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Beenie Man präsentiert sich gerne in martialischer Pose, wenn er seine Mordfantasien herausposaunt

In seinen Songs träumt er von einem "neuen Jamaika", in dem alle Schwulen hingerichtet werden – Im November will Beenie Man wieder in Deutschland auftreten.

Der homophobe Dancehall-Musiker Beenie Man soll am 1. November ein "Live Showcase" im U-Club in Wuppertal absolvieren und außerdem am 11. November in Hamburg (Waagenbau) und am 13. November im Berliner Yaam-Club auftreten. "Mehr als rar gesät waren in den letzten Jahren die Auftritte des selbsternannten Königs der Tanzhalle. Nun kommt der King Of Dancehall endlich wieder auf Europatour und macht auch Station in Deutschland", kündigten die Berliner Veranstalter auf ihrer Website an und feierten die "jamaikanische Erfolgsstory". Nach Berlin soll Beenie Man auch noch in Basel und mehreren französischen Städten auftreten.

In den letzten Jahren gab es immer wieder Absagen von Beenie-Man-Konzerten in Europa und Nordamerika, weil der 40-Jährige mehrere Lieder im Repertoire hat, in denen er davon fantasiert, Schwule zu ermorden, so etwa im Lied "Weh Yuh No Fi Do" aus dem Jahr 2004. In seinem Song "Damn" erklärte der als Anthony Moses Davis geborene Künstler: "I′m dreaming of a new Jamaica, come to execute all the gay".

Beenie Man frisst vor Auftritten Kreide


Werbung auf der Website des U-Club-Wuppertal (Bild: Screenshot)

Zwar hat Beenie Man bereits 2007, 2008 und 2012 einen sogenannten Reggae Compassionate Act unterzeichnet, in dem er sich verpflichtet hatte, nicht mehr gegen Schwule und Lesben zu hetzen. Allerdings hat er die Vereinbarung stets gebrochen, nachdem er seine Auftritte absolviert hatte. Erst im vergangenen Jahr erklärte er in einem Interview, dass Schwule auf Jamaika in der Regel Kinderschänder seien.

Letztes Jahr durfte Beenie Man zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder in Deutschland auftreten. Im Konzert beim Chiemsee Reggae Summer, das vom ZDF übertragen wurde, spielte er keines seiner homophoben Lieder. Kurz zuvor hatte er ein Video veröffentlicht, in dem er seine homophobe Vergangenheit angeblich bereute: "Lassen Sie mich klar und deutlich sagen: Ich habe gegen niemanden etwas." Er respektiere jeden Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion und "sexueller Präferenz", sagte er damals. Trotzdem führte er die entsprechenden Lieder in seiner Heimat nach jeder Entschuldigung erneut auf und lässt sie auch heute noch verkaufen.

Seinen Hass auf Homosexuelle begründete Beenie Man vor ein paar Jahren in einem Interview mit seinem Glauben: "Ich bin Rastafarian und ich glaube an die Bibel. Ich weiß, dass wenn ein Mann mit einem anderen Mann schläft, Leben aufhört zu existieren, weil sich Männer nicht vermehren können." (dk)

Im Laufe des Tages akt. um Auftritte in Wuppertal und Hamburg. Danke für die Hinweise

Youtube | Bereits beim Chiemsee Reggae Summer durfte Beenie Man vergangenes Jahr auftreten


#1 MikeschAnonym
  • 31.10.2013, 13:21h
  • "Ich habe gegen niemanden etwas...", aha, aber anscheinend nur solange Kohle zu machen ist.

    Ekelhaft, solche Typen.
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#2 Roman BolligerAnonym
  • 31.10.2013, 13:21h
  • Ich habe im Gästebuch von YAAM folgenden Eintrag hinterlassen, wahrschinlich wird er aber von der internen YAAM-Zensur gar nicht publiziert:

    Kommentar zu "Beenie Man":
    YAAM erwähnt in seiner Werbung zum kommenden Auftritt dieses Hasssängers mit keinem Wort, dass dieser in seinen Lyrics immer wieder zur Ermordung von LGBT-Menschen aufruft. Als Bühnentäter ist er in Jamaica damit moralisch mitverantwortlich für bestialische Lynchmorde! Dass sich dennoch im sogenannt zivilisierten Europa immer wieder Organisationen (Chiemsee Reggae Summer samt Sponsoren wie Beck's etc) und Clubs (wie YAAM) finden, denen es an ethischem Verantwortungsgefühl und Zivilcourage fehlt, solche Hasssänger auszuladen oder am besten gar nicht einzuladen, ist himmeltraurig. Sie machen sich damit zu Komplizen dieser Hass"künstler".
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#3 AlexAnonym
  • 31.10.2013, 13:27h

  • Wann werden die Auftritte solcher homophoben Faschisten endlich genauso verboten wie Auftritte anderer Faschisten (Nazibands, etc.)?!
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#4 anonymAnonym
  • 31.10.2013, 13:32h

  • Und am 1.11 (wen hats gewundert) mal wieder im u-club in Wuppertal zu sehen! Furchtbar, dass vor allem Clubs die damit werben für Freiheit und Vielfalt zu stehen solche Künstler immer wieder einladen!
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#5 LucaAnonym
  • 31.10.2013, 13:39h

  • Solchen Volksverhetzern darf man nicht auch noch eine Bühne geben. Da es offensichtlich in Europa immer wieder skrupellose Geschäftemacher gibt, die für ihren Profit über Leichen gehen, muss endlich die Politik aktiv werden und solchen menschenverachtenden Subjekten nicht nur die Auftritte verbieten, sondern auch schön die Einreise.

    Und der Verkauf dessen CDs sollte auch verboten werden. Die Sprache des Geldes ist das einzige, was die verstehen. Nur wenn man ihnen ans Geld geht, trifft die das.
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#6 sperlingAnonym
  • 31.10.2013, 14:14h
  • Antwort auf #2 von Roman Bolliger
  • doch, dein kommentar wurde veröffentlicht. ich werde sicher auch noch was eintragen.

    erfahrungsgemäßt drehen sich solche diskussionen schnell im kreis, aber es kann nicht schaden, denen öffentlich ans bein zu pinkeln. vielleicht begreifen die ja in zehn jahren endlich, dass in jamaika schwule nicht nur "metaphorisch" brennen, sondern wirklich.
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#7 Sveni MausiAnonym
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 31.10.2013, 15:13h
  • Hoffentlich formieren sich vor den Locations, in denen Beenie Man auftritt, Protestdemos mit ganz vielen LGBTI-freundlichen Menschen!
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#9 panzernashorn
  • 31.10.2013, 16:23h
  • Bei solchen Gestalten und deren hirnlosen Auswüchsen wird mir immer kotzübel.

    Deren Hasstiraden gehören genau so strafrechtlich verfolgt wie die ganze Nazischeiße!

    Dass diese Idioten mit einem derartigen menschenverachtenden Schwachsinn auch noch Geld verdienen (dürfen), ist für mich der Gipfel der Realitätsverdrehung.
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#10 Schnullibulli