Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?20276

Teilnehmer des ersten und von der Polizei gut abgeschirmten CSD in Podgorica

Beim ersten Pride in der Hauptstadt Podgorica liefern sich Polizei und Nationalisten Straßenschlachten. Ein 15-Jähriger wird beim Bau einer Bombe verletzt.

Von Norbert Blech

In der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica ist es am Sonntag zu schweren Ausschreitungen zwischen der Polizei und Gegnern der ersten CSD-Parade in der Geschichte der Stadt gekommen.

Während der CSD, der am Parlament endete, von der Polizei abgeschirmt wurde und selbst offenbar friedlich ablief, errichteten Nationalisten Barrikaden, um mit der Polizei zu kämpfen. Diese setzte zahlreich Tränengas ein, wie auch das Sicherheitspersonal der US-Botschaft. Nationalisten stürmten diverse Gebäude und richteten Sachschaden an. So wurde unter anderem ein Stein durch die Fensterscheibe einer Nachrichtenredaktion geworfen.

Nach aktuellem Stand wurden insgesamt rund 60 Nationalisten verhaftet, darunter einige Personen mit Molotow-Cocktails und um die 20 Minderjährige. Einige Polizisten und Homo-Gegner wurden bei den Ausschreitungen verletzt, offenbar kam es aber zu keinen schweren Verletzungen. Bei dem größten Polizeieinsatz des Landes der letzten Jahre waren rund 2.000 Beamte im Einsatz.

Am CSD selbst nahmen bis zu 200 Menschen teil, darunter auch Vertreter der Regierungs- und Oppositionsparteien wie auch Botschafter der EU und einiger EU-Länder. Auch die Organisatoren der ebenfalls umkämpften CSDs in Belgrad und Split waren angereist. Nach Abschluss der Demonstration wurden die Teilnehmer von der Polizei sicher aus der Innenstadt eskortiert. Die Veranstalter erklärten, den nächsten CSD im Juni 2014 abhalten zu wollen.

Bombenbastler verletzt


Nationalisten lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei

Für einen zusätzlichen Schreck sorgten am Sonntag Medienberichte, wonach ein 15-Jähriger mit Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, nachdem es beim Basteln von Sprengsätzen zu einer Explosion kam. Der Junge hatte sich über das Internet Anleitungen zum Bau von Bomben heruntergeladen und mit Dünger und ähnlichen Materialien experimentiert.

Mit den Bomben habe er CSD-Teilnehmer treffen wollen, so der junge Mann, der derzeit von Polizeibeamten im Beisein seiner Eltern verhört wird.

Am Samstag war Medienberichten zufolge ein bekannter LGBT-Aktivist von drei jungen Männern vor seiner Wohnung überfallen worden. Dabei schlugen ihm die Angreifer gegen den Kopf.

Krawalle bereits im Sommer


Ein verlassenes Kampfgebiet am Sonntag in Podgorica

Bereits im Juli war es beim CSD in Budva, dem ersten CSD in Montenegro überhaupt, zu Ausschreitungen gekommen (queer.de berichtete). Mehrere hundert Nationalisten protestierten mit Rufen wie "Tötet die Homos" gegen den CSD und warfen mit Steinen, Flaschen und vielen anderen Gegenständen auf die Parade-Teilnehmer, von denen einige leicht verletzt wurden.

2011 war ein geplanter CSD in der Hauptstadt aus Sorge vor angekündigten Gegenprotesten noch abgesagt worden. In diesem Jahr wollten die Aktivisten von "Queer Montenegro" aber nicht auf einen Protest verzichten und wurden dabei auch von der Regierung unterstützt.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.10.2013, 14:23h
  • Den Nationalisten muß unbedingt das Handwerk gelegt und sie müssen auf das Schärfste bekämpft werden!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 GerritAnonym
  • 20.10.2013, 14:47h
  • Die sollten allesamt wegen Volksverhetzung, Körperverletzung und versuchten Mordes verklagt werden und mit aller Härte bestraft werden!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SmileyEhemaliges Profil
  • 20.10.2013, 14:56h
  • >ein 15-Jähriger mit Verbrennungen [...] beim Basteln von Sprengsätzen zu einer Explosion [...] Internet Anleitungen zum Bau von Bomben [...] experimentiert [...] CSD-Teilnehmer treffen wollen<

    Das beweist zweifellos den schädlichen Einfluß Homosexueller auf Jugendliche.

    Ich wünsche niemandem Schäden an Gesundheit und Leben, auch nicht diesem jungen Mann, aber ich es freut mich daß er die Konsequenzen seines Handeln gänzlich selbst hat kosten dürfen. Ich hoffe daß die Behandlungskosten nicht durch irgendwelche Versicherungen abgedeckt werden können.

    www.youtube.com/watch?v=HCp_5-CsYuM

    www.youtube.com/watch?v=lPxV_V0TzBA
  • Antworten » | Direktlink »
#4 -hw-Anonym
#5 HugoAnonym
  • 20.10.2013, 20:26h
  • Das sind lauter Verbrecher, die haben nichts anderes im Kopf als nur Gewalt. Denen ist der Vorwand egal, hauptsache sie können Gewalt verbreiten und praktizieren.
    Erschreckender finde ich, das wenige ewiggestrige diese Verbrecher benutzen um Ihren Zielen näher zu kommen.
    Im Endeffekt sind sie alle brandgefährlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Martin28a
#7 userer
  • 21.10.2013, 11:49h
  • Antwort auf #5 von Hugo
  • Hugo meint: "Denen [den Nationalisten] ist der Vorwand egal, hauptsache sie können Gewalt verbreiten und praktizieren."

    Nein, das glaube ich nicht.
    Der Anlass spielt mit Sicherheit eine Rolle.

    Dass es ein CSD ist, der angegriffen werden kann, ist für die Nationalisten sehr wohl ausschlaggebend. Sie würden wohl kaum eine christliche Prozession angreifen, nur um ihre Gewaltfantasien auszuleben. Schwule und Lesben zu ermorden scheint für die Nationalisten hingegen eine gerechte Sache zu sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 HugoAnonym
  • 21.10.2013, 16:22h
  • Antwort auf #7 von userer
  • "Schwule und Lesben zu ermorden scheint für die Nationalisten hingegen eine gerechte Sache zu sein."
    Eben, weil die wenigen ewiggestrigen das sagen.
    Natürlich glauben auch einige gewalttätige das sie "das Richtige" machen.
    Die gewalttätigen wissen das sie bei den meisten Homosexuellen leichtes Spiel haben, weil Sie nicht zur Polizei gehen um die idioten anzuzeigen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil