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  • 26.10.2013           30      Teilen:   |

Männlichkeiten und Militarismus

"Menschen leben lieber bunt als soldatisch"

Artikelbild
Ralf Buchterkirchen untersucht in seinem Buch "'… und wenn sie mich an die Wand stellen' - Desertion, Wehrkraftzersetzung und 'Kriegsverrat' von Soldaten in und aus Hannover 1933-1945" den Zusammenhang von Militarismus und Männlichkeiten (Bild: privat)

Der verqueert.de-Blogger Ralf Buchterkirchen hat ein friedenspolitisches Buch geschrieben. Er geht Männlichkeitsnormen nach und zeigt, dass individuelle Lebensweisen der militärischen Logik widersprechen.

Interview: Ulrike Kümel

Ralf, du nennst dein Blog "verqueert". Ich assoziiere da, dass du die Begriffe "schwul" oder "LGBT" nicht für sinnvoll hältst…

Die Begriffe sind mir zu eingeschränkt. Mir geht es nicht um schwule oder lesbische Politik, sondern darum, außerhalb einer heteronormativen Denknorm agieren zu können. Vor allem aber geht es mir darum, Männlichkeitsnormen und damit verbundene Rollenbilder zu hinterfragen. Das mache ich nicht nur auf dem Gebiet klassischer LGBTI-Politik, sondern vor allem in der Verknüpfung mit anderen Politikfeldern, insbesondere in der antimilitaristischen Arbeit.

Und wie verqueerst du die Dinge?

Das mache ich, indem ich bei aktuellen und historischen Themen stets die zu Grunde liegenden Geschlechterrollen und die weiteren normativen Vorstellungen thematisiere. Ein Beispiel sind Deserteure. Ich habe mich intensiv mit Desertion von Soldaten des Zweiten Weltkrieges beschäftigt und versucht über gesellschaftlich und politisch aufgebaute Männlichkeitskonstruktion zu verstehen und nachzuvollziehen, welchem Druck Menschen ausgesetzt waren, die sich aus was für Gründen auch immer, dem Mitmachen am Töten wiedersetzt haben. Wie wirkmächtig die heterosexuelle Männlichkeitsnorm funktioniert, wird hier sehr deutlich. Und solche Untersuchungen sind wiederum für all die Bestrebungen interessant, die sich gegen Normierungen wenden.

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In jahrelanger Recherche hat Ralf Buchterkirchen die Daten von 51 gehorsamsverweigernden Wehrmachtssoldaten ermittelt, die aus Hannover kamen oder dort hingerichtet wurden
In jahrelanger Recherche hat Ralf Buchterkirchen die Daten von 51 gehorsamsverweigernden Wehrmachtssoldaten ermittelt, die aus Hannover kamen oder dort hingerichtet wurden

Wie können wir uns das vorstellen? Hast du einmal ein aktuelles Beispiel?

Wie gesetzte Rollenbilder funktionieren, wird am Beispiel der Bundeswehr sehr deutlich. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht ist sie aktuell gezwungen, für sich zu werben und sich als "normale" Arbeitgeberin zu präsentieren. Das passiert auf mehreren Ebenen: Die Werbung versucht an Technikbegeisterung – durchaus auch martialische – anzuschließen; Härte, Abenteuerlust und Stärke werden präsentiert, aber sie muss zunehmend auch als "familienfreundlich" erscheinen.

Es wird also gezielt an heroische Männlichkeitsbilder angeschlossen. Es werden aber gesellschaftliche Aktualisierungen, die sich in Männlichkeitskonstruktionen zeigen, zumindest partiell eingebunden. Gleichzeitig wird in der Werbung der Bundeswehr das Militärische in einer "Bundeswehrkarriere" verschwiegen und kleingeredet. Gut ist, dass die Werbung der Bundeswehr trotz des Einsatzes großer finanzieller Mittel und trotz des Anspielens auf bestimmte Männlichkeitsbilder (eben Affinität zu Technik etc.) derzeit kaum Erfolg hat, da junge Menschen sich zunehmend gegen soldatischen Gehorsam entscheiden – sie leben lieber bunt als soldatisch.

