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  • 21.10.2013           19      Teilen:   |

Staat Nummer 14

Erste Regenbogen-Hochzeiten in New Jersey

Artikelbild
Der Newarker Bürgermeister Cory Booker (rechts) schließt kurz nach Mitternacht mehrere Ehen.

Seit Mitternacht dürfen auch Schwule und Lesben im "Garden State" heiraten. Damit haben 14 US-Bundesstaaten die Ehe geöffnet.

Zu Update springen: Gouverneur Christie gibt Widerstand auf (16.25 Uhr)

Am Montagmorgen um 0.01 Uhr Ortszeit sind in New Jersey die ersten gleichgeschlechtlichen Ehen geschlossen worden. Als wahrscheinlich erstes Paar heirateten Louise Walpin und Marsha Shapiro – zwei Klägerinnen gegen das Ehe-Verbot im Bundesstaat – in der Stadt Roselle. Sie heirateten in Anwesenheit vieler schwul-lesbischer Aktivisten und Politiker, wie Loretta Weinberg, der Präsidentin des Senats. Als Standesbeamter fungierte Bürgermeister Jamel Holley.

In mehreren anderen Städten des Bundesstaates organisierten Bürgermeister ähnliche Hochzeitsfeiern nach Mitternacht. Der Prominenteste ist Cory Booker aus Newark, der erst vor wenigen Tagen in den US-Senat gewählt worden war. Booker setzt sich bereits seit Jahren für die Ehe-Öffnung ein und verzichtete wegen des Ehe-Verbots für Schwule und Lesben darauf, heterosexuelle Paare zu trauen. Am Montagmorgen holte er das nach: Er ehelichte insgesamt sieben Paare, davon fünf gleichgeschlechtliche und zwei heterosexuelle.

Ein christlicher Aktivist versuchte in Newark, die Zeremonie zu unterbinden. Auf die Frage von Booker, ob jemand etwas gegen eine Eheschließung einzuwenden habe, erhob er sich und brüllte mehrfach: "Das ist ungesetzlich in den Augen von Gott und Jesus Christus". Der Mann wurde daraufhin von Sicherheitspersonal aus dem Rathaus geleitet. Booker erklärte darauf, dass er "keine überzeugenden oder angemessenen Widersprüche" gehört habe, woraufhin das Publikum enthusiastisch applaudierte.

Youtube | Gutgelaunt nimmt Bürgermeister Cory Booker mehreren Paaren das Ja-Wort ab
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Gericht öffnete Ehe

Governeur Chris Christie, der 2016 repbulikanischer Präsident werden will, hat jahrelang die Ehe-Öffnung in New Jersey bekämpft – vor Gericht musste er schließlich mehrere Niederlagen hinnehmen - Quelle: Bob Jagendorf / flickr / cc by 2.0
Governeur Chris Christie, der 2016 repbulikanischer Präsident werden will, hat jahrelang die Ehe-Öffnung in New Jersey bekämpft – vor Gericht musste er schließlich mehrere Niederlagen hinnehmen (Bild: Bob Jagendorf / flickr / cc by 2.0)

Erst am Freitag hatte der oberste Gerichtshof von New Jersey einen Einspruch des republikanischen Gouverneurs Chris Christie gegen die Ehe-Öffnung abgelehnt (queer.de berichtete). Damit wurde das vorläufige Urteil eines Gerichtes aus dem September umgesetzt, das das Eheverbot für Schwule und Lesben als verfassungwidrig erklärt hatte (queer.de berichtete). Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die Ehe-Öffnung im kommenden Jahr bestätigt wird.

Die Demokraten im Regionalparlament wollen trotzdem versuchen, die Ehe-Öffnung auf legislativem Wege abzusichern. Senat und Abgeordnetenhaus haben bereits mehrfach für die Gleichstellung gestimmt, allerdings verhinderte der Gouverneur das Gesetz mit seinem Veto. Nun wollen die Demokraten versuchen, homofreundliche Republikaner zu überzeugen, um mit einer Zweidrittelmehrheit das Veto von Christie aushebeln zu können.

Bei der letzten Abstimmung stimmten 24 Senatoren für die Ehe-Öffnung und 16 dagegen. Die Zweidrittelmehrheit liegt bei 27 Stimmen. Im Abgeordnetenhaus ging die Abstimmung 42 zu 33 aus. Hier wären 54 Stimmen notwendig. Die Parlamentarier haben bis Januar Zeit, das Veto zu überstimmen.

Umfragen zufolge befürwortet eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent in New Jersey die Ehe-Öffnung. Gouverneur Chris Christie gibt sich aber weiterhin als Gegner der Gleichstellung. Laut Politikwissenschaftlern möchte er auf diese Art erzkonservative Homo-Gegner auf seine Seite ziehen, deren Stimme er bei den Vorwahlen für seine geplante Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2016 braucht. (dk)

 Update  Gouverneur Christie gibt Widerstand auf (16.25 Uhr)
New Jerseys Gouverneur hat am Montag via E-Mail erklärt, dass er seinen Einspruch gegen das Urteil zur Ehe-Öffnung zurückziehen werde. Er begründete den Rückzieher mit der Urteilsbegründung der Gerichtsentscheidung, die so eindeutig ausgefallen sei, dass seinem Widerspruch keinerlei Chancen eingeräumt werden würden.

