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Das Magazin "Compact" will das LGBT-Magazin nicht bei seinem Kongress dabei haben, bei dem unter anderem Eva Herman und Thilo Sarrazin sprechen.


Queer.de muss draußen bleiben

In eigener Sache: Das Magazin "Compact" hat queer.de-Chefredakteur Norbert Blech ohne Angabe von Gründen eine Akkreditierung für das Seminar "Für die Zukunft der Familie!" am 23. November in einem Kongresszentrum am Leipziger Flughafen verweigert.

Der Journalist hatte bereits vor zwei Wochen ein entsprechendes an die Presse gerichtetes Formular auf der Webseite der Konferenz ausgefüllt. Da das "Compact"-Magazin bei der privaten Veranstaltung Hausrecht besitzt, kann sich queer.de nicht gegen die Entscheidung wehren.

Queer.de hatte als erstes größeres Medium am 4. September über die geplante Veranstaltung berichtet, unter dem Titel Konferenz gegen Homo-Ehen in Leipzig. In Folge griffen auch zahlreiche Medien wie Spiegel Online das Thema auf.

Während der ursprünglich angekündigte CSU-Rechtsaußen Norbert Geis nicht mehr auf der Rednerliste auftaucht, sind unter anderem Referate von Eva Herman (zum vermeintlichen Thema "Gender Mainstreaming") und von Thilo Sarrazin angekündigt, der in einem "Compact"-Interview von "Tunten" gesprochen hatte und den Begriff "Ehe" für Lebenspartnerschaften ablehnte: "Das ist ungefähr so, als würde man ein 'Faultier' als 'Löwe' bezeichnen." Denn Ehe und Lebenspartnerschaft hätten "unterschiedliche Eigenschaften", so Sarrazin damals.

Die Äußerungen des Provokateurs hatten für einigen Medienwirbel gesorgt (queer.de berichtete), dabei sind die eher unbekannten Redner der Konferenz das vielleicht größte Problem: So spricht unter anderem Béatrice Bourges, eine der Kernfiguren des französischen Widerstands gegen die Ehe-Öffnung. Auch noch namentlich nicht genannte russische Duma-Abgeordnete sind angekündigt, inzwischen mit Frauke Petry zudem eine Sprecherin der "Alternative für Deutschland".

"Compact"-Chef Elsässer schrieb nach der Medienkritik in seinem Blog von einer "Lobby-Agitation" gegen die Konferenz: "Unterstellt wird für schlichte Gemüter, COMPACT sei homophob, und unsere verehrten Referenten seien es auch. Das Gegenteil ist der Fall!" Auch auf der Konferenzseite hieß es:

Mit Bezug auf einige Redner haben uns Missversteher in etablierten Medien vorgeworfen, wir würden eine Konferenz "gegen Homosexualität" veranstalten. Das Gegenteil ist der Fall! Wir sind gegen jede Diskriminierung von Sexualität und neuen Lebensformen und begrüßen die erreichte Vielfalt in unserer Gesellschaft.

Dann heißt es freilich:

Und dennoch müssen wir – Staat, Gesellschaft, jeder einzelne – die Frage klären, ob der besondere Schutz der Familie, den unser Grundgesetz verlangt, nicht verteidigt und durch gezielte Maßnahmen viel mehr unterstützt werden muss. Nur aus der Verbindung von Mann und Frau kann nämlich neues Leben hervorgehen, nur diese Verbindung gewährleistet also die biologische Fortexistenz der europäischen Völker. Nur wenn die "sexuelle Umerziehung" gestoppt wird, werden Jungen und Mädchen stabile Charaktere und stabile Liebesbeziehungen bilden können. Das hat nichts mit "homo" oder "hetero" zu tun, hier geht es um die Gefahren aus der Pornographisierung und der Gender-Mainstream-Verunsicherung für unsere Kinder.

Seitdem hat Elsässer in seinem Print-Magazin unter anderem einen Text von Eva Herman abgedruckt, in dem sie behauptet, die Aufnahme des Merkmals sexuelle Identität in den Gleichheitsartikel 3 des Grundgesetzes könnte ein Einfallstor "für die Legalisierung des Kindsmissbrauch" sein, da der Begriff "nicht nur Homos, Transgenders und Intersexuelle" umfasse.

Auch druckte er einen Standpunkt des Kinderbuchautoren Bernhard Lassahn ab, der vor allem durch "Käptn Blaubär" bekannt wurde und in Leipzig als Referent auftreten soll. In seinem "Manifest zur Rettung der Familie" heißt es, bei der Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften gehe es um die "Dekonstruktion von Liebe, wie wir sie bisher verstanden haben, nämlich als Liebe von Mann und Frau." Letztlich führe die Gleichstellung auch zu der von "Pädophilie, Inzest, Polyamorie, Zoophilie" sowie der Liebe "zu sich selbst sowie zu Gurken und Bananen."

In einem aktuellen Video-Interview sagt auch Elsässer, die Ergänzung des Artikel 3 öffne die "Büchse der Pandora", da unter "sexuelle Identität" auch Nekrophilie oder Sex mit Tieren fiele, um sich dann wie auch andere Redner zu beschweren, mit Sätzen wie diesen nicht mehr als politisch korrekt oder als homophob zu gelten (ab 11:35):

Leserkommentare auf der "Compact"-Webseite und im Blog von Elsässer lassen erahnen, dass solche Worte durchaus Zuspruch finden; zudem wird die Konferenz per Banner im Hetz-Blog "Politically Incorrect" beworben. Zu dem Kongress sind diverse Gegenveranstaltungen geplant, eine genaue Aufstellung folgt in den nächsten Tagen.



