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  • 31.10.2013           33      Teilen:   |

Paris schmeißt Ex-Anführerin der Homo-Gegner aus ihrer Wohnung

Artikelbild
Frigide Barjot (rechts) unter ihresgleichen (Bild: Voix de l'Ain photos / flickr / cc by-nd 2.0)

Frigide Barjot, die Gründerin der homophoben Bewegung "La Manif Pour Tous", muss ihre 173 Quadratmeter große Sozialwohnung in Paris räumen.

Ein Gericht in Paris hat am Mittwoch entschieden, dass Frigide Barjot einen Teil ihrer zweistöckigen Wohnung unrechtmäßig weitervermietet hat und daher aus der subventionierten Unterkunft im Zentrum von Paris ausziehen muss. Barjot hatte als Untermieter einen Verlag ihres Ehemannes akzeptiert. Sie muss nun binnen vier Monaten die Wohnung verlassen.

Die überzeugte Katholikin, die eine Karriere als Komikerin und Kolumnistin gemacht hatte, war das Gesicht der Proteste gegen die Ehe-Öffnung in Frankreich, zog sich aber Mitte des Jahres im Streit aus der von ihr mitgegründeten Organisation "La Manif Pour Tous" zurück. Homo-Aktivisten beklagten, dass durch die homophobe Atmosphäre, die Barjot und ihre Anhänger verbreiteten, die gewalttätigen Übergriffe auf Homosexuelle um 30 Prozent in die Höhe geschnellt seien (queer.de berichtete).

Barjot hatte für die Wohnung eine subventionierte monatliche Miete in Höhe von 2.850 Euro gezahlt. Der Preis liegt für eine Fläche von 173 Quadratmetern weit unter dem Durchschnitt in der französischen Hauptstadt. Sie qualifizierte sich für die Sozialwohnung, weil ihr Haushaltseinkommen zu niedrig gewesen ist.

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"Eine politische Entscheidung"

Der 33-jährige schwule Stadtrat Ian Brossat hatte im Juni den Behörden den Tipp gegeben, gegen Barjot zu ermitteln
Der 33-jährige schwule Stadtrat Ian Brossat hatte im Juni den Behörden den Tipp gegeben, gegen Barjot zu ermitteln

Der Anwalt Barjots erklärte, dass seine Mandantin Opfer einer linken Racheaktion gewesen sei. In "Le Monde" sagte ihr Ehemann außerdem, dass es sich bei dem Urteil um "eine politische Entscheidung" gehandelt habe.

Der Fall war im Juni vom schwulen kommunistischen Stadtrat Ian Brossat angestoßen worden. Er lobte die Entscheidung der Richter in der französischen Presse: "Es gibt keine Rechtfertigung dafür, dass Frau Barjot, der übrigens mehrere Häuser gehören, eine Sozialwohnung bewohnt".

Barjot wird auch nach der Entscheidung nicht obdachlos: Sie besitzt nach Angaben von "Le Parisien" eine Vierzimmerwohnung in Paris, die sie von ihrer Mutter geerbt hat. Nach dem Tod ihres Vaters hat sie zudem seine Wohnung im 15. Arrondissement erhalten – ebenso wie ein Ferienhaus in der Nähe von St. Tropez und ein Haus im Seebad Trouville-sur-Mer in der Normandie. (dk)

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Tags: frigide barjot, homo-ehe, ehe-öffnung, frankreich, paris
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Reaktionen zu "Paris schmeißt Ex-Anführerin der Homo-Gegner aus ihrer Wohnung"


 33 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
31.10.2013
16:22:41


(+11, 13 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Das geschieht dieser Schickse recht!


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#2
31.10.2013
16:38:39
Via Handy


(+2, 6 Votes)

Von LedErich
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Frigide Barjot
Heißt die wirklich so?


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#3
31.10.2013
16:49:05


(+15, 17 Votes)

Von Franziskus


Schön, dass der junge Kommunist für Kinder und Eltern Platz schafft.