Bedeutsam ist auch der Blick auf Kameradschaft und Homosexualität: Armeen waren lange Zeit ausschließlich – und die Bundeswehr ist es aktuell weitgehend – ein homosozialer Raum. Lauter junge Männer sind dort zusammen. Und hier ist es für soldatischen Gehorsam auch bedeutsam, geschlechtliche Handlungen – freundschaftliche und sexuelle – zu sanktionieren.

In meinen Arbeiten zu Desertion wurde etwa deutlich, dass sowohl in der Wehrmacht als auch in der Bundeswehr Gehorsam und "Manneszucht" zentral gesetzt wurden und etwa auch wichtiger als "Kameradschaft" oder gar Freundschaft angesehen wurden. Erich Schwinge, zunächst in der NS-Militärjustiz aktiv, dann in der BRD-Gerichtsbarkeit, erläutert noch 1978: "Kernstück der militärischen Ordnung ist die Manneszucht"; es bedürfe in der Armee "eines Funktionierens, das im menschlichen Sektor nur durch klare und vorbehaltlose Einordnung in das militärische Gefüge erreicht wird."

Der Protest gegen das Militär wurde schließlich auch deshalb zum Ärgernis für die Kriegsstrategen, weil als ein Ergebnis der Hinterfragung der Männlichkeitsnormen Pink als "unmännliche" Farbe zum Symbol des Widerstandes gewählt wurde.

Du bist in der Friedensbewegung aktiv. Gibt es einen Zusammenhang mit deinem queeren Engagement?

Auf jeden Fall. Nicht umsonst waren Schwule nie im Militär wirklich willkommen – und sind sie es heute nur aus Imagegründen und aus militärstrategischen Interessen. Die aktuellen Kriege werden vordergründig mit Homosexuellen- und Frauenrechten begründet, die anderen Interessen vernebelt, so dass es für die Armee als notwendig erscheint, "emanzipatorisch" und "schwulenfreundlich" zu wirken. Gleichzeitig gilt weiterhin, dass Schwulsein in gewisser Weise die normativen Männlichkeitsbilder angreift. Ohne das Selbstverständnis von Soldaten als heroische Kämpfer und den erwarteten Rollenvorstellungen könnte Militär nicht funktionieren.

Warnung an Soldaten vor dem Vorwurf der Fahnenflucht drei Monate vor Ende des Krieges im Februar 1945 in Danzig
Warnung an Soldaten vor dem Vorwurf der Fahnenflucht drei Monate vor Ende des Krieges im Februar 1945 in Danzig (Bild: Wiki Commons / Bundesarchiv, Bild 146-1996-030-12A / CC-BY-SA)

Mit den Bezügen zu Desertion und Männlichkeiten weist du auf dein aktuelles Buch "Und wenn sie mich an die Wand stellen… " hin. Führst du im Buch nur historisch aus, wie Geschlechternorm und Militärisches zusammenspielen, oder gibt es einen direkten Bezug zu heute?

In dem Buch stelle ich auf Basis der Konstruktion von Männlichkeitsnormen und ergänzendem Repressionsapparat der NS-Militärjustiz die Biographien von Deserteuren, Wehrkraftzersetzern und sogenannten Kriegsverrätern aus Hannover bzw. dort hingerichteten Soldaten vor. Dabei wird nicht nur die "Tat" betrachtet. Auch das Schweigen und die Scham der Opfer, gespeist aus den herrschenden Männlichkeitsnormen sind im Blick.

Auch in den modernen Armeen (und nicht nur dort) wirken klassische Rollenbilder fort, die es etwa als "unmännlich" erscheinen lassen, wenn ein Soldat eine psychische Erkrankung nach einem Kriegseinsatz eingesteht. Stigmatisierungen sind auch heute mit dem Ausscheren aus einer Norm verbunden – gleichzeitig muss es selbstverständlich darum gehen, dass Deutschland einfach keinen Krieg mehr macht und damit Zivilisten und Soldaten Tod, Verletzungen, Traumatisierungen erspart.

Spielt queer in deinem Buch eine Rolle?

