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  • 01.11.2013           3      Teilen:   |

Von Hot Tub bis Schneemobil

Sieben Tipps für Island im Winter

Artikelbild
Die Badehose gehört unbedingt ins Gepäck: Im Hot Tub, einem zwischen 30 und 50 Grad heißen Thermalwasserbecken, lässt es sich im Winter auf Island besonders gut entspannen (Bild: Pink Iceland)

Die tolerante Insel im hohen Norden hat ein weitaus milderes Klima als man gemeinhin annimmt – und insbesondere in den Wintermonaten sehr viel zu bieten.

Von Robert Niedermeier

Die alten Wikinger waren gewitzt: Um ihre neue Heimat im Nordatlantik für ungeliebte Besucher weniger attraktiv erscheinen zu lassen, gaben sie dem grünen Eiland einen eisigen Namen. Das im Gegensatz zu Island viel kältere polare Grönland trägt hingegen bis heute das verheißungsvolle Grün im Namen. Fakt ist jedoch: Island ist im Winter weitaus milder als man gemeinhin annimmt. Es liegt mitten im Golfstrom, ist vom maritimen Klima geprägt, so dass in der Hauptstadt Reykjavík die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt fallen. Aber es gibt noch mindestens sieben weitere gute Gründe für einen winterlichen Island-Trip.

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1. Honeymoon: Eine Hochzeit feiern!



Herbe Romantik, tiefe Schluchten, tosendes Meer und die gesamte Hochzeits-Gesellschaft wird überspannt von einem im Mix aus Sonne und kurzen Niesel-Schauern erzeugten Regenbogen. Das klingt kitschig, kann aber wahr werden. Seit Juni 2010 haben die Isländer die Ehe für lesbische und schwule Paare geöffnet. Wer möchte, kann in Island auch als Ausländer heiraten oder die bereits geschlossene Lebenspartnerschaft feierlich krönen. Egal ob auf dem Gletscher, am Strand oder im Club: Das queere Reiseveranstalter-Team um Hannes Pálsson und Eva Maria Thorarinsdottir Lange von Pink Iceland stemmt die komplette Hochzeits-Organisation und bietet für aufregende Flitterwochen abenteuerliche Unternehmungen wie Gletscherwanderungen oder einen Besuch bei einem der vielen malerischen Wasserfälle an. Ein Tipp: Im Winter eher die südlichen Gefilde Islands bereisen. Hier grünt es selbst noch im Januar und das lebhafte Reykjavik bleibt stets erreichbar.

2. Nordlichter: Zum Himmel gucken



Vornehmlich im Winter tauchen sie wie von Zauberhand erschaffen plötzlich am Firmament auf. Bunte Nebelschleier schweben oberhalb des Horizonts am elektromagnetisch aufgeladenen Nachthimmel. Die magisch anmutenden Nordlichter faszinieren und ziehen selbst die Einheimischen jedes Mal erneut in ihren Bann. Zum Himmel hochgucken gehört deshalb ganz oben auf die To-do-Liste jedes Island-Urlaubers. Um das Erlebnis noch eindrucksvoller zu gestalten, schaltet die Hauptstadt regelmäßig die komplette öffentliche Beleuchtung aus. Draußen auf dem Land in der Gemeinde Hveragerði sieht man die grün-blau schimmernden Polarlichter (Aurora Borealis) noch besser. Verwöhnen lässt man sich am besten in der gayfriendly Pension Frost & Funi (Frost & Feuer). Von der Natur beheizte Whirlpools und ein klasse Spa-Bereich mit Blick auf den Thermal-Fluss Varmá betten hier das Nordlicht-Ereignis in lässigen, angenehmen Luxus ein.

