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Eine Dänin in Berlin

Das zweite Album: Agnes Obel


hren ersten Erfolg hatte die in Berlin lebende Dänin Agnes Obel mit dem Lied "Just So", das 2009 in einem Werbespot der Deutschen Telekom verwendet

  • 20. Oktober 2013, Noch kein Kommentar

Drei Jahren nach "Philharmonics" ist nun die CD "Aventine" erschienen.

Sind wirklich schon fast drei Jahre vergangen seit "Philharmonics"? Das Debütalbum von Agnes Obel klingt immer noch so frisch wie beim ersten Hören. Eine zarte Platte, ein stilles Phänomen: bis heute fast eine halbe Million Mal verkauft. "Philharmonics" bekam eine Gold-Auszeichnung in Holland, Platin in Belgien und Frankreich, Fünffach-Platin in ihrer alten Heimat Dänemark, wo Agnes Obel 2011 auch fünf Danish Music Awards überreicht wurden.

Das zweite Album soll ja das schwierigste überhaupt sein. Dein ganzes Leben bereitest du dich aufs Debüt vor, und kaum ist das draußen, tickt schon die Uhr für den Nachfolger. Wie also hat die Gewinnerin des European Border Breakers-Preis 2012 die traditionellen Fallstricke für Album No.2 gemieden?

Aufgenommen in Dänemark und Berlin-Kreuzberg


Das Album "Aventine" ist Ende September bei Play It Again Sam / PIAS Germany erschienen

Mit "Aventine" rückt Agnes Obel die Dinge jedenfalls in eine Perspektive. Das zweite Album fügt dem Bild Tiefe hinzu. Sonst steht das Debüt allein da, als brillanter Schnappschuss, aber ohne echten Fingerzeig wohin die Reise geht. Jetzt wissen wir es. Dabei hat es "Aventine" faszinierend uneilig. Wenn "Philharmonics" ein Waldspaziergang war, nimmt sich dieses Album die Zeit, um die Schönheit und die Beschaffenheit eines einzigen Blatts zu sehen und zu fühlen. Und ist gerade deshalb mikrokosmisch und universell zugleich.

Alle Songs auf dem Album hat Agnes Obel zwischen Anfang 2012 und dem späten Frühjahr dieses Jahres geschrieben, arrangiert, aufgenommen und produziert, zuhause und in einem Studio in Kreuzberg. Die Fans dürften "Fuel To Fire" und "Smoke & Mirrors" noch aus ihren Konzerten 2011 erinnern.

"Aventine" dreht sich fast ganz um das Klavier und die Stimme von Agnes Obel – und das Cello von Anne Müller, die schon auf "Philharmonics" zu hören war und seit 2009 auch zur Live-Besetzung gehört. Dazu ist auf drei Stücken Mika Posen von der kanadischen Band Timber Timbre an Geige und Viola zu hören, auf "Pass Them By" die Gitarre von Robert Kondorossi, ebenfalls schon bekannt vom Debüt, und auf "Fuel To Fire" die Scottish Harp von Gillian Fleetwood. So zeichnet Agnes Obel mit kühnerem Pinselstrich auch kompliziertere Muster, ohne dabei ihre Leichtigkeit einzubüßen – ein erstaunlicher Balanceakt. (cw/pm)

Vimeo | "The Curse" von Agnes Obels neuem Album "Aventine"

Für Hipster: Die drei Platten werden in einer Jute-Tasche verschickt