Ja. Es ist quasi ein Gegenstück zu den festgefügten Männlichkeitsnormen. Queer beinhaltet Offenheit, wendet sich gegen militärische und sonstige staatliche Gewalt gegen Menschen. Queer waren die Kämpfe in der New Yorker Christopher-Street – gegen die Polizeigewalt. Und zentraler Angelpunkt damals war, dass sich die gegen die Polizeigewalt zur Wehr setzenden auch deutlich gegen klare Geschlechtsidentität und Geschlechterrollen aussprachen.

Queer bietet also den Ansatz zum Hinterfragen und Angreifen von Norm. Aus dieser Sicht wende ich mich dem Thema Desertion zu. Ich arbeite gerade die individuellen Motive der Menschen heraus, die sich dem Gehorsam verweigerten. Es waren nicht einfach alle "politische Widerstandskämpfer", sondern einige hatten einfach den Krieg satt, wollten zu ihren Familien, konnten das Töten nicht mehr sehen. Solch individuellen Motive kamen bisher in der Forschung zu kurz – ich halte sie für bedeutsam, auch deshalb, weil das Leben, das bunte Leben von Menschen diametral soldatischer Ordnung, Kriegsinteressen und dem Töten von Menschen entgegensteht. Ein Deserteur schrieb in einem Abschiedsbrief an seine Familie: "Das Leben hat das Recht." So ist es.

Wie erging es den Deserteuren, Wehrkraftzersetzern und Kriegsverrätern nach 1945? Wurden sie rehabilitiert und gewürdigt?

Den wenigsten ist bewusst, dass es bis 2004 gedauert hat, bis die Deserteure rehabilitiert wurden. Urteile gegen Kriegsverrat wurden erst 2009 aufgehoben. Die Partei Die Linke hatte sich im parlamentarischen Verfahren sehr stark gemacht – letztlich mit Erfolg. Aber auf diese Weise wurde nur Rehabilitation erreicht. Einerseits ging der Rehabilitation eine lange Zeit des Schweigens und der Scham voraus. Andererseits sind wir noch heute weit entfernt davon, dass diejenigen, die den Gehorsam verweigerten und damit aus der militärischen Logik ausbrachen, anerkannt und gewürdigt sind.

Während es zahlreiche heroische Soldatendenkmale in Deutschland gibt, muss für jedes Deserteursdenkmal lange gerungen werden. Eine öffentliche Diskussion gegen militärische Logik und für das vielfältige, individuelle, nicht-identitäre Leben von Menschen gibt es fast nicht. Immerhin: Wo Menschen "lieber bunt als soldatisch" leben, gibt es Potenzial, diese gelebte Praxis der Menschen auch in eine öffentliche Debatte und die politische Entscheidung gegen militärische Logik umzusetzen.

  Zur Person
Ralf Buchterkirchen betreibt das Blog verqueert.de und ist seit vielen Jahren lesbisch-schwul und queer aktiv. Er veröffentlicht in dem Oldenburger Szenemagazin Rosige Zeiten und publiziert dort regelmäßig "Parlamentsnotizen" – zu aktuellen politischen Entwicklungen – und hatte zur Bundestagswahl in einem "Parteiencheck" gründlich die Wahlprogramme der Parteien zu LGBTIQ-Themen analysiert. Beruflich arbeitet Ralf als Wirtschaftsinformatiker und ehrenamtlich in der antimilitaristischen Arbeit.
Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit bei Amazon
» Weitere Infos auf deserteure-hannover.de
» Inhaltsverzeichnis und Einleitung als PDF
» Ralf Buchterkirchens Blog verqueert.de
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Tags: ralf buchterkirchen, verqueert, desertion, fahnenflucht, kriegsverrat, wehrkraftzersetzung, militär, armee, bundeswehr. manneszucht
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Reaktionen zu ""Menschen leben lieber bunt als soldatisch""


 30 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
26.10.2013
10:44:15


(+10, 12 Votes)

Von state of the art


"Die aktuellen Kriege werden vordergründig mit Homosexuellen- und Frauenrechten begründet, die anderen Interessen vernebelt, so dass es für die Armee als notwendig erscheint, "emanzipatorisch" und "schwulenfreundlich" zu wirken. "