3. Snowmobile: Mit Highspeed über den Gletscher



Auch diese Erfahrung kann man nur im Winter genießen. Nach dem Bestaunen der wunderbar romantischen Polarlichter sollten sich Pärchen, Gruppen oder Single-Reisende weiter westwärts begeben. Kernig im Monstertruck geht die Tour entlang verwegener Landschaften hoch zum Gletscher Mýrdalsjökull. Neben Pink Iceland gibt es diverse weitere Tour-Anbieter, die in fast allen Hotels der Insel in englischsprachigen Broschüren um Kundschaft buhlen. Und es lohnt sich: Schwarze Strände an der Küste, schroffe Felsformationen und wilde Flussläufe passieren die Tour Richtung des ewigen Eises. Dort, wo die Pfade enden, bestimmen unendlich wirkende Eis- und Schneefelder das Bild. Jetzt steigen Touristen auf die Schneemobile um, und der Winter-Trip nimmt richtig Fahrt auf. Der geringe Widerstand unter den Kufen macht den Ritt über die Gletscher-Eiskappe zu einer rasanten Schwebe-Partie, gekrönt von spektakulären Aussichten und dem Gefühl, sich inmitten eines Abenteuerfilms zu befinden.

4. Blaue Lagune: Ins Heilbad steigen



Ein frisch gezapftes Eglis-, Viking- oder GIB-Bier schmeckt an jeder Bar gut. Findet das Gelage aber nahe des Polarkreises in einer Pool-Bar statt, dann hat das Biertrinken einen ganz besonderen Reiz. Möglich ist das in dem berühmten Thermal-Freibad Blaue Lagune. Das eigentliche Nebenprodukt eines Geothermal-Kraftwerkes hat sich längst zum absoluten Freizeit-Spaß gemausert. Verkehrsgünstig zwischen Flughafen und Islands Hauptstadt gelegen, ist im dampfenden warmen Nass stets was los – beim Hinflug mit der nationalen Fluggesellschaft Icelandair gehören Bikini und Badehose deshalb ins Handgepäck! Besonders prickelnd geht es zu, wenn Scharen von schwulen Männern die Blaue Lagune zum Festival Rainbow Reykjavik (30. Januar bis 2. Februar 2014) heimsuchen.

5. Kultur: Björks Haus besuchen



Pechschwarz steht es da: Der exzentrische Kultstar Björk hat es Reiseunternehmen längst strengstens untersagen lassen, vor ihrem düster wirkenden Haus auf der Ægisíða-Straße in Reykjaviks Stadtteil Skjól einen Foto-Stopp einzulegen. Aber daran vorbei zu spazieren, das sollten sich Fans und Neugierige nicht entgehen lassen. Achtung: Nicht stehenbleiben oder allzu offensichtlich glotzen. Es wird berichtet, dass Björk höchstpersönlich gaffende Touristen mit wirkungsvollen Drohgebärden verjagt. Museumsbesuche, etwa ins Art Museum, sind weniger risikobehaftet. Schwule Männer haben auch im weltweit einzigen Phallusmuseum ihren Spaß. Noch lohnender ist es, sich eine kulturell-historisch bedeutsame Vorstellung der isländischen Ringkampf-Variante "Glima" zu gönnen.

6. Shopping: Das Handgepäck sprengen



Fährt man entlang der Südküste ab Reykjavik Richtung Osten, hat man die Gelegenheit, einen Haufen Asche zu kaufen. Allerdings die Asche des Vulkans Eyjafjallajokull. Der Feuerberg wurde 2010 weltbekannt, als er eine gigantische Aschewolke ausspie, die den gesamten transatlantischen und europäischen Flugverkehr wochenlang lahmlegte. Zur Erinnerung gründete der Bauer Olafur Eggertsson am Fuße des Giganten ein Museum mitsamt Souvenir-Verkaufsraum. Das skurrile und in Glasfaschen abgefüllte Mitbringsel ist allerdings nicht alles, was zum Einkaufen lohnt. Zurück in Islands Hauptstadt verzaubert ab November Weihnachtsdekoration die Innenstadt. Die Hauptstraße Laugavegur eignet sich für die Shoppingtour besonders gut. Coole Plattenläden wie das "Tonar 12" finden sich auf der ebenfalls populären Einkaufsstraße Skólavörðustígur. Modebewusste werden zudem auf der Hverfisgata bestens bedient. Wer einen klassischen Island-Pullover ergattern möchte, sollte prüfen, ob er das wärmende Wollteil nicht besser im überdachten Kolaportið-Flohmarkt in Hafennähe erwirbt. Direkt am Eingang wartet nämlich noch ein Hot Spot der besonderen Art auf Besucher: Der berühmte Hot-Dog-Stand Baejarins Bestu. Hier kommt man in der Shopping-Pause mit geselligen Touristen aus aller Welt und Einheimischen ins Gespräch.

