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Die amerikanische Organisation Exodus International hat über Jahrzehnte Schwulen und Lesben eingeredet, dass sie krank sind. Inzwischen hat sich die größte Ex-Gay-Gruppe der Welt aufgelöst. Deren Vorsitzender erklärte, dass Homo-Heilung nicht funktioniert.

Die internationale Vereinigung von über 100 nationalen Ärzteverbänden verurteilt die Diskriminierung von Schwulen und Lesben und fordert Strafen für Homo-Heiler.

Bei der 64. Generalversammlung des Weltärztebundes am vergangenen Wochenende im brasilianischen Fortaleza haben die Delegierten eine von der deutschen Bundesärztekammer erstellte Stellungnahme verabschiedet, in der die "Heilung" von Homosexuellen strikt abgelehnt und vor den Folgen der Stigmatisierung sexueller Minderheiten gewarnt wird. In dem Papier wird Homosexualität als "natürliche Variation menschlicher Sexualität ohne direkt daraus resultierende schädliche Auswirkungen" beschrieben.

Schädlich für Schwule und Lesben seien dagegen "direkte und indirekte Diskriminierung, Stigmatisierung [und] die Ablehnung durch nahestehende Menschen und Mobbing". Diese negativen Erlebnisse würden zu höheren Raten von Depressionen, Drogenmissbrauch und Selbstmordversuchen führen, insbesondere unter jüngeren Menschen.

"Keine medizinische Indikation" für Homo-Heilung

Als Maßnahme empfiehlt der Weltärztebund unter anderem, Homo-Heiler zu bestrafen: Deren Methoden "verletzen die Menschenrechte und sind nicht zu rechtfertigen", heißt es in der Stellungnahme. Ärzte, die sogenannte Konversionstherapien durchführten, sollten daher "verurteilt und mit Sanktionen und Strafen versehen werden". Es sei grundsätzlich "unethisch", wenn Ärzte versuchten, Homosexuelle zu "heilen". "Es gibt [für diese Methoden] keine medizinische Indikation und sie stellen eine ernste Gefahr für die Gesundheit und die Menschenrechte von denen dar, die behandelt werden", heißt es in der Stellungnahme.

In Deutschland dürfen Homo-Heiler praktizieren. Im Bundestag scheiterte erst im April ein Antrag der Grünen, Konversionstherapien für minderjährige Homosexuelle zu verbieten. Die Regierungsfraktionen von Union und FDP lehnten damals den Gesetzentwurf ab (queer.de berichtete).

Das Papier des Weltärztebundes wurde von der in Berlin ansässigen Bundesärztekammer in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) erarbeitet und gemeinsam mit der französischen Ärztekammer und der British Medical Association beim Weltärztebund eingereicht.

Eine weitere von der Bundesärztekammer erarbeitete Stellungnahme fordert angelehnt an eine UN-Resolution das Ende der Todesstrafe. Auch dieses Papier wurde vom Weltärztebund angenommen. (dk)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 23.10.2013, 13:35h
  • Das können wir dann an die hessische Landesregierung und die Diakonie weiterleiten.

    Die EVANGELISCHE Diakonie, Timm Johannes!

    Wie immer kommen progressive Impulse nicht aus dem Inland, sondern dringen von Außen in die germanischen (Hinter-)Wälder vor.
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#2 AlexAnonym
#3 timpa354Ehemaliges Profil
#4 SmileyEhemaliges Profil
#5 Martin28a
  • 23.10.2013, 14:29h
  • Wenn er Weltärztebund schon sagt, dass Homo Heiler gegen die int. Menschenrechte verstossen, dann bin ich ja mal gespannt, wie lange die in Deutschland noch rumpfuschen dürfen.
    Das is eh alles ein Skandal, was sich die FDP hat gefallen lassen...

    Mal sehen ob die SPD jetzt auch ständig gegen die Menschenrechte verstösst, nur weil ein paar Spinner in der Regierung ein auf KAtholiban machen wollen ;) Wundert würds mich nicht
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#6 TheDadProfil
  • 23.10.2013, 14:31hHannover
  • "" Die Regierungsfraktionen von Union und FDP lehnten damals den Gesetzentwurf ab""..

    Soviel zum "Gleichstellungwillen" der aus der Regierung und dem Bundestag abgewählten FDP..
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#7 mezzoAnonym
  • 23.10.2013, 14:52h
  • Ich hab es mir nicht ausgesucht, schwul zu sein- Ich hatte einfach nur Glück! ;-)
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#8 MikeschAnonym
  • 23.10.2013, 14:52h
  • Eindeutige Worte und eine hoffentlich etwas bewirkende klare Ansage.
    Hab' allerdings so meine Zweifel, ob die sich davon beeindrucken lassen, zumal gesetzliche Regelungen/Sanktionen nach wie vor fehlen.
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#9 kuesschen11Profil
  • 23.10.2013, 14:57hDarmstadt
  • Na, wie schön, die Menschheit kommt doch noch zur Besinnung.

    Amerika hat im Weltärztebund den Weg für Menschenrechte erweitert und geebnet. Die Zeit ist reif dafür.

    Hoffentlich wird das Homo-Heilungs-Verbot auch in Deutschland so bald wie möglich umgesetzt.

    Der Gesichtsausdruck von Angela Merkel interessiert mich, wenn sie die Nachricht übermittelt bekommt ...
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#10 WeltkulturerbeAnonym
  • 23.10.2013, 15:37h
  • Wissenschaft ist eine Säule der Zivilisation und ihrer Kultur. In wenigen Wochen dürfen in Berlin militante mittelalterliche Charaktere Hochkultur mimen.

    Man wird sehen, ob es dort Kulturträger gibt.

    "Die Russische Filmwoche in Berlin wird von der russischen Generaldirektion für internationale Filmfeste Interfest in Kooperation mit der Berliner Agentur Interkultura Kommunikation und mit freundlicher Unterstützung des Kulturministeriums der Russischen Föderation und des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur in Berlin veranstaltet.
    Das Festival steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, und des Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafters der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland, Vladimir M. Grinin."

    Auch in diesem Jahr ist Hauptförderer die GAZPROM Germania GmbH, die dem Festival seit seinen Anfängen ein zuverlässiger Partner ist.

    www.russische-filmwoche.de/
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