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  • 05.11.2013           22      Teilen:   |

Neue Strategie

Barilla will nicht mehr homophob sein

Artikelbild
Der Konzern aus Parma will verhindern, dass Schwule und Lesben Nudeln von der Konkurrenz einkaufen (Bild: Creative Tools / flickr / cc by 2.0)

Der Nudelhersteller Barilla startet eine PR-Kampagne, um sein homosexuellenfeindliches Image abzulegen – dazu sollen auch Werbespots mit gleichgeschlechtlichen Paaren zählen.

Der italienische Konzern Barilla hat am Montag eine "Leadership Initiative" für Diversity sowie die Produktion von Werbespots mit gleichgeschlechtlichen Paaren angekündigt. Der Konzern, der neben Barilla-Nudeln auch Wasa-Knäckebrot und andere Lebensmittel vertreibt, war Ende September in die Kritik geraten, nachdem sich der Chef des Familienunternehmens in einem Interview homofeindlich geäußert hatte. Guido Barilla sagte unter anderem, dass seine Firma die "heilige Familie" unterstütze, und forderte Homosexuelle auf, eine andere Pasta zu essen, wenn ihnen die Werte des Unternehmens missfallen (queer.de berichtete).

Daraufhin gab es mehrere Boykottaufrufe gegen die Firma. So forderte unter anderem der Co-Vorsitzende der LGBT-Kontaktgruppe im Europaparlament, der britische Labour-Abgeordnete Michael Cashman, Schwule und Lesben auf, keine Barilla- oder Wasa-Produkte mehr zu kaufen. Der Konzern hat keinen Kommentar abgegeben, ob diese Aufrufe Einfluss auf die Verkaufszahlen gehabt haben. Zuletzt versuchte Guido Barilla jedoch, durch Besuche bei Homo-Gruppen seine Worte zu relativieren, und entschuldigte sich mehrfach (queer.de berichtete).

Barilla-Sprecher Luca Virginio erklärte am Montag gegenüber Reuters, dass bald auch gleichgeschlechtliche Paare in Werbespots auftreten würden. Guido Barilla hatte das Ende September noch ausdrücklich abgelehnt. "Wir arbeiten bereits an einem neuen Werbekonzept, das viel offener ist und alle Menschen miteinbezieht", so Virginio.

Fortsetzung nach Anzeige


LGBT-Aktivist in Diversity-Vorstand von Barilla

David Mixner hat sich als Friedens- und LGBT-Aktivist in den USA einen Namen gemacht
David Mixner hat sich als Friedens- und LGBT-Aktivist in den USA einen Namen gemacht

Die Firma werde außerdem einen Aufsichtsrat für Diversity einführen, dem auch der amerikanische Homo-Aktivist David Mixner angehören soll. Außerdem will sich die Firma beim Corporate Equality Index der US-Homogruppe Human Rights Campaign beteiligen. Der Konzern will im nächsten Jahr zudem einen Online-Videowettbewerb für Diversity durchführen. In der Barilla-Pressemitteilung lobte Mixner den Konzern für seine Bereitschaft, "den Vertretern der LGBT-Community zuzuhören und von ihnen zu lernen".

Auf seiner Website und Facebook-Seite hat die Ankündigung des Konzerns noch keine Spuren hinterlassen – auf der deutschen Seite sind weiterhin ausschließlich heterosexuelle Paare abgebildet. So bewirbt ein Hetero-Paar die Verlosung einer Italienreise. In Facebook-Kommentaren wird diese Haltung weiterhin kritisiert. So schrieb ein User am Montag: "Seltsam, dass man keinen Kurzurlaub nach Russland gewinnen kann. Da fühlt sich Guido Barilla doch sicher besonders wohl". (dk)

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Tags: barilla, david mixner, parma
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Reaktionen zu "Barilla will nicht mehr homophob sein"


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
05.11.2013
15:19:21


(+6, 6 Votes)

Von Mikesch


Werbespot nach dem Motto: Jetzt wieder her mit der dicken Nudel...

Dahinter steckt sicherlich echte Reue.


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#2
05.11.2013
15:50:36


(+5, 5 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Naja.... Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen.
Mit echter Reue der Beteiligten wird das nichts zu tun haben, immerhin ist man aber so klug den Unternehmenserfolg vor private Meinungen zu stellen.

Was dafür klar wird: Mit schwulenfeindlichen Aussagen lässt sich in westlichen Ländern heute kein Blumentopf mehr gewinnen, wenn man nicht grade Hostien für Evangelikale produziert.


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#3
05.11.2013
16:22:00


(+6, 6 Votes)

Von FOX-News


Wir alle sollten jedoch weiterhin keine Barilla Nudeln kaufen. Wahrscheinlich ist der Umsatz tatsächlich spürbar eingebrochen, und da sollten wir jetzt weiter machen. Warum soll ich solch dumme Leute finanzieren? Andere Firmen produzieren auch gute Nudeln.


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#4
05.11.2013
16:24:52


(0, 2 Votes)

Von FOX-News


Dann lieber Bertolli statt Barilla. Da hat der Stern schon Recht.

Link zu www.stern.de

Link:
youtu.be/IOQYv66CptE


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#5
05.11.2013
17:05:37


(+2, 4 Votes)

Von Gehard


Das glaub ich erst, wenn der Chef live in einer italienischen Sendung an einer Nudel lutscht :D


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#6
05.11.2013
17:36:59


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Barilla schwimmen die Felle davon und jetzt wird die Notbremse gezogen, um nicht noch mehr gute Kunden zu verlieren!


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#7
05.11.2013
18:53:38


(+8, 8 Votes)

Von Tomm


Ich bin eigentlich kein schadenfreudiger Mensch !!! Aber ich finde es trotzdem großes Kino das unser Boykott wohl offensichtlich bei Barilla eingeschlagen hat wie eine Bombe !!! ;-)


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#8
05.11.2013
19:15:50


(+6, 6 Votes)

Von uwekrefeld
Aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.07.2013


also ich finde es beweist,
dass es Sinn macht, sich nicht alles gefallen zu lassen...
wenn wir Mist gebaut haben, werden wir auch sofort "bestraft";
die, welche Geld haben, denken jedesmal sie könnten sich frei kaufen... tz tz tz
ich finde, sie sollten am eigenen Leib spüren, dass es Schmerzen bereiten kann von anderen nicht akzeptiert zu werden.


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#9
05.11.2013
20:14:16


(+2, 4 Votes)

Von small
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von uwekrefeld


Geht doch...
Nicht dass ich da von irgendwas abrücke...
Die haben uns extrem beleidigt, dass sie sich mehr oder weniger entschuldigen ist ok, aber gesagt ist gesagt..... dat wird nix mehr mit der LGBT!
Da kann man mal die "Kaufkraft" sprechen lassen...


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#10
05.11.2013
20:29:05


(+2, 4 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Also...das geht doch. Barilla wir gay friendly? Naja... Buisness darf man sich nicht verderben lassen, nicht wahr? Wenn es um Geld geht.... gelle?
Vielleicht sollte man auch andere Unternehmen boykottieren. Das scheint doch zu funktionieren.


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