro gay athletes

- See more at:
Link zu www.gaystarnews.com

I think the Olympics may be a great way for some, without trying to be shocking, but trying to be exuberant and show the world what it means to be gay. How can you resist that?
Weaver speaks out against Russias recently passed law which prohibits propaganda of non-traditional sexual relations to minors in the country.

- See more at:
Link zu www.gaystarnews.com


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#2
18.10.2013
17:16:43


(-11, 13 Votes)

Von anome
Aus Kassel (Hessen)
Mitglied seit 01.10.2013


Warum neigen so viele Menschen dazu, den Sport zu politisieren? Hat Russland jemals Sportveranstaltungen in anderen Ländern boykottiert, weil ihnen deren Gesetze nicht gepasst haben? Die Olympischen Spiele haben auch in China stattgefunden, wo die Menschenrechtslage weitaus schimmer ist.

Und überlegt mal, was ihr da von den Sportlern fordert! Sollen die wegen der Politik ihre Lebensträume opfern?! Für die sie viel gearbeitet und geopfert haben?!

Im übrigen weiß ich nicht, was sich durch einen Boykott ändern soll. Ohne die Olympiade würde sich bald keiner mehr für die LGBTIs in Russland interessieren.

Und zu Pussy Riot: Menschen, die selbst Toleranz predigen, aber dann durch christenfeindliche Aktionen zur Intoleranz gegen Christen beitragen, kann ich nicht ernst nehmen.


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#3
18.10.2013
17:27:48


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Long live Pussy Riot!


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#4
18.10.2013
19:16:55


(0, 4 Votes)

Von long life
Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


Berezovsky as a "persecuted" businessman,
Politkovskaya "murdered by KGB goons",
Khodorkovsky jailed for his love of "liberty,"
Russia's "aggression" against Georgia,
The Russian "genocidal" wars against the Chechen people,
"Pussy Riot" as "prisoners of conscience",
Litvinenko "murdered by Putin",
Magnitsky and the subsequent "Magnitsky law",
Snowden as a "traitor hiding in Russia",
The "stolen elections" to the Duma and the Presidency,
The "White Revoluton" on the Bolotnaya square,
The "new Sakharov" - Alexei Navalnyi,
Russia's "support for Assad", the (Chemical) "Butcher of Baghdad",
The Russian constant "intervention" in Ukrainian affairs,
The "complete control" of the Kremlin over the Russian media,.........................


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#5
18.10.2013
19:23:01


(+2, 4 Votes)

Von Harpune


und die in Russland wegen ihrer LSBTI-Freundlichkeit ebenfalls unerwünschte Madonna weilt gerade in Berlin ...

Link zu www.siegessaeule.de


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#6
18.10.2013
19:36:04
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von Alex


"Der Boykott der Spiele wird von russischen Homo-Gruppen mehrheitlich abgelehnt. Sie wollen die Spiele eher dafür nutzen, auf die Menschen­rechts­ver­let­zungen im eigenen Land aufmerksam zu machen"

Die haben nur leider immer noch nicht kapiert, dass jede Art von Meinungsäußerung oder Kritik bereits im Keim erstickt wird. Und dann hat Zar Putin genau die schönen Bilder, die er für das Vertuschen der Wahrheit und für sein Image braucht.

Nur ein Boykott macht die Weltöffentlichkeit wirklich auf die Gründe dafür aufmerksam.


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#7
18.10.2013
19:46:31


(+4, 8 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Ein Boykott ist die einzige Protestform, die für einen Menschen mit Gewissen und Selbstachtung infrage kommt.


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#8
18.10.2013
21:29:00


(+6, 8 Votes)

Von Yannick
Antwort zu Kommentar #6 von Alex


Volle Zustimmung!

Da jede Art von Protest verboten ist und schärfstens bestraft wird (eben weil die bunten Bilder nicht gestört werden sollen) wird Olympia eine reine Propaganda-Veranstaltung für Putin werden.

Selbst wenn dann in irgendwelchen Nachtprogrammen auch mal eine Diskussionsrunde stattfindet, nimmt das doch kaum jemand wahr und vor allem stört es nicht Putins Propaganda.

Nur ein Boykott kann wirklich was bewegen, weil nur ein Boykott Putin blamiert und den Russen zeigt, wie sehr ihr Diktator sie in die politische und kulturelle Isolation sowie ins wirtschaftliche Verderben führt!!!!!!

Nur ein Boykott kann Putins Propagandashow kaputt machen und der Welt die Wahrheit hinter der glitzernden Fassade zeigen!!!!!!


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#9
18.10.2013
23:31:32


(+3, 5 Votes)

Von Faktencheck
Antwort zu Kommentar #2 von anome


"Warum neigen so viele Menschen dazu, den Sport zu politisieren?"

Und was, glaubst du, tun die Regierungen der jeweiligen Gastgeberländer mit den Olympischen Spielen? Wie blind kann man denn sein?


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#10
19.10.2013
00:57:20


(+2, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von anome


""Hat Russland jemals Sportveranstaltungen in anderen Ländern boykottiert""..

Ja, haben sie..

Die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles..

""Nach dem Olympiaboykott der USA und 41 weiterer Staaten bei den Sommerspielen 1980 in Moskau
((wegen des Einmarsches der Sowjettruppen in Afghanistan 1979))
und den 1983 eingeleiteten Maßnahmen US-amerikanischer Politiker zum Ausschluss sowjetischer Sportler boykottierte die Sowjetunion die Spiele von Los Angeles.
Weitere 18 meist realsozialistische Staaten verweigerten ebenfalls die Teilnahme, nicht jedoch Rumänien, China und Jugoslawien. Obwohl mit 140 Nationen letztendlich ein neuer Rekord verzeichnet wurde, blieben allein mit den betroffenen Ostblockstaaten sowie Kuba sieben Mannschaften den olympischen Wettbewerben fern, die noch acht Jahre zuvor bei den letzten gemeinsamen Spielen in Montreal rund die Hälfte aller Medaillen gewonnen hatten.""..

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1984


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Olympiaboykott#Boykotte


Aber so was muß Mann erst nachlesen wenn Mann zu jung its und davon nichts weiß, obwohl es hier schon mehrfach erwähnt wurde..

""Und zu Pussy Riot: Menschen, die selbst Toleranz predigen, aber dann durch christenfeindliche Aktionen zur Intoleranz gegen Christen beitragen, kann ich nicht ernst nehmen.""..

WAS GENAU war an dem Protest "Christenfeindlich" ?

Das er in einer Kirche stattfand hatte den Grund klarzustellen wie sehr die Politik Putin´s inzwischen von den "Bedürfnissen" der Russich-Orthodoxen Kirche bestimmt und beeinflußt wird..

Daran ist rein gar nichts "Christenfeindlich" !

Kirchenfeindlich, ja..
Mit Recht, weil die Instituion Kirche dort wie überall ihre Finger aus Staatlichem Recht herauszuhalten hat !


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