#1 gniwerjProfil
  • 04.11.2013, 22:16hdortmund
  • Ach ja. Der Herr Elsässer.
    Dass der Mensch sich noch als Antifaschist bezeichnet ist ein Witz. Der ist nicht ohne Grund aus sämtlichen Redaktionen ernstzunehmend-, antifaschistischer Magazine geflogen.
    Querfrontstrategie von "links"...
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#2 ThorinAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.11.2013, 00:09h
  • Die Homohasser haben etwas zu verbergen, darum wollen sie keine LGBT-Journalisten dabeihaben!
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#4 TheDadProfil
  • 05.11.2013, 01:26hHannover
  • Aha..
    Mann will natürlich nicht das über die Konferenz frei berichtet wird, Mann will sich die Deutungshoheit über den Schwachsinn die die "Referenten" verbreiten werden behalten..

    Selbst wenn Sarrazin nicht teilnehmen sollte, die angesprochenen Thesen des "Ersatzreferenten" Bernhard Lassahn
    ""Letztlich führe die Gleichstellung auch zu der von "Pädophilie, Inzest, Polyamorie, Zoophilie" sowie der Liebe "zu sich selbst sowie zu Gurken und Bananen.""
    zeigen in welche Richtung die Diskussion laufen soll :

    Alles was Menschen Spaß machen kann wird verabscheut..

    Mit Ausnahme der angesprochenen Pädosexualität, die bei gewalttätigen Übergriffen auf jeden Fall zu verabscheuen ist, wird bei den anderen "Liebes-Dingen" niemand beschädigt, außer den Gurken und Bananen, die vielleicht nicht mehr unbedingt zum Verzehr taugen wenn sie das Trauma eines Nicht-Saferen Sex-Toys erleiden mußten..

    Wem genau schadet denn Inzest oder Polyamorie, Polygamie oder Zoophilie, besser bekannt als Sodomie und in Deutschland mit der Abschaffung des Paragraphen 175a im Jahre 1969 nicht mehr verboten, wirklich ?

    Keinem..
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#5 TannerAnonym
  • 05.11.2013, 08:46h
  • Antwort auf #4 von TheDad

  • Mit Ausnahme der angesprochenen Pädosexualität, die bei gewalttätigen Übergriffen auf jeden Fall zu verabscheuen ist,

    Was heißt hier bei gewalttätigen Übergriffen?! Pädosexualität ist IMMER zu verabscheuen weil ein Kind niemals freiwillig Sex mit einem Erwachsenen haben würde, sondern entweder vergewaltigt oder psychisch/emotional manipuliett wird, da freiwillig mitzumachen, was ebenfalls einer Vergewaltigung gleichkommt.

    Selbiges gilt für Zoophilie, da sich Tiere auch niemals freiwillig mit einem Menschen paaren würden, weshalb Zoophilie widerlichste Tierquälerei ist.

    Echt erschreckend, hier sowas zu lesen...
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#6 YannickAnonym
  • 05.11.2013, 09:50h
  • Die Meldung wundert mich nicht:
    Faschisten hatten immer schon was gegen eine unabhängige Berichterstattung. Es könnte ja mal jemand deren Dummheit und Lügen entlarven...
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#7 FinnAnonym
  • 05.11.2013, 09:55h
  • Dass die wieder mal einvernehmliche Liebe zwischen Erwachsenen mit Pädophilie, Nekrophilie, Sodomie und anderen Sachen gleichstellen, zeigt wieder mal, dass die kein einziges Argument haben und sich dann mit so einem Schwachsinn behelfen müssen in der Hoffnung, dass irgendwer noch darauf reinfällt...
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#8 timpa354Ehemaliges Profil
  • 05.11.2013, 10:00h
  • Is´ mir schlecht und das ausgerechnet auf deutschem Boden, ich möchte am liebsten Kotzen bei so viel Bullshit, ich sach´ nur Gurken und Bananen. Käpt´n Blaubär und so was lässt man auf Kinder los, gut das ich nie ein Fan davon war und mein Kind auch nicht, ich würde mich ja sonst jetzt in Grund und Boden ärgern.Ich nehme mal an die träumen von Demonstrationen wie in Frankreich, aber das können sie vergessen, außer Neonazis lassen sich deutsche nicht mehr so leicht gegen Minderheiten instrumentalisieren.Seit Nazideutschland gibt es eine natürliche Abscheu gegen Hetzparolen.
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#9 GerritAnonym
  • 05.11.2013, 10:02h
  • Es wird höchste Zeit, dass solche Veranstaltungen endlich verboten werden.

    Hetze gegen Minderheiten hat nichts mehr mit freier Rede zu tun, sondern ist eine Pervertierung von Freiheitsrechten.

    Andere Formen von Volksverhetzung werden auch verboten, wieso dann nicht Hetze gegen Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle?!!
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#10 SebiAnonym
  • 05.11.2013, 10:12h
  • Antwort auf #9 von Gerrit
  • Vollkommen richtig!

    Persönliche Freiheitsrechte finden ihre Grenzen immer dort, wo andere in ihrer Freiheit eingeschränkt werden!

    Ansonsten wäre das auch kein demokratischer Rechtsstaat mehr, sondern eine Anarchie.

    Dass Politik und Justiz bei solchen Homohass-Veranstaltungen (oder z.B. auch bei Auftritten von homophoben Hasssängern, während Nazi-Bands längst verboten sind) wegschauen und die einfach gewähren lassen, ist ein Skandal und eine Schande für einen angeblichen Rechtsstaat!!
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