"Es gelte nicht nur gegen Staaten vorzugehen, die als "Störer" klassifiziert werden - etwa Iran und Venezuela -, man müsse auch einen angemessenen Umgang mit aufstrebenden Ländern finden, die nicht bereit seien, sich dem Westen umstandslos zu fügen. Dies könne - nach dem Muster der Bonner Ostpolitik der 1970er Jahre - auch unter Zuhilfenahme kooperativer Techniken ("Wandel durch Annäherung") geschehen. Dass für die deutsche Weltpolitik auch militärische Mittel "bis zum Kampfeinsatz" zur Verfügung stehen müssten, steht für die Teilnehmer des Projekts außer Frage. Die Ergebnisse sind in einem Papier niedergelegt worden, das nun von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und dem German Marshall Fund of the United States (GMF) gemeinsam publiziert worden ist.
[...]
Nun müsse Deutschland in die Bresche springen, das bislang, "zumindest im Verhältnis zu seiner Wirtschaftskraft, seinem geopolitischen Gewicht und seinem internationalen Ansehen, eher selektiv und zögerlich Gestaltungsangebote gemacht" habe. Noch sei die Bundesrepublik "eine Gestaltungsmacht im Wartestand". Die Autoren erklären jedoch: "Deutschland wird künftig öfter und entschiedener führen müssen."
[...]
Demnach werde sich die deutsche Außenpolitik nicht nur "weiterhin der gesamten Palette der außenpolitischen Instrumente bedienen, von der Diplomatie über die Entwicklungs- und Kulturpolitik bis hin zum Einsatz militärischer Gewalt". Sie werde darüber hinaus auch nichtstaatliche Reserven nutzen. So seien etwa "bessere kognitive Fähigkeiten" für die Gestaltung der Weltpolitik vonnöten; "Universitäten, Forschungseinrichtungen, Stiftungen" könnten diese vermitteln. Ziel müsse eine "Denklandschaft" sein, "die nicht nur politische Kreativität ermöglicht und pflegt", sondern auch "imstande ist, politische Optionen schnell und in operationalisierbarer Form zu entwickeln". "Eine größere deutsche Rolle auf globaler Ebene" werde in der Tat "mit einem höheren Aufwand an Ressourcen verbunden sein". Parallel müsse die Zustimmung der Bevölkerung gesichert werden: Die staatliche Außenpolitik müsse lernen, "ihre Ziele und Anliegen effektiver zu kommunizieren".

Link zu www.german-foreign-policy.com


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#2
26.10.2013
11:08:51


(+8, 10 Votes)

Von Peer


"Ich assoziiere da, dass du die Begriffe "schwul" oder "LGBT" nicht für sinnvoll hältst"

---

"Die Begriffe sind mir zu eingeschränkt."

Also ich bin schwul. Punkt.

Ich bin nicht queer, LGBT oder sonstwas, sondern schwul.

Und ich bin sehr dafür, dass Schwule mit Lesben, Bisexuellen, Transsexuellen, Intersexuellen, etc. um unsere gemeinsamen Rechte kämpfen. Aber wieso sollte man diese bunte Vielfalt durch einzelne gleichmacherische Begriffe ersetzen.

Nur weil wir zusammen stehen, brauchen wir nicht eigene Identität aufzugeben.


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#3
26.10.2013
11:10:36
Via Handy


(-6, 12 Votes)

Von Torby


Also ich halte diese Behauptungen für völlig überzogen. Man sollte nicht über etwas reden, in diesem falle der Umgang bei der Bundeswehr, wenn man nicht selber Erfahrung gemacht hat. Und zwar in hier und heute. Ich bin schwul, Atheist, Sozialdemokrat und Marinesoldat. Ich habe nie probleme mit meiner Sexuellen Orientierung innerhalb der Bundeswehr gehabt. Und diese Behauptung dass innerhalb der Bundeswehr totale Heteros und 100%ige waschechte männer am Werk sind ist schwachsinn. Dieses Buch ist für mich, als Soldat, totaler blödsinn


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#4
26.10.2013
11:44:23


(+6, 12 Votes)

Von -hw-


Den ersten Deserteur traf ich, 19 Jahre alt, als Gastdelegierter des Chile-Komitees beim Bundeskongreß `79 der VVN-BdA im Mannheimer Rosengarten.