7. Nachtleben: Zur Hochform auflaufen



Hervorragende Restaurants mit guter Küche gibt es zuhauf in Island: Hummer, Fisch-Variationen, aber auch Lamm und Rind werden von rustikal bis extrafein zubereitet und gerne mit einem knallharten isländischen Brennivin-Schnaps serviert. Auch im trendy Hafenviertel der Inselhauptstadt. Ein Spaziergang am mitunter pink glitzernden, hypermodernen Opern- und Konzerthaus Harpa vorbei, hinüber zum schmucken Hafenviertel, ist von daher der perfekte Auftakt für eine lange Ausgehnacht. Lesbisch-schwule Kneipen und Clubs finden sich in Reykjaviks Innenstadt entlang der Ausgehmeile Laugavegur. Ein Ghetto ist das nicht, denn auf der Straße genießen alle Touristen und Insulaner das überschaubare, aber äußerst munter quirlige Nachtleben gemeinsam. Ach ja, wessen frische Ehe eine feierlaunige Nacht in Island unbeschadet übersteht, der hat den ersten Liebeltest mit Bravour bestanden. Denn: Egal ob Mann oder Frau, Isländer sind sexy!

(Fotos: Pink Iceland, Robert Niedermeier, Iceland Explorer, Micha Schulze)

  Anreise
Für eine Reise nach Island empfehlen wir Icelandair. Die Fluggesellschaft unterstützt nicht nur seit vielen Jahren schwul-lesbische Events wie den Reykjavik Pride, sondern gilt mit ihrer strikten Antidiskriminierungspolitik als einer der LGBT-freundlichsten Gesellschaften der Branche. Islands internationaler Flughafen Keflavik wird aus Deutschland direkt von Frankfurt und München sowie im Sommer auch ab Hamburg, Zürich und Genf angeflogen. Bei Flügen nach Nordamerika kann ein kostenloses Stopover auf Island eingelegt werden.
Links zum Thema:
» Island-Touren von Pink Iceland
» Homepage von Icelandair
» Festival Rainbow Reykjavik vom 30.1.-2.2.2014
» Reykjavik Pride im August 2014
Mehr zum Thema:
» Gay and gayfriendly Hotels buchen
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Tags: island, icelandair, reykjavik, penismuseum, baejarins bestu, laugavegur, vulkan, thrihnukagigur, blaue lagune, björks haus
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Reaktionen zu "Sieben Tipps für Island im Winter"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
01.11.2013
10:29:09


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam


Sicher ein schönes Land und sicher ein "Bärenparadies".
Aber Björk nervt dann doch ein bißchen.

Youtube-Video:


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#2
01.11.2013
20:33:15


(-4, 4 Votes)

Von pharmakologe


Tip #8

Nehmen Sie unbedingt eine Klinikpackung eines hochpotenten Antidepressivums mit!


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#3
02.11.2013
14:47:06


(+3, 3 Votes)

Von chefdecuisine


Auch der Genuß genuin isländischer Spezialitäten wird eine willkommene Abwechslung zur internationalen Allerweltsküche sein.

Link:
en.wikipedia.org/wiki/H%C3%A1karl


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