Link:
fr.wikipedia.org/wiki/Ian_Brossat


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#4
31.10.2013
16:53:20
Via Handy


(+16, 16 Votes)

Von jarjar


Genau wegen solchen hackfressen geht es den sozialstaaten schlecht. Haben 4 wohnungen u d strandhaus lebrn aber in einer sozialwohnung und lassen es den staat bezahlen. Was für eine fo***.


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#5
31.10.2013
17:03:29


(+8, 14 Votes)

Von Theo
Antwort zu Kommentar #3 von Franziskus


Da kann Opa Klingberg aber stolz auf seinen Enkel sein!

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Klingberg


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#6
31.10.2013
17:14:57


(+12, 14 Votes)

Von m123


Wie kann es sein, dass der Staat einer Person, die über derartig viele alternative Immobilien verfügt, eine 173 Quadratmeter große Sozialwohnung in guter Lage in Paris spendiert und subventioniert???

173 Quadratmeter! Für ein oder zwei Personen! Das ist riesig und für einen Sozialfall völlig unangemessen. Wenn man dann nach den zusätzlichen Immobilienbesitz von Frigide Barjot mit einbezieht, dann ist es eine Frechheit dieser Frau von seiten des Staates eine solche Wohnung zu subventionieren.

Eine Unverschämtheit ist das!

Dass diese Frau auch noch christliche Fundamentalistin und zutiefst homophob ist, ist aus rechtlicher Sicht zwar scheinbar nicht so bedeutend, aber aus menschlicher Sicht dann noch viel schlimmer. D. h. dieser Aspekt macht es dann nochmals schlimmer, dass diese Frau eine so große Wohnung vom Staat subventioniert bekommt.

Und dann hat Frigide Barjot also sogar noch versucht rechtswidrig unterzuvermieten... Frechheit! Die Frau gehört ins Gefängnis!


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#7
31.10.2013
17:19:00


(+8, 10 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #2 von LedErich


Natürlich nicht, es handelt sich um ein Pseudonym:

"Frigide Barjot, bürgerlich Virginie Tellenne, geborene Merle (* 25. September 1962 in Boulogne-Billancourt) (Wortspiel mit Brigitte Bardot; von französisch barjot = durchgeknallt, völlig daneben), ist eine französische Komikerin und Kolumnistin, die für ihr politisches Engagement bekannt ist."

Hatte sie erst für eine Transe gehalten!


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#8
31.10.2013
17:21:08


(+11, 11 Votes)

Von Stein
Profil nur für angemeldete User sichtbar


173 m² meter wohung? wieviele leute sind die? oh man ich glaub es nicht und familien lassen die in fr auf nem wohnklo leben *entsetzt mit dem kopf schüttel*


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#9
31.10.2013
17:24:27


(+11, 13 Votes)

Von -hw-
Antwort zu Kommentar #6 von m123


"Wie kann es sein, dass der Staat einer Person, die über derartig viele alternative Immobilien verfügt, eine 173 Quadratmeter große Sozialwohnung in guter Lage in Paris spendiert und subventioniert???"

Longue Durée:

Konsterniert erfuhren die Franzosen, daß die prächtige Pariser "Mairie" unter dem gaullistischen Bürgermeister und jetzigen Staatschef Jacques Chirac zur Zentrale einer gigantischen Kungelei mit städtischen Wohnungen geworden war. Gleichzeitig sollen die Gaullistenpartei RPR und ihre konservativen Gesinnungsgenossen durch fingierte Rechnungen, zum Beispiel über nie ausgeführte Renovierungen, abgesahnt haben. Vorige Woche filzte der Pariser Untersuchungsrichter und Korruptionsspezialist Eric Halphen das gaullistische Hauptquartier in der Rue de Lille.

Link zu www.spiegel.de

Auch in dieser Frage gibt es eine Große Koalition.


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#10
31.10.2013
17:45:55


(+7, 9 Votes)

Von Ex-Siebtklässler
Antwort zu Kommentar #9 von -hw-


Solche Artikel? Gab es mal? Im "Spiegel"?


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