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Tags: ehe-öffnung, new jersey, cory booker
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Reaktionen zu "Erste Regenbogen-Hochzeiten in New Jersey"


 19 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
21.10.2013
16:10:30
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Abführmittel


"Auf die Frage von Booker, ob jemand etwas gegen eine Eheschließung einzuwenden habe, erhob er sich und brüllte mehrfach: "Das ist ungesetzlich in den Augen von Gott und Jesus Christus". Der Mann wurde daraufhin von Sicherheitspersonal aus dem Rathaus geleitet. Booker erklärte darauf, dass er "keine überzeugenden oder angemessenen Widersprüche" gehört habe, woraufhin das Publikum enthusiastisch applaudierte."

So müsste man auch die Angie oder den Papst abführen.


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#2
21.10.2013
16:28:19


(+5, 7 Votes)

Von -hw-
Antwort zu Kommentar #1 von Abführmittel


Auf die Frage von Booker, ob jemand etwas gegen eine Eheschließung einzuwenden habe, erhob er sich und brüllte mehrfach: "Das ist ungesetzlich in den Augen von Gott und Jesus Christus".

War auch abführend:

Die Frau schrie: "Gott lässt sich nicht lächerlich machen."

Link zu www.oe24.at


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#3
21.10.2013
16:29:02


(+5, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Abführmittel


"On February 15, 1804, New Jersey became the last northern state to abolish new slavery and enacted legislation that slowly phased out existing slavery. This led to a gradual scale-down of the slave population."

Zufall?

Nö. Ostküste halt.


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#4
21.10.2013
16:41:05


(+3, 5 Votes)

Von Yannick


Herzlichen Glückwunsch all denen, die jetzt heiraten können.

Hier in Deutschland ist man ja leider noch weit von echter Gleichstellung entfernt.


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#5
21.10.2013
16:41:58


(-8, 10 Votes)

Von Aus Bad Homburg


"Gouverneur Chris Christie gibt sich aber weiterhin als Gegner der Gleichstellung". Eigentlich favorisiert der im "Garden-State" im Moment sehr populäre Chris Christie die Idee eines Referendums über diese Frage - und das ist wohl "non plus ultra", was er als ein republikanischer Gouverneur mit ausgezeichneten Aussichten für den Posten des amerikanischen Präsidenten 2016 in dieser Frage sagen und machen kann. Daß die dortigen Schwulenverbände so einen gut gemeinten Vorschlag auch trotz 60% Zustimmung für die Homo-Ehe weiter strickt ablehnen, sagt wohl nichts gutes entweder über die lokale politische Kultur oder aber realle gesellschaftliche Akzeptierung der Ehe-Öffnung zwei Schritte südlich vom liberalen New York. Oder beides. Schließlich war die Lage auch im "libertinären" Frankreich (zumindest was die Zustimmung der Bevölkerung betrifft) vor rund einem Jahr exakt die gleiche.


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#6
21.10.2013
17:07:26


(+5, 7 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von Aus Bad Homburg


Trollig, drollig....

Danke für die Adrenalinspritze!

Soll jetzt auch noch mal ein Referendum über die gemischtrassige Ehen oder Judenquoten an Unis (nicht nur die Bildungsfernen wurden in den USA und anderswo diskriminiert, sondern auch die Bildungshungigen) abgehalten werden?

Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber anstatt widersinnig über 'politische Kultur' zu faseln, solltest Du wirklich professionelle Hilfe suchen. Deine aufschlußreichen Beichten in diesem Forum reichen auf Dauer nicht aus...


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#7
21.10.2013
17:49:20


(-2, 4 Votes)

Von Hugo


Es währe interessant zu wissen, wenn Abstimmungen über Homosexuellen Ehen, egal, in was für einem Parlament, egal was für ein amerikanisches oder europäisches Parlament, geheim währe, zu was für einem Ergebnis das führen würde.


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#8
21.10.2013
17:54:31


(-6, 8 Votes)

Von Aus Bad Homburg
Antwort zu Kommentar #6 von goddamn liberal


Nein, ich bin mit dem Vergleich nicht einverstanden. Die Juden ist was ganz anderes als die Homosexuelle: das ist eine Nationalität, vor allem aber die Religion. Diese zwei (ganz besonders die Religion) haben ein natürliches Vorrecht vor den Merkmalen wie "politische Ansichten" oder, selbstverständlich, "die Sexualität".


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#9
21.10.2013
18:14:42


(+4, 4 Votes)

Von Therapeut
Antwort zu Kommentar #6 von goddamn liberal


Wenn er nicht jahrelang zweimal wöchentlich auf die Couch liegen will hilft da nur noch das Kurzprogramm. Schnell und effektiv. Ist alles binnen einer Woche problemlos machbar.

- Den wichtigsten 5 Leuten in seinem Leben die für ihn schwierigsten 3 Worte sagen. Dabei dem Gegenüber direkt in die Augen sehen.

- aus der Kirche austreten und seine Bibel verbrennen

- sich regelmässig richtig durchfi.... lassen

- nie mehr Adelstitel verwenden

- Das so gesparte Geld der lokal tätigen LGBTI-Gruppe persönlich überweisen und erklären das man bisher ein riesiges Arschl..... war aber sich die Zeiten nun definitiv geändert haben.


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#10
21.10.2013
18:15:25


(+5, 5 Votes)

Von m123


Dass ein Gouverneur Beschlüsse des Landesparlaments einfach durch Einlegen eines Vetos zunichte machen kann, hört sich für mich nicht nach lupenreiner Demokratie an.


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