Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?20373


Auch mit 41 Jahren will der Befürworter der Ehe-Öffnung nicht darauf verzichten, homophobe Worte zu verwenden – schließlich meint er ja etwas anderes damit als mutmaßlich die meisten seiner Zuhörer…

Der Rapper zieht wieder über "Faggots" (Schwuchteln) her, beschimpft damit aber eigenen Angaben zufolge keine Schwulen.

In seinem neuem Album rappt Eminem im Song "Rap God" darüber, wie er ein paar "Schwuchteln" eine überzieht ("I'll still be able to break a motherfuckin' table / Over the back of a couple of faggots"). Derlei Texte waren schon Anfang des Jahrtausends umstritten und führten zu Protesten von LGBT-Gruppen. Doch Eminem tut weiter so, als ob er nicht versteht, warum sich jemand über seine Zeilen aufregt. Im Interview mit dem Magazin "Rolling Stone" verteidigt der 41-Jährige nun seine Wortwahl:

Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll, ohne mich zum millionsten Mal zu wiederholen: Dieses Wort, diese Art von Worten … setze ich nie gleich [mit Homosexualität]. … Das ist eher so, als ob man jemand als Schlampe, Dreckskerl oder Arschloch bezeichnet. Es geht zurück zum Battle-Rap [bei dem sich Künstler gegenseitig 'dissen'] und dem Gefühl, dass man frei ist zu sagen, was man will, ohne sich Gedanken zu machen, wie das andere Menschen beeinflusst. Ich sage nicht, dass es falsch oder richtig ist, aber an diesem Punkt meiner Karriere rede ich viel Blödsinn, der nicht so ernst gemeint ist. Ich mache mich über andere und über mich selbst lustig. Aber das wahre Ich hat überhaupt kein Problem mit schwul, hetero oder transgender.

Der Rapper, der Elton John zu seinen beten Kumpels zählt und sich 2010 für die Ehe-Öffnung ausgesprochen hat, hat immer wieder erklärt, dass das Wort "Faggot" nichts mit Schwulen zu tun habe. Freilich vergisst Eminem dabei, dass das Wort auf amerikanischen Schulhöfen allgegenwärtig ist und damit Jungs beschimpft werden, die als schwul betrachtet werden – genauso wie auf deutschen Schulhöfen das Wort "Schwuchtel" weit verbreitet ist. Auch ein heterosexueller Mann wie Eminem müsste so viel Einfühlungsvermögen haben, dass er diesen Kids das Leben nicht noch schwerer macht. Immerhin schmeißt er aus gutem Grund auch nicht mit dem Schimpfwort "Nigger" um sich. (dk)



Eminem unterstützt Homo-Ehe

Der amerikanische Rapper Eminem hat sich in einem Interview für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ausgesprochen.
Arsch-Anschlag auf Eminem war abgesprochen

MTV-Autor Scott Aukerman hat nun bestäigt, dass der "Eklat" zwischen Sacha Baron Cohen alias Bruno und dem Musiker Eminem bei den MTV Movie Awards inszeniert worden war.
Bruno: Arsch-Anschlag auf Eminem

Einen Monat vor dem Start seines neuen Filmes schockt der britische Komiker Sacha Baron Cohen alias Bruno den Musiker Eminem: Bei den MTV-Awards ließ sich Bruno am Wochenende auf den blonden Rapper abseilen – und landete mit dem Unterleib auf dessen Gesicht.
#1 knatzgilProfil
#2 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 05.11.2013, 18:00h
  • Widerspruch und darüber reden, also thematisieren, finde ich tatsächlich wichtig, Homofeindlchkeit muss geächtet und Homophobie "bekämpft" werden. Aber mit Verboten von Worten tue ich mich sehr schwer. Geht gar nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Ganz konkretAnonym
  • 05.11.2013, 18:18h

  • Düfte er denn auch straflos sowas sagen?

    "I'll still be able to break a motherfuckin' table / Over the back of a couple of niggers"
  • Antworten » | Direktlink »
#4 GerhardAnonym
  • 05.11.2013, 18:44h
  • Ja, der meint mit faggots die Republikaner, denn er ist ja Befürworter der Ehe-Öffnung :D
  • Antworten » | Direktlink »
#5 timpa354Ehemaliges Profil
  • 05.11.2013, 18:48h
  • Eminem und Konsorten sind doch feige Säcke und unkreativ noch dazu. Ausgerechnet über friedliebende Homosexuelle Gewaltphantasien ergießen, lächerlich und peinlich, wenn Leute wie er wirklich einen Arsch in der Hose hätten, würden sie sich Leute raussuchen wie Rocker, die ebenso gern draufhauen, so ist das ganze nur oberpeinlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 userer
  • 05.11.2013, 19:02h
  • Antwort auf #2 von reiserobby
  • reiselobby schwafelt: "Aber mit Verboten von Worten tue ich mich sehr schwer. Geht gar nicht."

    Muss man dir wirklich das kleinste Einmaleins sozialen Zusammenlebens vorbuchstabieren?

    Nun denn, versuch dich doch mal für den Anfang an folgenden Worten und Begriffen:

    Kanacke
    Weltjude
    Fidschi
    Nigger
    Asoziale vergasen
    unwertes Leben
  • Antworten » | Direktlink »
#7 SilverclawEhemaliges Profil
  • 05.11.2013, 19:05h
  • Yeppa, das kann ich aus meinem Umfeld bestätigen, Schwuchtel is n Schimpfwort für alles und nix. Also macht kein Drama drum, die Menschheit hat nun wirklich größere Probis. ^_^
  • Antworten » | Direktlink »
#8 SilverclawEhemaliges Profil
#9 antos
  • 05.11.2013, 19:51h
  • Antwort auf #6 von userer
  • 'Das kleinste Einmaleins sozialen Zusammenlebens' - wie recht Du hast, darauf hinzuweisen!

    Und zum sozialen Zusammenleben gehören ganz schlicht und un-hip Verbote - und zwar etliche. Außerdem ist es völlig wurscht, ob ein Reiserobby sich - so 'ganz persönlich' [ich vermute er fährt in einem Folge-Kommentar wieder die sogenannte 'Freiheit der Kunst' auf, die es nicht gibt] - mit irgendwas schwer tut, wenn so viele Leute existieren, die unter dieser Diffamierung zu leiden haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 alexxffmAnonym
  • 05.11.2013, 19:58h
  • Ich komme so langsam auch ins grübeln. Einerseits ist klar, dass ein Schimpfwort Leute beleidigt. Und ich frage mich warum Eminem das nicht versteht. (Bushido ähnlich)
    Andererseits: Wird ein Schimpfwort so inflationär gebraucht, dann hat es überhaupt keine Bedeutung mehr.
    Das Wort "schwul" war auch mal ein Schimpfwort. Jetzt ist es eine Bezeichnung, weil schwule Männer sich selbst so genannt haben.
    Nigger ist immer noch ein Schimpfwort, weil es fast nur als Abwertung schwarzer Menschen benutzt wird.
    Wenn Faggot immer wieder zusammenhangslos einfach in die Welt gebrüllt wird und keiner regt sich mehr auf, könnte es wirklich seine Bedeutung verlieren.
  • Antworten » | Direktlink »