Der schwule Kommunist Jakob R.(Metallfacharbeiter) desertierte mit Freunden und Genossen zum griechischen Widerstand auf Kreta. Auf die Insel kamen sie durch die

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Strafdivision_999


Zwei Jahre später, nach einem Zeitzeugen-Abend, stellte sich in einem Gespräch heraus, dass er meinen Urgroßvater durch seine illegale Tätigkeit in der Pfalz kannte.

Ein Jahr zuvor teilte mir meine Urgroßmutter etwa zwei Wochen vor ihrem Tod mit, dass der Urgroßvater einem schwulen Marineoffizier mit
einer Falschaussage das Leben rettete. Das war ihr noch wichtig. Über den Weltkrieg hinaus rettete sie noch Papiere und Unterlagen, die Urgroßvaters (Jahrgang 1899) Beteiligung am
Kieler Matrosenaufstand dokumentieren.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Kieler_Matrosenaufstand


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#5
26.10.2013
11:59:28


(+7, 9 Votes)
 
#6
26.10.2013
13:23:44


(+7, 9 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #4 von -hw-


gut zu wissen, dass die tradition weitergeführt wird und nicht im uferlosen der nachwachsenden generationen verschwendet wird wie hier oft nachlesbar.

Ja , wenn schon ein denkmal überfällig , dann eines für die sogenannten "Deserteure und Kriegsverweigerer".
Zeit auch, einen neuen sprachgebrauch einzuführen, der das "ehrenrührige" ihres handelns beendet.
Und statt dem unseeligen gedenken der "gefallenen eroberungswütigen am "volkstrauertag", endlich einen tag der besinnung auf inneren und äusseren widerstand gegen herrschende kriegspolitik.


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#7
26.10.2013
13:39:42


(+9, 11 Votes)

Von Rio Reiser
Antwort zu Kommentar #5 von still works


Sei's Euch auch zum Verdruß
Ihr könnt mir's nicht befehlen
Ich wills Euch nicht verhehlen
Daß ich desertieren muß.
[...]
Doch wollt Ihr Blut vergießen
Dann laßt das Eure fließen
Verehrter Präsident
Sagt Eurer Polizei
Sie würde mich schon schaffen
Denn ich bin ohne Waffen
zu schießen steht ihr frei

Link:
deserteursberatung.at/themen/article/915/315/


So viele traumatisierte Soldaten wie nie
Die Zahl der traumatisierten Bundeswehrsoldaten ist im vergangenen Jahr um 26 Prozent gestiegen. Ein Großteil der Soldaten war im Auslandseinsatz in Afghanistan.

Link zu www.zeit.de

Mehr tote Soldaten durch Selbstmord als durch Krieg

Suizid unter US-Soldaten hat einen Rekordstand erreicht

Nach Aussage des demokratischen Abgeordneten Robert Filner, ist die Zahl der Vietnam-Veteranen, die ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben, mit mehr als 58.000 inzwischen höher als die Zahl der amerikanischen Soldaten, die im Krieg gegen Vietnam getötet wurden.(1)

Link zu www.ag-friedensforschung.de


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#8
26.10.2013
15:34:15


(+6, 8 Votes)

Von *WDR*
Antwort zu Kommentar #7 von Rio Reiser


Youtube-Video:


Auch er desertierte auf Rat von Till Schweiger nicht:

Bild-Link:
boris-becker-in-alle-auf-den-kleinen-.jpg


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
26.10.2013
15:55:38


(+4, 8 Votes)

Von Mediendemokratie
Antwort zu Kommentar #8 von *WDR*


Immerhin Schwarz-Rot-Gold, der Keinohrboris.

Bild-Link:
250a4cf96bf85b20c188d4503343af88.jpg


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#10
26.10.2013
20:20:41


(-8, 12 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Jetzt ist LGBTIxy schon zu einschränkend...
Schwulsein scheint heute ganz schön kompliziert zu sein, oder man macht es eben kompliziert

So wie ich die Geschichte kenne war aber grade auch das Militär und hier der Zweite Weltkrieg mit Millionen amerikanischen Soldaten eine Initialzündung sowohl für die Schwarzen- als auch die Schwulenbewegung. Man hatte gekämpft wie alle anderen, und man sah wie groß und stark die eigene Gruppe war...


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